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Zum inzwischen anklingenden Gartenfinale haben Sie uns noch einmal einen bunten Strauß an querbeet Gartenfragen zugemailt. Kleinere und größere Wehwehchen Ihres Gartenalltags berichten Sie darin, aber der GARDENA Gartenexperte Engelbert Kötter weiß, wie immer, praktischen Rat.

Frage von Wolfgang S.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich besitze rote Kirschtomate mit Traumernte, aber eine F1-Hybride. Sollte man den Samen sammeln und im nächsten Jahr weiterverwenden oder besser davon die Finger lassen?

GARDENA Gartenexperte:

Ich empfehle Letzeres. Bei F1-Hybriden sollte man immer das Originalsaatgut verwenden. Kurze Erläuterung: F1 bedeutet „Filialgeneration 1“, also „1. Tochtergeneration“. Kreuzungen der 1. Tochtergeneration (wir Gärtner sagen F1-Hybriden) sind bezogen auf bestimmte Sorteneigenschaften (wie Wüchsigkeit, Ertragsstärke etc.) oftmals besonders leistungsstark. Ursache ist der so genannte Heterosis-Effekt, der Elternmerkmale bei Kreuzungen in der F1-Generation vereint und zugleich besonders stark ausgeprägt zutage treten lässt. Das funktioniert aber nur in der F1. Sät man nämlich das von F1-Pflanzen geerntete Saatgut aus, spalten die Nachkommen der F2 in ihren Erbanlagen wieder auf. Zu Deutsch: Es treten jetzt wieder uneinheitliche Individuen auf, die in ihren individuellen Eigenschaften jeweils stärker zu denjenigen des einen oder anderen Großelternteils tendieren. Damit haben sie nicht mehr die herausragende Qualität der Pflanzen der F1-Generation.
Das war Pflanzengenetik im Schnelldurchlauf. Speziell zur Tomatensorte `Cherrola´, auf die Ihre Frage bezogen war(www.thompson-morgan.com/vegetables/vegetable-seeds/tomato-seeds/tomato-cherrola-f1-hybrid/909TM): Das ist wirklich eine herausragende Sorte. Man wundert sich dann manchmal, wenn man in der F1-Samentüte für vergleichsweise gutes Geld nur so wenige Samen findet. Das liegt daran, dass zum einen die Keimrate sehr hoch ist und zum anderen die Ernte überproportional hoch ausfällt, man also von vornherein weniger Pflanzen für eine ordentliche Ernte braucht. Natürlich lässt sich der Züchter auch seine bei F1-Sorten aufwändigere Züchtungsleistung honorieren. Abschließend insgesamt mein gärtnerischer Rat, auch über Tomatensorten hinaus: im Zweifelsfalle das bessere Saatgut wählen, eben F1-Saatgut.


Frage von Silke T.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich habe einen Garten übernommen, der lange nicht gepflegt wurde. In einem der Beete, in dem ich einen Kräutergarten anlegen möchte, hat sich die Ackerwinde ausgebreitet. Was kann ich gegen dieses Wurzelunkraut unternehmen und wie sollte ich den Boden für die Kräuter vorbereiten?

GARDENA Gartenexperte:

