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Gibt es Mittel zur Vorbeugung oder Bekämpfung der Stachelbeer-Blattwespe?

Frage von: Carsten S.

Sehr geehrter Herr Kötter, wie schon in den vergangenen Jahren, habe ich auch in diesem Jahr wieder mit den Raupen der Stachelbeer-Blattwespe zu kämpfen. Wir haben drei Hochstämme mit verschiedene Sorten, im Abstand von ca. einem Meter stehen. Ein Strauch wird jedes Jahr massiv befallen, was sich auf Menge und Qualität der Früchte auswirkt. Ich gehe täglich ca. zweimal "Streife" und zerdrücke diese kleinen Geister. Da dieses ja eine zeitaufwendige und nicht so tolle Arbeitsbeschäftigung ist, meine Frage: Gibt es Mittel zur Vorbeugung oder Bekämpfung? Die Früchte möchte ich aber dennoch ernten und genießen. Durch einen jährlichen Schnitt im Frühjahr, lichte ich die Krone schon immer aus, da ich dies schon einmal als Tipp gelesen habe. Vielen Dank für ihre Antwort und freundliche Grüße aus Sachsen.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Das Sie alljährlich davon betroffen sind, lieber Herr S., liegt daran vermutlich, dass die Tiere (Gelbe Stachelbeerblattwespe, Nematus ribesii) als Larven im Boden überwintern. Anfang April schlüpfen die Wespen und beginnen mit der Eiablage an der Mittelrippe der Blattunterseite, versteckt im Strauchinneren. Deswegen auch der Hinweis auf den Auslichtungsschnitt der Pflanze mit dem Ziel, einen Befall schnellstmöglich erkennen zu können. Die Gelbe Stachelbeerblattwespe schafft bis zu vier Generationen im Jahr.

Grundsätzlich besteht eine grobe Verwechslungsgefahr der Larve der Gelben Stachelbeerblattwespe mit derjenigen des Stachelbeerspanners (Abraxas grossulariata), der aber erst im Juli-August seine Eier ablegt - aber in Haufen und nicht, wie die Wespe, in Schnüren. Die Larven unterscheiden sich folgendermaßen: Nematus hat am Vorderende sechs dunkle Beine, Abraxas zusätzlich die für Spanner typischen hinteren Beine, die dann ebenfalls dunkel sind. Abraxas hat ebenfalls einen gelben Längsstreifen.

Beide Arten lassen sich mit einem Insektizid gegen beißende und fressende Insekten chemisch bekämpfen, z.B. dem naturverträglichen Mittel Spruzit Schädlingsfrei (von Neudorff). Alternativ dazu sollte es möglich sein, die Krone Ihrer Stachelbeerhochstämmchen ab der Blütezeit bis Mitte August mit einem Insektenschutzvlies einschlupfsicher zu umhüllen.

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