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Ist es Ihnen auch schon so gegangen? Sie haben eine tolle Pflanze – und irgendwann ist Ihnen deren Name entfallen. Dabei würden Sie sie jetzt so gerne nachkaufen. Frau M. ist es so mit ihren Geranien ergangen – was also tun? Weiter geht´s dann in diesem aktuellen GARDENA-Newsletter mit Rosen, mit Aeonium als Kübelpflanzen, mit Pampasgras, Feuerlilie und Gartenfarn. Da ist doch bestimmt auch für Sie ein spannender Tipp dabei, nicht wahr? Viel Spaß beim Stöbern!

Frage von Gabriele M.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
auch ich möchte nun eine Frage an Sie stellen: Ich habe vor einigen Jahren einen Ableger einer wunderschönen seltenen Geranienart erhalten und inzwischen einen ein Meter hohen stattlichen Busch herangezogen. Das besondere an dieser dekorativen Geranienart ist die Blattmusterung: Die ist hellgrün und hat einen relativ breiten weisen Rand.
Sie blüht rosa mit vielen kleinen Blüten an einer Dolde, welche nicht herabfallen und schnell Flecken auf dem Boden verursachen, sondern sie trocknet an der Dolde und lässt sich von da leicht entfernen.
Nun will jeder, der diese schöne Pflanze sieht, wissen wie sie heißt und wo man sie kaufen kann. Können Sie mir da eventuell helfen? In Koblenz auf der Bundesgartenschau habe ich letztes Jahr auch so eine Geranienpflanze gesehen, jedoch rot blühend. Diese würde mich auch interessieren, jedoch komme ich über diverse Suchbegriffe im Internet nicht weiter. Bitte helfen Sie mir bei der Namensfindung und eventueller Bezugsquelle. Vielen Dank im Voraus.

Der GARDENA Gartenexperte:

Da helfe ich gerne weiter, liebe Frau M., was aber nicht so ganz einfach ist und insofern nicht zwingend von Erfolg gekrönt. Hintergrund ist, dass der Sortenmarkt für Pelargonien nahezu unüberschaubar ist. Es gibt bereits tausende Sorten im Markt und jährlich kommen neue hinzu. Dabei ist das Bessere der Feind des Guten. So verschwindet eine Sorte durchaus wieder vom Markt. Sofern sie nicht als wichtige Genreserve von züchterischem Belang ist, landet sie dann auch schnell in der Versenkung. Zu einer Geraniensorte im Nachhinein den Namen ermitteln – das kann eng werden!
Sie schreiben „Geranienart“, liebe Frau M.. Hier müsste man nun schauen, ob es tatsächlich eine Art ist (im Sinne einer Wildpflanze), oder aber eine Sorte (im Sinne einer Züchtung).
Der bundesweit beste Kenner von Geranien-Wildarten und deren Züchtungen, der bedeutendste Sammler all dessen hierzulande und eine Fundgrube für Menschen mit Spaß an z.B. Duftgeranien, ist sicherlich Dieter Stegmeier in Essingen ( www.pelargonien-stegmeier.de ). Wenn Sie ihm eine Pflanzenbeschreibung mit Bild zukommen lassen, kann er die Suche möglicherweise sinnvoll eingrenzen oder kann vielleicht sogar mit einem konkreten Namen weiterhelfen.
Ein weiterer Hinweis: Googeln Sie doch mal Bilder zu den Begriffen „Blattschmuckgeranien“ oder „Blattschmuckpelargonien“ – möglicherweise taucht Ihre Art bzw. Sorte ja hier irgendwo archiviert auf.
Und dann sind da noch die Pelargonienzüchter, wie z.B. Dümmen ( www.redfox.de ), Elsner ( www.pac-elsner.com ), Endisch ( www.geranien-endisch.de ) Selecta Klemm ( www.selectaworld.com ), Syngenta ( www.syngentaflowersinc.com ) oder Silze ( www.silze.de ). Bei denen kann man ebenfalls Anfragen stellen, ist dort aber im Profibereich unterwegs – die sind nicht wirklich auf Endverbraucherfragen eingestellt, aber möglicherweise behilflich. Recherche hier kommt eher einem Ritt durch die Instanzen gleich, vermute ich. Es kann ja kaum jemand sagen, ob die gesuchte Pflanze eine neuere Sorte ist, oder eine uralte.
Was die zweite Pelargonie angeht, diejenige auf der Buga 2011 in Koblenz, da hilft letztlich auch nur eine Rückwärts-Recherche beim Veranstalter ( www.buga2011.de ). Über den müssten Sie sich zum Planer des betreffenden Beetes bzw. zum Aussteller der Sorte auf der betreffenden Fläche zum entsprechenden Zeitpunkt vorarbeiten und dann bei diesem den Sortennamen erfragen.
Insofern an dieser Stelle noch einmal der Tipp für alle Leserinnen und Leser des GARDENA-Newsletters: Sortennamen von interessanten Pflanzen immer frühzeitig notieren – und sicher archivieren. Denn unnotiert, weiß man erfahrungsgemäß schon bald nicht mehr den Namen der Apfel-, Rosen- oder Tulpensorte, die man gepflanzt hat.