Ackerwinde ist noch lästiger als Giersch, weil sie tiefer wurzelt und deswegen noch schwieriger zu bekämpfen ist. Am sinnvollsten ist es, sie zunächst so gut wie möglich abzujäten und dabei auch diejenigen Wurzeln mit zu entfernen, derer Sie habhaft werden können. Was danach noch austreibt, versuchen Sie einmal mit Finalsan GierschFrei (von Neudorff) zu bekämpfen, weil dessen Wirkstoff über die Blätter bis in die Wurzeln reicht. Es ist nicht sicher, dass das Präparat Ackerwinde mit erfasst, aber einen Versuch ist es allemal wert.
Was das Vorbereiten des Bodens im Kräuterbeet angeht so machen Sie sich am besten einen Plan, wohin Sie was pflanzen möchten. Diejenigen Bereiche, in denen Sie Thymian, Oregano, Bohnenkraut und ähnliche „Hungerkünstler“ pflanzen wollen, können Sie – falls bei Ihrem Boden erforderlich – etwa einen Spatenstich tief mit Sand und Kies abmagern und eine Handvoll Kalk dazu geben. Das ganze im Frühjahr mit einem halben Eimer Kompost beleben. Sandige Böden hingegen können Sie für den Anbau von Liebstöckel, Rosmarin, Salbei und dergleichen jetzt entsprechend mit Lehm und später mit einem ganzen Eimer Kompost anreichern. Ein paar große Steine im Beet verteilt, sorgen bei den Wärme liebenden Kräutern als Wärmespeicher für besseres Wachstum.
Notbremse: Wenn Sie der Ackerwinde bis zum Frühjahr nicht Herr werden sollten: Bedecken Sie das Beet mit dunkler Mulchfolie und Pflanzen Sie die Kräuter in diese Mulchfolie.


Frage von Marita H.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
seit zwei Jahren steht unser Apfelbaum im Mai in voller Blüte. Dann fallen alle Blüten ab. Im vorigen Jahr habe ich dies auf das schlechte Wetter geschoben, aber in diesem Jahr waren auch sonnige Tage und die Bienen sind auch geflogen. Was könnte die Ursache sein?

GARDENA Gartenexperte:

So wie Sie es mir beschreiben hat das Ganze seine Ursache darin, dass die Blüten nicht richtig befruchtet worden sind. Bei Äpfeln muss man darauf achten, dass für eine Sorte geeignete Befruchtersorten als Pollenspender zur Verfügung stehen. Und offenbar steht für Ihren Baum kein Passender im Bieneneinzugsgebiet (ca. 50 bis 200 Meter). Am einfachsten ist es, mit dem Namen Ihrer Apfelsorte in der Tasche in Ihrer Baumschule bzw. Ihrem Gartencenter nachzufragen, welche Apfelsorte für diese als Pollenspender geeignet ist – am besten gegenseitig befruchtungswirksam. Davon eine Miniausgabe in den Garten gepflanzt und es sollte endlich klappen mit der Ernte von den eigenen Apfelbäumen.


Frage von Rainer P.:

Hallo Herr Kötter,
die Blätter unserer Fetthennen werden von Maden, die in den Blättern leben, ausgesaugt. Übrig bleiben nackte, kahle Stängel. Was kann ich dagegen tun? Bis jetzt konnte mir keiner weiterhelfen. Gibt es etwas dagegen zum Spritzen? Ich hoffe sie können mir weiterhelfen. Im Voraus vielen Dank.

GARDENA Gartenexperte:

Da sind offenbar Minierfliegen, Miniermotten oder dergleichen am Werk. Die legen ihre Eier in die Fetthennenblätter und die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich vom Blattgewebe, durch das sie sich hindurch fressen. So im Blatt geschützt, sind sie tatsächlich schwierig zu bekämpfen. Einfach aufgesprühte Pflanzenschutzmittel erreichen sie nicht. Die Blätter zu entfernen und so die Generation zu verkleinern, ist eine Möglichkeit der Bekämpfung. Sollten Sie tatsächlich chemisch bekämpfen müssen oder wollen, sollten Sie nach meiner Einschätzung mit dem Präparat „BI 58“ (von Compo) erfolgreich sein. Das ist ein systemisch wirksames Mittel. Es wirkt also von innen aus der Pflanze heraus und erwischt somit auch die Maden im Blatt.


