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In diesem Bereich finden Sie zahlreiche Antworten auf die unterschiedlichsten Gartenfragen. Auch Sie haben eine Frage und finden keine passende Antwort? Unser Gartenexperte Engelbert Kötter beantwortet diese gerne im Rahmen des GARDENA E-Mail-Newsletters.

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  • Beantwortete Frage von Manuela K.:

    Was tun bei schwarzen Walnüssen?

    Ihre Walnüsse sind offenbar von Pilzen befallen, liebe Frau K. Es gibt da eine ganze Reihe von pilzlich verursachten Schäden an der Walnuss, die Früchte und Blätter befallen. Ich müsste ein Blatt sehen, um genaueres sagen zu können. Schauen Sie aber mal bitte, ob Sie für sich mit den folgenden Angaben zu einem passenden Ergebnis finden:
    Eine Pilzinfektion mit Marssoniella zeigt an der Blattunterseite kleine braune, glänzende Fruchtkörper. Das geht einher mit Blattabwurf bereits im Spätsommer. Dieser Pilz ist mit einem Fungizid bekämpfbar. Der Erreger sorgt aber nicht nur für braune Blattflecken und größere Nekrosen (Kräuselungen, abgestorbene Blattpartien), er befällt auch die Früchte.
    Xanthomonas hingegen wäre ein weiterer pilzlicher Erreger von Frucht- und Blattschäden (zahlreiche kleine eckige, schwarzbraune Flecken). Dieser Erreger ist nicht bekämpfbar.
    In der Konsequenz für Sie bedeutet das: Laub nach Blattfall bald absammeln und vernichten. Und versuchen Sie einmal die Behandlung mit einem relativ breit wirkenden Fungizid (z.B. ein umweltverträgliches aus dem Neudorff-Sortiment, wie Spruzit).
    Darüber hinaus gilt: Möglicherweise mithilfe von Rückschnitten für bessere Durchlüftung von Pflanze und Standort sorgen, um den Pilzen das Leben durch eine lufttrockenere Umgebung schwerer zu machen. Nachdem aber der Baum bereits pilzbesiedelt ist, wäre das nur eine Störaktion (prophylaktische Pflegemaßnahme), keine komplett gesundende Bekämpfungsmaßnahme.

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  • Beantwortete Frage von Wolfgang S.

    Was tun bei Lauchmotten?

    Decken Sie die Pflanzen nach dem Setzen mit einem Kulturschutznetz ("Gemüsevlies") ab, lieber Herr S.. Speziell zur Abwehr der Lauchmotte empfiehlt sich dabei eine Maschenweite von 0,8 mm x 0,8 mm.
    So berechnen Sie die für Ihre Zwecke erforderliche Breite eines solchen Schutzvlieses:
    Beetbreite + doppelte Pflanzenhöhe + doppelte Randzugabe.

    Die Randzugabe brauchen Sie, um den Geweberand dicht schließend im Boden zu versenken (mit dem Spaten einen Spalt stechen, Geweberand hineinstecken, festtreten).
    Hier die Berechnung konkret für den Anbau von Lauch in einem 1,50 Meter breiten Gemüsebeet:
    Beetbreite (150 cm) + doppelte Pflanzenhöhe (2 x 50 cm) + doppelte Randzugabe (2 x 10 cm) = 150 cm + 100 cm + 20 cm = 270 cm Vliesbreite. Entsprechend der tatsächlich verfügbaren Vliesbreite (meist sind es ja Zuschnitte), müssen Sie die Beetbreite anpassen - also bei einem nur 240 cm breiten Vlies das Beet auf 120 cm schmaler anlegen.

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  • Beantwortete Frage von Günther V.

    Was fehlt meiner Azalee?

