Ackerschachtelhalm bekämpfen

Gartenexperte
Sehr geehrter Herr Kötter, wir haben in unserem Vorgarten einen ansehnlichen Wald aus Ackerschachtelhalm. Unser Nachbar meinte, man könnte daraus einen guten Tee bei Beschwerden von Blase & Co. machen. Allerdings stören mich die Pflanzen an sich. Leider gehen die Wurzeln so tief, dass ein vollständiges Ausgraben ein vollkommen hoffnungsloses Unterfangen ist. Was kann man sonst noch tun, um diese lästigen Beetbesetzer wieder loszuwerden?

Der GARDENA Gartenexperte

Da haben Sie völlig Recht, lieber Herr G., Schachtelhalm wurzelt leicht zwei Meter und tiefer. Da funktioniert einfaches Ausgraben leider nicht, ebenso verhält es sich mit dem Jäten. Je nachdem, sind die zwei folgenden Bekämpfungsarten angesagt. 

In "leichteren" Fällen können Sie die Pflanze bis in die Wurzeln hinein durch die Behandlung mit GierschFrei (von Neudorff) behandeln. Das wirkt auch gegen Schachtelhalm. Die Herausforderungen dabei: Sie müssen die Pflanze reichlich benetzen und dabei am besten eine Kartonage zwischen Schachtelhalm und Beetpflanzen halten, damit diese nicht ebenfalls eingehen. Weil trotz Wurzelschädigung des Schachtelhalms anfangs dennoch neue Schachtelhalmsprosse aus dem Boden kommen, müssen Sie mit der Methode eine Weile am Ball bleiben, um dann schlussendlich erfolgreich zu sein. 

Zweite Bekämpfungsart, für die "härteren Fälle": Das Beet komplett abmähen und von März bis Ende September lichtdicht mit schwarzer Folie abdecken (z.. B. landwirtschaftliche Silofolie oder Unkrautschutz- bzw. Mulchfolie). Mit dieser Methode hungern Sie die Pflanze aus und bauen im Herbst danach oder zu Beginn des Folgejahres das aufbereitete Vorgartenbeet komplett neu auf.