Frage von Jörg D.:

Wir mussten an unserer Terrasse einen Pflaumenbaum entfernen weil er jedes Jahr so verlaust war und wir schon nicht mehr vorbei gehen konnten, ohne uns zu ekeln. Das Problem ist aber, es war unser Schattenbaum für die Terrasse. Jetzt unsere Frage: Gibt es einen Baum oder Strauch der schnell wächst und uns bald wieder Schatten spendet? Wir bedanken uns jetzt schon für Ihre Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Da gibt es eine Reihe von Pflanzen die dazu in Frage kommen. Welche sein könnte, gilt es allerdings anhand Ihres genaueren Bedarfs abzuwägen: Wie viel Platz haben Sie? Was für einen Boden und welche Wetterlage haben Sie an der Stelle im Garten? Wie groß darf die Pflanze werden? Soll es grünlaubig sein, rotlaubig, buntlaubig? Soll es blühen, fruchten? Sie sehen: All das sind Dinge, die ich aus der Ferne nicht für Sie bewerten kann, weswegen ich mich mit einer konkreten Empfehlung für Sie mehr als schwer tue.
Generell jedenfalls dieser Hinweis: Wenn Sie einen Baum pflanzen beachten Sie, dass der nicht einfach als Schattenbaum an die Terrasse gepflanzt wird, das erfüllt oftmals nicht seinen Zweck. Häufig ist nämlich die Sonnenwärme lästig, die unter der Krone hindurch und an ihr vorbei die Terrasse erreicht. Vielmehr müssen Sie das Ganze vom tatsächlichen Schattenwurf aus betrachten und dabei die tagsüber sowie im Laufe des Sommers sich ändernden Sonnenstände mit ins Kalkül ziehen. Der Baum muss also so platziert sein, dass sein Schatten tatsächlich die Terrasse bedeckt. Das bedeutet in der Regel einen deutlich von der Terrasse abgerückten Standort für den Baum, als direkt neben dem Randstein der Terrasse. So genannte kleinkronige Bäume, wie Kugelakazien oder Kugelahorne, sind häufig verwendete allerdings Scheinlösungen, da ihre kleinen Kronen zwar wenig Platz im Garten in Anspruch nehmen, aber nicht wirklich eine tolle Schattierleistung haben. Insofern verwende ich selber mitunter lieber schnell wüchsige, preiswerte Sträucher, wie Traubenkirsche. Die sind dann vom Boden ab verzweigt und liefern als ein Großstrauch weitaus zuverlässigeren Schatten, verglichen mit einem kleinkronigen Gartenbaum.


Frage von M.H.:

Hallo!
Gibt es einen guten Tipp, Giersch endgültig loszuwerden?

Der GARDENA Gartenexperte:

Hierzu empfehle ich Ihnen das an dieser Stelle schon häufiger gegen Girsch angeratene „Finalsan GierschFrei“ von Neudorff.


Frage von Birgit W.:

Hallo lieber Gartenexperte,
meine Rose im Kübel hat diesen Sommer ganz verblasste Blätter bekommen, die auch noch klebrig waren. Die Blätter sind dann dürr geworden und ich habe die Rosen zurückgeschnitten. Ungeziefer habe ich keines gesehen. Was könnte das gewesen sein?
Außerdem habe ich noch eine Rose die im Garten angepflanzt ist, diese bekommt jedes Jahr braune Flecken auf den Blättern, die dann abfallen bis kein Blatt mehr an den Rosen ist. Was ist das, und was kann ich dagegen tun?

GARDENA Gartenexperte:

Wenn es um klebrige Blätter geht sind üblicherweise Läuse im Spiel – Blattläuse oder Napfschildläuse. Bei Ihren Rosen tippe ich auf Blattläuse, auch wenn die zwischenzeitlich nicht mehr anzutreffen waren, weil sie möglicherweise bereits die Gartenvögel abgesammelt hatten. Um Blattläuse an Kübelrosen zu bekämpfen reicht meist schon das zwei, dreimalige Abpinseln aus, um die Kolonie zu zerstören.
Die blassen Blätter Ihrer Rose sind auf eine Fehlernährung zurückzuführen. Rosen sind so genannte Starkzehrer die viel Masse bilden und daher auch kräftig gefüttert sein wollen. Verwenden Sie als Basis dieser Düngung beim Pflanzen immer eine hochwertige, möglichst tonreiche Erde. Düngen Sie die Rosen ab sechs Wochen nach dem Pflanzen zwischen Anfang April und Mitte August alle sechs Wochen mit einem Volldünger.
Was schlussendlich die Blattflecken auf Ihren Rosen betrifft, so handelt es sich dabei um einen Pilzbefall (Sternrußtau). Der lässt sich mit Fungiziden aus dem Fachhandel gut bekämpfen. Noch besser ist es von vornherein Rosen zu pflanzen, die erwiesenermaßen weitestgehend pilzfest sind (siehe auch: www.adr-rose.de und www.kordes-rosen.com ).


