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Rasen und Rosen, Tomaten und Beerensträucher, Flieder, Rhabarber, Blattläuse, Hornissen – so vielseitig wie das spätsommerliche Gartenleben sind aktuell auch Ihre Anfragen an den GARDENA Gartenexperten, Engelbert Kötter. Und so lebendig und vielseitig informativ sind auch seine Antworten für Sie. Lesen Sie los – es lohnt sich. Und fragen Sie wenn Sie finden, dass wir Ihnen weiterhelfen können!

Frage von Wilfried H.:

Bei unserem Brombeerstrauch stimmt was nicht. Die Beeren reifen nicht genügend aus und der Strauch (bzw. die Ruten) werden bräunlich. Tomaten stehen in nächster Nähe zum Strauch. Oder liegt es am Boden? Ich habe einen vergorenen dreijährigen Pferdemist eingebracht; Bitte um Info.

GARDENA Gartenexperte:

Ihre Frage hat unterschiedliche Facetten, lieber Herr H.. Zum Zeitpunkt Ihrer Frage, Ende August, reifen die Brombeeren zwar, aber je nach Wetter, Standort und Sorte durchaus unterschiedlich. Je besser Wetter und Standort, desto besser die Fruchtausreife. Zudem soll der Strauch ausreichend ausgelichtet sein, damit die Fruchtstände Licht und Luft bekommen, also auch gut abtrocknen, um nicht mit Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) befallen zu werden. Aber speziell auch die Sortenfrage spielt hier mit hinein: Nach meiner Erfahrung reifen gerade die unbestachelten Sorten ‚Thornfree’ oder ‚Thornless Evergreen’ oftmals sehr unzufriedenstellend aus, so dass dann bei Frostbeginn im Spätherbst noch sehr viele rote Früchte an den Trieben hängen. Wenn die mangelnde Ausreife also regelmäßig am Standort liegen sollte, dann bitte einen besseren andenken. Mangelnde Auslichtung können Sie über den Schnitt regulieren. Und wenn es an der Sorte liegt, empfehle ich den Ersatz Ihrer Brombeersorte durch z. B. den Klassiker ‚Theodor Reimers’ (bestachelt, aber zuverlässig reifend und besonders brombeerlecker) oder die neuere Sorte ‚Navaho’ (ebenso zuverlässig, dabei schmackhaft und unbestachelt).
Das Bräunen der Ruten, das Sie ansprachen, ist üblicherweise der normalen Ausreife der Triebe geschuldet. Den Tomaten in der Nähe des Brombeerstandortes billige ich da keinerlei Bedeutung zu. Der abgelagerte Pferdemist ist für die Brombeeren eher eine Wohltat. Nur bei Überdosierung könnten Verbrennungen auftreten. Die wären aber als Blattverbräunungen erkennbar, bevor die Triebe durch „Eintrocknen“ braun werden würden. Aber Sie können mir gerne mal ein Foto schicken, dann gucke ich da für Sie noch mal drauf und antworte Ihnen auf dem „kleinen Dienstweg“.


Frage von Kerstin W.:

Mein Flieder bringt braune Blätter. Leider war dies auch im letzten Jahr schon so. Woran kann dies liegen?

GARDENA Gartenexperte:

Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, liebe Frau W., und diese reichen von Bodenverdichtungen, Trockenheit und Sonnenbrand bis hin zu Düngermangel (speziell Magnesiummangel) und Schädigungen durch Streusalz. Insofern wäre von mir ein unbesehener Rat zu konkreten Ursachen nicht seriös. Bitte klopfen Sie die oben genannten Anregungen mal systematisch ab – vielleicht verbirgt sich für Sie eine Spur dahinter. Wenn Sie Schädigungen durch Streusalz (oder auch urinierende Tiere) ausschließen können und der Standort zudem ausreichend feucht ist, so geben Sie der Pflanze zu Beginn der kommenden Vegetationsperiode doch einmal eine Düngung mit einem Volldünger (ca. 50-70 Gramm/Quadratmeter) zum Auffrischen der Grundversorgung. Wenn dann die Bräunungen noch immer auftauchen, bitte noch mal melden, dann gerne auch mit Foto des konkreten, typischen Schadbildes.


Frage von Michael R.:

Sehr geehrter Herr Kötter!
Hirse im Rasen – was kann ich tun? Ausstechen ist wegen Größe sehr mühsam!

GARDENA Gartenexperte:

Sehr geehrter Herr Ingenieur,
in Österreich ist derzeit das Herbizid Bayer Puma Extra Hirsefrei gegen Hirse im Rasen zugelassen.