    Die von Ihnen beschriebenen Flechten schaden den Pflanzen nicht unmittelbar, lieber Herr V., weil sie lediglich auf der Borke siedeln und nicht in irgendeiner Form in die Pflanze hinein wachsen (wie vergleichsweise Misteln es tun). Die Besiedelung von Gehölzen durch Flechten ist Anzeichen und Beleg hoher Luftfeuchte des Kleinklimas in Ihrem Garten. Kühle, Tal- und Höhenlage sowie etwaige Schattierung spielen dabei mit hinein.
    Das bedeutet für Sie konkret: Wenn die Azaleen frei stehen, ist das Kleinklima eher der örtlichen Geographie geschuldet. So taucht das Phänomen bei frei stehenden Pflanzen eher in Höhenlagen, z.B. Mittelgebirgslagen, oder aber in schlecht durchlüfteten Tallagen auf. Wenn Ihre Azaleen demgegenüber nicht frei stehen, also von dichtem Bewuchs umgeben sind, dann empfiehlt es sich, für besseren Luftwechsel am Standort zu sorgen. Etwa durch Auslichten der Rahmenbepflanzung, so dass Luftfeuchte besser abziehen kann. In einen Auslichtungsschnitt kann die Pflanze selbst mit einbezogen werden, Azaleen sind schnittverträglich.
    Dass Ihre Azaleen einen nur geringen Längenzuwachs haben, ist nicht direkt ihrem Flechtenbewuchs zuzuschreiben. Eher ist beides zusammen betrachtet der Hinweis darauf, dass die Pflanzen kühl und schattig stehen (wiederum: zu dichter Rahmenbewuchs?). Wenn die Azaleen einen feuchten Fuß haben, mögen sie durchaus den hellen Halb- und Wechselschatten, sogar zeitweilig (nicht trocken heiße) sonnige Standorte. Insofern rate ich zur beschriebenen Auslichtung, aber auch zur Düngung der Azaleen mit Rhododendrondünger. Desgleichen habe ich immer wieder positive Erfahrungen mit der Bodenkur Rhodo-Vital gemacht, um ältere Rhodos und Azaleen wieder in Schwung zu bringen. Lediglich wenn Ihre Azaleen schon sehr alt sind und vergreist, dann ist es völlig normal, dass sie keine kräftigen Langtriebe mehr ausbilden. Aber auch hier kann besagte Bodenkur Ihre Pflanzen noch einmal spürbar aufpeppen. 

    © anrymos / Fotolia.com

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  • Beantwortete Frage von Gerhard S.

    Was tun mit faulen Äpfeln?

    Das kommt immer darauf an, lieber Herr S., ob und wie die Äpfel möglicherweise infiziert sind. Wenn die Früchte wegen Überreife faulen, so ist das ganze unbedenklich. Wenn sie aber mit z.B. Schorf oder Maden (z.B. Apfelwickler o.ä.) befallen sind, dann können sich Sporen und Insekten auch im Folgejahr bemerkbar machen. Im Zweifelsfalle ist es am einfachsten, wenn Sie das nicht mehr verwertbare Obst auf einer Schubkarre zusammensammeln, eine kleine Grube ausheben und es einen Spatenstich tief eingraben.

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  • Beantwortete Frage von Edith T.

    Klee im Garten

    Die von Ihnen gesuchte Pflanze heißt Hornsauerklee (Oxalis corniculata), liebe Frau T,. Sie ist tatsächlich sehr invasiv und damit in gewisser Weise ein Problemunkraut. Es ist sowohl ein Samenunkraut, dessen Samen aus den Samenständen weithin verschleudert werden, als auch ein Wurzelunkraut, das – wie Giersch, Quecke oder Ackerwinde auch – sich aus kleinen Wurzelstücken regenerieren kann. Kein Wunder also, dass der Hornsauerklee Sie nervt.
    Widmen wir uns einem Blick auf die Pflanze: Möglicherweise, haben Sie Ihren Rasen länger nicht gekalkt. Oxalis zieht nämlich leicht saure Böden vor. Wo immer es möglich ist, heben Sie den pH-Wert des Bodens durch eine Kalkung an. 100 Gramm Düngekalk pro Quadratmeter heben den pH um einen Punkt, also z. B. von pH 5 auf pH 6. Gegen Oxalis sollte der pH bei etwa pH 7 bis pH 7,5 oder gar pH 8 liegen. Welchen aktuellen Säuregrad (pH-Wert) Ihr Rasenstandort hat, verrät Ihnen eine Bodenprobe, wie sie z. B. von Baumschulen oder Gartencentern als Service angeboten wird. Zur Not tut es ein eigener Lackmustest mithilfe eines Probensets aus der Apotheke.
    Was die Anwendung eines Herbizids betrifft, da nutzt Ihnen keines gegen Weißklee, der ist eine komplett andere Pflanze. Sie ist mit Oxalis überhaupt nicht verwandt.
    Bayer beispielsweise, weist das Präparat Bayer Garten Universal-Rasenunkrautfrei Loredo® als wirksam gegen Sauerklee im Rasen aus. Ab April ist es wieder warm genug, dass Sie es dann anwenden können.
    Nachdem Sie den Sauerklee vernichtet haben, liebe Frau T., können Sie die Fläche tiefgründig lockern, aufkalken und neu einsäen bzw. mit Rollrasen belegen.

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