Frage von Heinrich A.:

Hallo, Herr Kötter,
wann kann ich die Bayernfeige Violetta umpflanzen? Im Frühjahr, oder schon im Herbst?

GARDENA Gartenexperte:

Warten Sie mit dem Umpflanzen bis in den März / April. Feigen sollen fest eingewurzelt in den Winter gehen, dann sind sie frostfester.


Frage von G.u.J.M.:

Hallo und guten Tag,
wir haben in unserem Kleingarten einen Harlekin-Weide-Baum. Er ist schon sehr groß und hat eine ausladende Krone. Nun haben wir festgestellt, das am Boden immer wieder "Sägemehl" ist und sich am Stamm kleine und größere Bohrlöcher befinden. Auch nach Anbringung eines Leimringes gehen die Bohrungen durch den Ring. Man konnte auch einen kleinen "Wurm" erkennen. Was könnte das sein? Ist der Baum noch zu retten? Für eine Antwort wären wir sehr dankbar.

GARDENA Gartenexperte:

Ist der Stamm einmal gelöchert so können sehr schnell Pilze Einzug halten, die das Holz des Baumes angreifen und es zersetzen. Grundsätzlich ist es aber so, dass die Holz fressenden Larven (meist Käferlarven) speziell Totholz besiedeln. Deswegen mein Rat: schauen Sie mal nach, ob dieser Larvenbefall nicht bereits ein Sekundärbefall auf bereits abgestorbenem Holz ist. Mögliche Ursache: Die Weidenstämmchen bekommen im Winter vergleichsweise häufig Frostrisse, an der südlichen Stammseite. Dabei stirbt Rindengewebe ab und auch darunter liegendes Holzgewebe. Zur Reduzierung des Larvenbefalls könnten Sie die Wunde mit einem scharfen Messer bis ins gesunde Gewebe hinein reinigen und sie anschließend mit Kunstrinde abdecken. Sie könnten auch versuchen, die bereits im Holz sitzenden Insektenlarven mit einem systemisch wirksamen Insektizid zu bekämpfen (vgl. Antwort oben, zu den Maden in Fetthennenblättern, von Rainer P.). Im Holz funktioniert das Präparat aber weniger gut als in einem krautigem Gewebe. Je nachdem, wie stark der Stamm nun letztendlich bereits geschädigt ist kann es also durchaus sein, dass Sie alles in allem so langsam ans Nachpflanzen des Bäumchens denken müssen. Aber Weiden sind zäh...


Frage von Bernhard O.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wir haben einige Obstbäume in Garten (Apfel, Birne, Kirsche usw.). Diese sind alle in Buschgröße, also eher klein. Als Maßnahme gegen Unkraut haben wir diese Bäume mit Rindenmulch abgedeckt bzw. die ganze Fläche etwa 4-5 cm.. Schadet das den Bäumen?

GARDENA Gartenexperte:

Baumscheiben sinnvoller Weise mit Mist, Kompost oder Mulch zu bedecken, war Jahre lang Lehrmeinung. Inzwischen ist man davon aber wieder abgerückt, speziell bei Buschobst, Spalieren und Spindelbüschen, die allesamt auf schwach wachsenden Veredelungsunterlagen stehen. Denn es gilt die Erfahrung: Je schwächer wachsend diese Veredelungsunterlage ist, desto stärker sind ihre Wurzeln auf einen gut durchlüfteten Boden angewiesen. In Obstplantagen hält man daher den Pflanzstreifen inzwischen bodenoffen. Unkraut auf Baumscheiben zu hacken ist also die bessere Bekämpfungsvariante, zumal das Hacken zeitgleich den Boden öffnet und belüftet.