Frage von Erika M.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
da ich bis jetzt nicht dazu gekommen bin all meine Rosen zu schneiden (ich bin nicht immer beim Haus anwesend), frage ich Sie: Bis zu welcher Zeit ist es möglich, die Rosen zu schneiden?

Der GARDENA Gartenexperte:

Solange es noch keinen Schnee und keinen strengen Frost hat, liebe Frau M., können Sie den Herbstschnitt noch machen. Jetzt im Herbst nimmt man ja eh nur alte Blüten, alle Hagebutten und die nicht ausgereiften Stiele ab – kurzum: In aller Regel schneidet man die Rosen jetzt um etwa ein Drittel zurück. Der Feinschnitt kommt ja dann erst im Frühjahr, nach dem Frost.


Frage von Bernie Z.:

Müssen Farne zurückgeschnitten werden? Wenn ja, welche und wann? Für Antwort im Voraus besten Dank.

Der GARDENA Gartenexperte:

Die sommergrünen Gartenfarne können Sie vor Wintereinbruch zurückschneiden, lieber Herr Z.. Die Immergrünen schneidet man – bestenfalls – im Frühjahr zurück. Dabei muss man aber sinnig vorgehen, am Austrieb entlang: Wenn Sie nämlich zu spät (nach dem Austrieb) zurückschneiden, ist der leicht mit abgeschnitten, wenn man nicht aufpasst. Schneiden Sie hingegen zu früh (deutlich vor dem Austrieb) ist der bestehende Blattschmuck dahin und man wartet recht lange auf die neuen Blätter. Am besten also überschüssige immergrüne Farnblätter mit Austriebsbeginn entfernen, dann ist die optische Wirkung des immergrünen Farnes im Garten lediglich für die kurzmöglichste Zeit beeinträchtigt.


Frage von Thomas H.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
meine Feuerlilie erfreut uns jedes Jahr von neuem. Die Blätter bleiben bis zum Frost schön grün und verfärben sich erst über den Winter. Wenn man im Frühjahr das Kraut entfernt, kann man schon manchmal auch den grünen Austrieb erwischen. Ist der Rückschnitt im Herbst oder im Frühjahr empfehlenswert?

Der GARDENA Gartenexperte:

Wo es optisch nicht stört, dass den Winter über die alten Stängel im Beet stehen, schneide ich Lilium bulbiferum lieber im Frühjahr zurück. Sie haben Recht, da muss man dann wegen des Neutriebes etwas aufpassen, aber ich habe bei Zwiebelpflanzen die Grundhaltung: Erst die Triebe möglichst komplett einziehen lassen, dann abschneiden.


Frage von Uta W.:

Hallo,
könnten Sie mir bitte einen Tipp geben, wie Pampasgras winterfest gemacht wird?! Schneidet man die "Wedel" raus?

Der GARDENA Gartenexperte:

Die „Wedel“, also die Blütenstände, können Sie entfernen und als trockenen Vasenschmuck verwenden, liebe Frau W.. Den Rest der Pflanze einmal so etwa 30 Zentimeter über dem Boden und ein weiteres Mal auf halber bis zwei Drittel Höhe zusammenbinden, damit das „Herz“ vor Nässe geschützt ist. Winterliche Nässe ist für Cortaderia selloana häufiger tödlich als trockene Kälte. Daher auch auf guten Wasserabzug im Winter achten, also an gefährdeten Standorten schon beim Pflanzen für gute Bodendrainage, guten Wasserabzug, sorgen. Die zusammengebundene Pflanze mit Fichtenreisig bedecken, an exponierten Stellen rundum mit einer Rohrmatte umgeben. Nach Möglichkeit auch den Boden im Wurzelbereich schützen: Beispielsweise mit einer Laubauflage oder Fichtenzweige. Das rosa Pampasgras (‚Rosea’) ist insgesamt empfindlicher als das weiß blühende.


