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Gartengestaltung und Pflanzenschutz bestimmen diesmal die Themen Ihres GARDENA-Newsletters. Was sagt uns das? Wir sind im Frühjahrsgarten angekommen! Viel Spaß beim Gärtnern und natürlich beim Lesen der hier nun wieder aufgeführten Antworten zu aktuellen Leser-Anfragen.

Frage von Sabine H.:

ich habe Angst dass auch meine schönen Buchsbaumhecken von dem Buchsbaumsterben befallen werden und komplett absterben. Noch ist alles gesund. Was kann ich tun, damit es so bleibt??

GARDENA Gartenexperte:

Weil das Buchsbaumsterben ja durch Blattpilze verursacht wird, ist es zum einen wichtig, für schnelles Abtrocknen der feuchten Blätter nach jedweglichen Niederschlägen zu sorgen. Dazu sollte der Buchs frei und luftig, wenngleich nicht zugig stehen. Ausreichende Stärkung ist hilfreich, indem Sie die Pflanzen z. B. mit speziellem Buchsbaumdünger versorgen. Schlussendlich können Sie die Pflanze mit einem Stärkungspräparat behandeln, das die gesamte Pflanze vitalisiert. Es kräftigt sowohl die Blätter, als auch die Abwehrkräfte der Pflanze (Pflanzen-Elixier, von Neudorff)


Frage von Birgit L.:

Guten Morgen,
vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus. Ich habe einen großen wilden Garten mit Hängen und steiniger Erde. Die Hänge möchte ich gerne mit bodenbedeckenden Pflanzen und Blumen bepflanzen. Es ist wichtig, dass ich nicht jeden Frühling wieder erneut zu viel pflanzen muss, denn ich möchte etwas, dass den Winter samt Minustemperaturen übersteht und dann wieder blüht und wächst. Somit wird die Fläche Jahr für Jahr mehr überwachsen. Ich mag gerne duftende Sträucher mit farbigen Blüten. Kann ich Jasmin und Buschröschen oder Lavendel auf diesem Boden pflanzen? Bitte schlagen Sie mir etwas vor. Außerdem möchte ich gerne wissen, ob ich erst düngen muss. Viele Grüsse!

GARDENA Gartenexperte:

Ich fasse das mal zusammen, liebe Frau L.: Es ist ein großer Garten, ein Naturgarten in Hanglage und der Boden ist steinig. Sie sind auf der Suche nach einer pflegeleichte Dauerbegrünung, bunt blühend und, wo möglich, duftend. Was ich noch wissen müsste, das wäre die Ausrichtung des Geländes zur Wetterseite hin – ob es also eher eine sehr sonnige, vielleicht sogar sommerheiße Lage ist, oder eine durch Bäume oder Gebäude eher schattierte – und wie frostgefährdet die Lage ist. Unbesehen ist eine verbindliche Vorschlagsliste grundsätzlich schwierig, weil die Pflanzenauswahl wesentlich situativ vorgenommen werden muss. Was ich aber gerne für Sie machen kann ist, Ihnen ein paar Tipps zu geben, in welche Richtung Sie bei Ihrer konkreten Auswahl in Baumschule bzw. Gartencenter möglicherweise losmarschieren könnten.

Sie fragen zunächst nach Rosen und Lavendel. Wenn der Boden ausreichend tiefgründig locker und der Standort sehr sonnig ist, dann können dort Rosen geeignet sein, wahlweise niedrige Beetrosensorten oder auch Zwergstrauchrosen, die nannte man früher Bodendeckerrosen. Die können Sie dann kombinieren, mit Lavendel in vielen Sorten, aber auch mit Buchs oder Buchsersatz, mit Gräsern und typischen Rosenbegleiter-Stauden, wie Schafgarbe, Agastache (!), Stockrose, Sommeraster, Myrthenaster, Mädchenauge, Steinquendel (Calamintha) oder auch Rittersporn. Zur Auflockerung können Sie Strauchrosen mit integrieren. Wenn es dazu noch der von Ihnen angesprochene Jasmin sein soll, dann wählen Sie davon kleiner bleibende Sorten, wie die stark duftende `Dame Blanche´. Bei den Rosen darauf achten, dass Sie blattgesunde Sorten pflanzen, speziell ADR-Rosen. Eine breite Auswahl davon finden Sie hier: www.gartenrosen.de . Der Züchter Kordes hat sich nämlich auf gesund bleibende Gartenrosen spezialisiert.

