Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Abhilfe gegen Ratten

Frage von: Angelika T.

Hallo Gartenexperte, in meinem Garten sind am helllichten Tag Ratten zu sehen. Bisher ausgemacht, sind eine größere und zwei kleine Ratten. Soll ich etwas dagegen unternehmen und was genau, raten Sie?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Bei Ratten ist Vorsicht geboten, liebe Frau T. - sie sehen von Ihnen (wenn überhaupt) immer nur einen Bruchteil der tatsächlich anwesenden Tiere. Gerade wenn ein Alttier mit Jungen unterwegs ist, ist üblicherweise auch mindestens ein Clan in der Nähe. 

Insofern rate ich dazu, bei jedweglicher Wahrnehmung schon von Rattenspuren (meist Kot, seltener Rattenlöcher) gegen die Tiere anzugehen. 

Weil Ratten superempfindliche Riecher haben, zudem misstrauisch, klug und gelehrig sind, wundert es nicht, dass sie klassische Schlagfallen meist clever meiden. Bei ausgelegten Giften schicken Sie üblicherweise Jungtiere als Vorkoster vor. Vergiften sich diese erkennbar, meiden alle anderen den Köder. 

Ich selbst lebe auf dem Dorf und auch bei uns tauchen gelegentlich Ratten auf. Mit Schlagfallen erwische ich bestenfalls mal ein paar wenige, noch dumme Jungtiere, denen ich die Falle in die Laufwege stelle.
Ich habe verschiedene Rattenköder ausprobiert. Derzeit am besten fängig ist bei mir der Rattenköder Racumin, von Bayer. Der Portionsköder wird (Gebrauchsanleitung beachten) so ausgebracht, dass andere Tiere den Fettköder nicht fressen können. Zur Fraßkontrolle die ausgelegten Köder abzählen und so lange nachködern, wie davon gefressen wird. 

Das in Racumin enthaltene Gift wirkt stark zeitverzögert, so dass die Tiere seine Herkunft nicht mehr zuordnen können und das Fressen des Köders nicht vorzeitig einstellen. Tipp von mir: Die Köder nicht anfassen, sondern aus der Flasche gießen. Sonst riecht´s nach Mensch ... 

Und noch etwas: Oft sind Komposte auf denen auch Speisereste verrotten eine wahre Rattenlockstelle. Oder die Nager nisten im bzw. unter dem Kompost. Checken Sie das und sorgen Sie erforderlichenfalls für Abhilfe. Informieren Sie Ihre Nachbarn und sensibilisieren Sie sie zu Vorsorge und gemeinsamer Bekämpfung. Suchen Sie das Grundstück nach Rattenlöchern ab: bei Mauern, Fundamenten, Holzstößen, am Rande von Bodenbelägen wie Betonplatten, aber auch in Gebäuden (Mauerlöcher, unter Böden, in Zwischenböden). Ratten klettern irre wendig. Rattenlöcher müssen daher nicht zwingend am Boden und im Erdgeschoss anzutreffen sein - sie können auch unter dem Dach z.B. der Gartenlaube liegen. In der Nähe von Rattenlöchern ködern Sie am erfolgreichsten.

Kommentare