Frage von Günther H.:

Ich habe mit meinem Rasen ein Problem und hoffe auf Ihre Hilfe! Es geht um folgendes:

Im Rasen bilden sich - speziell in der Nähe der Koniferen - größere Flecken mit sehr niedrigen "roten/lila"(?) Klee mit gelben Blütchen.
Frage: Was ist die Ursache und wie kann ich den niedrig wachsenden Klee bekämpfen?

GARDENA Gartenexperte:

Das Unkraut im Rasen das Sie beschreiben ist Sauerklee (Oxalis corniculata). Es wächst bevorzugt auf sauren Böden.
Direkt bekämpfen können Sie es mit einem Herbiziden, wie Universal-Rasenunkrautfrei Loredo®, von Bayer Garten.

Gleichzeitig deutet sein Gedeihen darauf hin, dass der Boden am Wuchsort zu kalkarm sein könnte (ggf. Bodentest machen: Bodenprobe mit Aqua dest. mischen und mit pH-Teststreifen den pH-Wert checken. Idealerweise beträgt der Boden-pH-Wert für Rasen 5,5 bis 7.
Mit je 100 Gramm Gartenkalk verändern Sie den pH-Wert um je einen Punkt nach oben. Messen Sie also pH 4,5, so benötigen Sie 100 - 150 Gramm/m2 Gartenkalk, um auf pH 5,5 - 6,0 zu kommen. Als jährliche Erhaltungskalkung, speziell auf Sandböden, sind dann 50 Gramm/m2 erforderlich.


Frage von Walter S.:

Unsere Thujenhecke (ca. drei Jahrzehnte alt und ca. zwei Meter hoch) ist hinter der Verschattung von Pergolastehern kahl und vertrocknet (auf 15 m Länge sind das ca. drei Stellen). Wir demontieren die Pergola und möchten die Hecke als Sichtschutz zum Nachbarn neu gestalten.
Die betroffenen Stellen möchten wir durch schmale Holzelemente kaschieren und der anschließenden Hecke Gutes tun.
Frage: Durch welche Maßnahmen könnten wir die Thujenhecke wieder attraktiv, grün und wüchsig erhalten; wie, wann und womit sollte man düngen und wie und wann schneiden? Vielen herzlichen Dank.

Der GARDENA Gartenexperte:

Mir ist nicht ganz schlüssig, lieber Herr S., warum Sie die angekündigten schmalen Holzelemente anbringen wollen, denn auch diese wirken ja wieder mehr oder minder schattierend. Ich habe die von Ihnen beschriebene Situation nun nicht exakt in all ihren zusammenwirkenden Gegebenheiten vor Ort vor Augen, halte aber entlang Ihrer Beschreibung folgendes Vorgehen für zielführend: Schneiden Sie noch jetzt im Herbst alles Totholz der kahlen Stellen heraus. So bekommen Stamm und verbliebene vitale Zweige einen Lichtreiz, der im kommenden und in den Folgejahren für erneuten Austrieb der Thuja sorgen kann. Generell treibt Thuja willig aus dem alten Holz neu aus. Unterstützen Sie die Austriebswilligkeit mit zwei Volldüngergaben pro Jahr: eine Mitte/Ende März, eine weitere Mitte/Ende Juni. Geben Sie dann jeweils etwa 50 Gramm/m2 Dünger auf den feuchten Boden und wässern Sie das ganze bei Trockenheit, dass der Dünger auch tatsächlich nicht im Regenschatten der Thuja liegen bleibt sondern an die Wurzeln gelangt. Stickstoff ist die „Hefe“ der Pflanze, die für Austrieb sorgt. Insofern dürfte die Kombination von a) Lichtreiz schaffen und b) mit Stickstoff die Pflanze zu „locken“ Erfolg versprechend sein.