Diese Kombination von Stauden und Zwerggehölzen können Sie über Rosen und ihre Begleiter hinaus auch generell fahren, in der Kombination von (Bodendecker)Stauden und kleineren bis mittleren Gehölzen. Bei den Stauden arbeitet man hier z. B. gerne mit Storchschnabel (Geranium, wie Geranium macrorrhizum in den Sortern `Spessart´ oder `Ingwersen´), Vinca, Waldsteinia, Tiarella (diese alle für [halb]schattige Lagen). Für sonnige Lagen können das auch spezielle Flächenkonzepte mit so genannten Freiflächen-Stauden sein. Die Konzepte bzw. Pakete haben dann Namen wie „Sommernachtstraum“, „Indian Summer“, „Pink Paradise“, „Silbersommer“ oder dergleichen und werden z.B. über den Staudenring vertrieben ( www.staudenring.com ) und folgen interessanten Farbkonzepten. Bleiben die Zwerggehölze: Hier sind Flächenbegrünungen mit den klassischen Bodendeckern wie Hypericum oder Kriechspindel ebenso möglich, wie Bodendecker, kombiniert mit Kleinsträuchern (wie Zwerg-Forsythien, Zwerg-Weigelien, Deutzia gracilis und all diese Dinge). Hier müssten Sie dann im einzelnen mal Kataloge wälzen und sich die Pflanzen live vor Ort in der Baumschule anschauen.


Frage von Patricia M.:

Hallo, mein Name ist Patricia M., wir habe eine altes Haus gekauft, mit einem etwa 500 m² großen Garten. Leider ist der nicht gepflegt worden. Meine Frage ist: Wie kann ich wissen, welche Pflanze ich ganz weg schneiden muss und welche ich nur teilweise schneiden muss? Brauche ich Dünger und Blumenerde im Blumenbeet, um da neu anpflanzen zu können? Wachsen Pflanzen auch dann, wenn es in die Erde Kieselsteine gibt (z.B. am Rande des alten Hoffweges)?

GARDENA Gartenexperte:

Das ist eine schwierige Frage, liebe Frau M., denn was soll ich Ihnen da raten? Im Grunde müssten wir da ja jede Einzelpflanze vor Ort einmal durchgehen, sie identifizieren und anschließend entscheiden, was mit der zu geschehen hat. Das ist ja über Mailkontakt gar nicht leistbar. Direkt vor Ort sehe ich zwei zielführende Möglichkeiten für Sie: Die erste ist, mit einem Fachmann gemeinsam den Garten zu sichten, den Bestand durchzuarbeiten und im Hinblick auf Ihr Nutzenkonzept für diesen Garten dann zu entscheiden, was an welcher Stelle sowie mit welchen Pflanzen wie und wann zu geschehen hat. Wenn Sie auf solche Direkthilfe nicht zurückgreifen können, dann bleibt Variante zwei, die langwieriger, aber eben auch besonders spannend ist. Lassen Sie zunächst einmal alles wachsen und erfahren Sie so, wie was wann blüht oder möglicherweise auch fruchtet. Damit haben Sie eine Entscheidungsgrundlage geschaffen um festzulegen, was Ihnen gefällt oder auch nicht, was weg kommt oder auch bleibt.


Anmerkung von Dietmar H.:

Sehr geehrte Damen und Herren,
habe heute die neuesten Informationen von Ihrem Gartenexperten gelesen. Auf die Frage von Christin A. zu „Unkraut auf geschottertem Weg/Kiesweg“ hat Ihr Gartenexperte leider nicht darauf hingewiesen, dass Unkrautmittel auf befestigten Flächen generell verboten sind. Ich bitte Sie, dieses richtig zustellen.

GARDENA Gartenexperte:

Danke für Ihren Hinweis, lieber Herr H. – Sie haben Recht mit Ihrer Anmerkung. Weil GierschFrei von Neudorff gleichsam ein „Bio-Herbizid“ ist war ich irrtümlich der Auffassung, dass auf Grund der Wirkstoff-Zusammensetzung (186,7 g/l Pelargonsäure, 30 g/l Maleinsäurehydrazit) die Anwendung überall im Garten zulässig wäre. Immerhin ist für das Präparat auch kein Gefahrensymbol erforderlich. Aber dennoch: Der Gesetzgeber sieht das alles strenger, unabhängig von jedwedem noch so harmlosen Wirkstoff. Er fordert vielmehr: “Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6 Abs. 2 und 3 PflSchG). Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören.“ Kurzum: Christine A. müsste also für die Anwendung von GierschFrei auf ihrem Kiesweg einen Antrag im oben genannten Sinne stellen. Für ein Kiesbeet als eine „gärtnerisch genutzte Freilandfläche“ hingegen müsste sie es offenbar nicht. So humorvoll immerhin bedenkt uns der Gesetzgeber in Sachen Gartenpraxis. Aber als gesetzestreue Bürger die wir alle sind und angesichts der grundsätzlichen Ernsthaftigkeit der sinnvollen Anliegen des Pflanzenschutzgesetzes, amüsieren wir uns folgerichtig nicht über das Wiehern des Amtsschimmels im Einzelfall.

Neudorff war übrigens schlussendlich so nett, für den vertieft interessierten Leser (gilt auch für Damen) den link zur Zulassung von „Finalsan Konzentrat GierschFrei“ im Haus- und Kleingartenbereich (HuK-Zulassung) für diesen Newsletter zur Verfügung zu stellen: www.neudorff-handel.de . Somit sollten wir nun zu diesem Aspekt rundum Rechtssicherheit haben.