Peter Rütger W.:

Verehrter Gartenexperte!
Was sollte man in zwei Rosenbeeten tun, die getrennt voneinander existieren, aber Jahr für Jahr trotz Spritzbekämpfung zum Sommerausklang von Mehltau und Rosenrost befallen werden? Ich sammle – so gut es geht – jedes Rosenblatt von den Beeten und entsorge sie über die normale Mülltonne, lasse sie also nicht in den Komposter marschieren. Neben den Rosen steht auch Flox, der ebenfalls Opfer des Mehltaus wird. Ein Dankeschön im Voraus für Ihre Bemühungen

Der GARDENA Gartenexperte:

Der beste Pflanzenschutz ist, lieber Herr W., pilzfeste Rosensorten zu pflanzen, wie sie etwa als ADR-Rosen ausgewiesen sind ( www.adr-rose.de ) bzw. die Pflanzen bei Rosenzüchtern einzukaufen, die sich auf blattgesunde Sorten spezialisiert haben ( www.gartenrosen.de ). ADR-Rosen finden Sie darüber hinaus in Ihrem Regionalbereich in einer Baumschule oder einem Gartencenter ausgewiesen. Bei Ihnen z. B. beim Gartencenter verde.
Da dieser Rat aber nur bedingt hilfreich ist, also speziell bei Neuanpflanzung, müssen Sie bis dahin ja noch mit dem Bestand klar kommen: Sie tun folglich gut daran, wie von Ihnen beschrieben das befallene Laub weitestgehend zu entfernen. Aber im Spätsommer ist das Kleinklima nun mal so wie es ist. Wenn die Nächte kälter werden, kommt auch der Mehltau. Und je feuchter es ist, desto eher meldet sich Sternrußtau dazu. Durch ein wohl belüftetes Beetumfeld, welches hohe Luftfeuchte zügig abtransportiert und die Pflanzen schnell abtrocknet, lässt dich das ganze vom Umfeld her noch etwas eindämmen. Deswegen die Rahmenbepflanzungen für Rosenbeete immer schön luftig halten.
Mit den rosenbegleitenden Phloxen können Sie durchaus den Infektionsdruck des Mehltaus auf Ihre Gartenrosen erhöhen, da Phlox selber – je nach Sorte und Jahr – mehr oder minder mehltauempfänglich ist. Herr Köhlein vom Gartencenter verde ist übrigens Staudenspezialist – er kann Ihnen sicherlich eine Liste mit für Sie gartengerechten Rosenbegleitstauden empfehlen. Dann können Sie Ihre schönen Phloxe besser an weniger „gefährlichen“ Stellen in Ihrem Garten umsiedeln.
Dann sagten Sie letztendlich, lieber Herr W., dass Sie im Rosenbeet auch chemischen Pflanzenschutz betreiben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie von Spritzanwendung zu Spritzanwendung den Wirkstoff wechseln, um Resistenzbildungen bei den Pilzen zu verhindern. Das bedeutet, dass Sie nicht nur das Präparat wechseln, sondern tatsächlich den Wirkstoff – es können unterschiedliche Präparate verschiedener Hersteller durchaus denselben Wirkstoff enthalten. Auch dazu berät man Sie in der Pflanzenschutzabteilung Ihres Gartencenters bzw. Ihrer Baumschule mit konkreten Produktempfehlungen. Je nach Wetter, sollten Sie damit vorsorgend wöchentlich, spätestens zweiwöchentlich spritzen.


Frage von Ina H.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich lese immer mit großem Interesse Ihre Expertentipps. Nun habe ich selbst mal eine Frage. Vor ca. 8 Jahren habe ich diese Pflanze (siehe Bild) mit einer Höhe von damals zehn Zentimeter gekauft. Jedes Jahr gedeiht sie mehr. Wenn Zweige abbrechen und ich diese in die Erde stecke, schlagen sie sehr schnell Wurzeln. So habe ich schon einigen Freunden eine Freude mit Ablegern machen können. Leider muss ich sie jedes Jahr zur Überwinterung in eine Gärtnerei abgeben, was nicht gerade kostengünstig ist.
Meine Fragen nun: Wie heißt dieser Exot? Wie kann ich diese evtl. zu Hause überwintern? Im Sommer steht sie draußen. Würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören. Alles Gute.

Der GARDENA Gartenexperte:

Die Pflanze, von der Sie mir ein Bild geschickt haben, liebe Frau Z., ist – soweit ich es darauf erkennen kann – Aeonium arboreum, das Rosetten-Dickblatt aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der sukkulente Halbstrauch ist in Marokko beheimatet und erreicht hierzulande als Kübelpflanze etwa einen Meter Höhe. Entsprechend seiner Heimat, überwintern Sie ihn am besten hell und bei etwa 10 bis 12 °C – dann als eine typische „Flur- und Treppenhauspflanze“. Dabei leicht feucht bis trocken halten und besonders im Spätwinter auf ggf. Befall mit Wollläusen achten. Da Aeonium recht gut schnittverträglich ist, können Sie sie durchaus so in Form schneiden, dass Sie sie dann leichter daheim überwintern können – sofern es der Platz und die Standorterfordernisse der Pflanze während des Winterhalbjahres bei Ihnen zulassen. Die Pflanze gibt´s übrigens auch dunkelrotblättrig (Sorte ‚Attropurpureum’).