Frage von Daniela K.:

Lieber Herr Kötter,
wir haben seit kurzem sehr viele Hornissen im Garten, die bevorzugt die Rinde an den Fliedersträuchern abfressen. Das war vor drei Jahren auch schon mal so und in Folge verkümmert alles, was oberhalb der Fraßstellen ist. Im nächsten Jahr blühen die Sträucher dann auch vermindert. Gibt es etwas, was Hornissen gar nicht mögen und womit man sie vertreiben könnte? Vorab herzlichen Dank für einen Rat und freundliche Grüße aus B.

GARDENA Gartenexperte:

Es gibt einige Gehölze, welche die Hornissen besonders gerne an der Rinde beweiden, um dort Cellulose als Baumaterial für ihre Nester zu sammeln. An jungen Eschenzweigen sieht man Hornissen daher häufiger und gerade die abplatzende Fliederborke ist von ihnen ebenfalls begehrt. Weil Hornissen sehr gartennützlich sind – sie räumen kiloweise Schadinsekten weg –, ist der Schaden den sie andererseits anrichten können immer auch Abwägungssache. Und: Solange nur die Borke, also das tote Gewebe, befallen ist, passiert gar nichts. Die von Ihnen beschriebenen Beeinträchtigungen passieren erst als Folge dann, wenn auch die Rinde, also das belebet Gewebe unter der Borke, mit „erwischt“ wird.
Droht bei Ihnen die so genannte Schadschwelle überschritten zu werden so ist es eine Möglichkeit, die Fliederstämme in der „heißen Phase“ zuvor mit Frostschutzleinen o. ä. Gewebe zu umwickeln, dann kommen die Tiere nicht mehr bis an den Stamm heran. Damit schützen Sie dann zwar nicht den ganzen Strauch, aber doch die wichtigsten dickeren Astpartien. Und je dünner die dann noch benagten Zweigpartien nach oben zu sind, desto lokal kleiner am Gehölz fällt dann der Schaden aus.
Noch mal zurück zu den Hornissen selbst: Es besteht kein Grund dazu, gegenüber Hornissen im Garten in Panik zu geraten, was ich schon wiederholt mitbekommen habe. Denn: Hornissen sind auch nichts anderes als größere Wespen – und meist sogar friedlicher als die. Allerdings gilt es unbedingt zu vermeiden, sich einem Hornissennest auf weniger als vier (andere sagen zweieinhalb) Meter zu nähern. Denn dann betreten Sie den Sicherheitsabstand, den die Tiere für sich von Ihnen einfordern und dann kann es zu Attacken kommen. Wo Hornissennester ernsthaft im Wege sind, kann ein Imker in Verbindung mit der Feuerwehr die unter Naturschutz stehenden Hautflügler ggf. umsiedeln.


Frage von Johann L.:

Meine Frage lautet: Der Rhabarber in unserm Garten wächst jedes Jahr dreimal. Ist die dritte Frucht, die Ende August, Anfang September reif ist, nicht mehr genießbar? Ich wäre für eine Antwort von einem Fachmann sehr dankbar.

GARDENA Gartenexperte:

Rhabarber wird üblicherweise nur bis zum Johannistag (21. Juni), also praktisch bis Ende Juni, beerntet. Danach lässt man die Pflanze sich regenerieren und sich für den kräftigen Austrieb im kommenden Frühjahr vorbereiten. Es spricht nichts dagegen, nach dem Zeitpunkt gelegentlich noch mal etwas Rhabarber zu ernten, aber erfahrungsgemäß wird im Laufe des Sommers die Stängelqualität merklich schlechter. Die Stängel sind dann nicht mehr so saftig und sind oftmals spröde. Zudem soll dann auch der Gehalt an Oxalsäure höher sein, was – wiederum dann, wenn es über kleinere Verzehrsmengen hinaus geht – gesundheitlich nicht zuträglich ist, speziell für Nierenpatienten nicht.


Frage von Ralph B.:

Lieber Experte,
Habe selbst abgenommene Samen diverser Tomatensorten. Kann ich diese bereits jetzt schon in entsprechender Weise ein- / ansetzen? Mit Anzuchterde? Welche Bedingungen (Temperatur, Licht, ...) sind erforderlich?
Des Weiteren: Gibt es "Hausmittel" bzw. chemische oder mechanische Methoden, den Buchbaumzünsler zu bekämpfen?

GARDENA Gartenexperte:

Zu den Tomaten, lieber Herr B.: Die Tomaten jetzt noch auszusäen, bringt nichts. Wir erreichen schon bald die herbstliche Tag-/Nachtgleiche, die Tage werden merklich kürzer und die Lichtmenge nimmt ab. Warten Sie mit der Aussaat Ihrer Tomatensamen bis Ende Januar oder sogar bis weit in den Februar hinein, wenn die Tage wieder länger werden. Säen Sie die Samen dann an einem hellen Standort in Aussaaterde aus, bei Temperaturen über 21 °C. Ein Zimmergewächshaus mit Bodenheizung ist dazu gut geeignet. Wenn die Sämlinge etwa drei bis fünf Blätter haben (Keimblätter nicht mitgezählt), setzen Sie sie um in 13 cm-Töpfe, in Qualitätsblumenerde und kultivieren sie bis zum Auspflanzen in das frostfreie Kleingewächshaus (etwa im März) oder ins frostfreie Freiland (ab Mitte Mai). Bis das alles Anfang nächsten Jahres so weit ist, waschen Sie das Saatgut nach der Entnahme aus der Frucht, trocknen Sie es langsam und gründlich und bewahren Sie es danach trocken, dunkel und zimmertemperiert auf.
Was Ihre zweite Frage, die zum Buchsbaumzünsler betrifft – dazu folgendes: Momentan fliegt die dritte Zünsler-Generation dieses Jahres. Ausgewachsene Falter erkennen Sie leicht an ihren weißen Flügeln mit ihrem schwarzen Rand. Diese Tiere können sie abends leicht absammeln, wenn die Zünsler von einer Lichtquelle angezogen werden. Wenn jetzt in Kürze die letzte Eiablage der Zünsler in diesem Jahr erfolgt und die Raupen geschlüpft sein werden, dann können Sie die Kleinraupen, solange sie noch kürzer als etwa drei Zentimeter sind, recht gut mit Präparaten wie Dipel ES (von Stähler) oder Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso (von Bayer) bekämpfen. Oder Sie sammeln die Raupen ab.


Frage von Andrea L.:

Lieber Herr Kötter,
seit ich mir einige Rosen in Töpfen zugelegt habe, kommen die Rosenkäfer angeflogen. Sie kommen nur nachts und weiden die Rosenblüten und -blätter systematisch ab. Bisher habe ich die Käfer im Schein einer Taschenlampe abgesammelt. Jetzt haben sie den Wein in Angriff genommen, der über einen großen Bogen rankt. Zum Absammeln ist das zu hoch und sind es auch viel zu viele Blätter. Wie werde ich die Käfer los? Mit besten Grüssen aus dem fernen B.

GARDENA Gartenexperte:

Mir ist jetzt nicht ganz deutlich geworden, liebe Frau L., ob Sie die Käfer hierzulande oder aber in Thailand bekämpfen wollen, weil Sie sich ja aus B. gemeldet haben. Also, kurzum: In Deutschland können Sie mit dem umweltverträglichen Präparat Spruzit Käfer- und Raupenfrei (von Neudorff) arbeiten, das hat hierzulande eine Zulassung. Inwieweit Sie es auch nach Thailand importieren und dort anwenden dürfen, das müssten Sie bitte mit der zuständigen Zollbehörde abklären.


Frage von Sabine K.:

Sehr geehrte Damen und Herren,
dieses Jahr sind vermehrt schwarze Blattläuse auf den neuen Trieben von Holunder, Stachelbeeren und Johannisbeeren aufgetreten, was zu einer Verkrüppelung der Zweige, Einrollen der Blätter und beim Holunder zu weniger Fruchtansatz führte. Mit Giften wollten wir n i c h t arbeiten. Was können wir noch machen?

GARDENA Gartenexperte:

Die schwarzen Blattläuse werden bevorzugt bereits im Frühjahr von Ameisen an die Austriebe gebracht und dort gehütet und gemolken. Insofern ist es eine wesentliche Maßnahme zu verhindern, dass dieser Transport überhaupt stattfindet.
Beim Holunder: Bringen Sie einen Leimgürtel am Stamm der Pflanze an bzw. eine anderweitige Manschette so, dass sie von den Ameisen nicht überwunden wird.
Bei geringem Befall an den Triebspitzen von Johannis- und Stachelbeeren pinsele ich die Blattläuse einfach von der Blattunterseite, sobald sich die ersten Blattkräuselungen bemerkbar machen.
Größere Befallsnester an Holunder, Johannis- und Stachelbeeren einfach herausschneiden.