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Alles neu macht der Mai! Was kann ich pflanzen, wenn es schnell wachsend und unkompliziert sein soll? Wie ist das mit Hornissen im Garten und kann man Scheinzypressen so schneiden, dass sie breiter wachsen?

Mit der begonnenen Rasensaison haben auch spezielle Rasenfragen unseren Gartenexperten erreicht. Herr Kötter steht Ihnen auch dabei mit seinem Rat gerne zur Seite!

Frage von B. v. d. G.:

Sehr geehrter Herr Kötter,

können Sie mir sagen welche Art Baum bzw. Busch, schnell wachsend und winterhart für meinen Garten, sonnig, geeignet ist und ob ich jetzt schon pflanzen soll. - Im Voraus danke für Ihre Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Wenn es schnell, preiswert und groß sein muss, dann pflanze ich in der Regel sehr gerne die Traubenkirsche, Prunus padus. Bitte nicht verwechseln mit der Späten Traubenkirsche, P. serotina.
Prunus padus ist winterhart und wüchsig, blüht im April/Mai mit weißen Blütentrauben, die einen intensiven Geruch nach Bittermandeln haben und Bienen anlocken.
Prunus padus bekommen Sie in Ihrer Baumschule als so genannte wurzelnackte Pflanze, also ohne Ballen. Das macht sie gegenüber Containerpflanzen deutlich billiger. Nehmen Sie dann die Größe 100/150 (Zentimeter) und pflanzen Sie sie jetzt bald. Nach dem Anwachsen in diesem Jahr, legt die Pflanze dann ab dem kommenden Jahr im Wachstum richtig los und wächst anfangs alljährlich um 60 bis 80 Zentimeter, wenn sie sie gut pflegen und füttern. Sollten Sie hingegen gleich eine größere Pflanze benötigen: Es gibt Prunus padus auch als Solitärs, mit Ballen, z.B. in den Größen 200/250 und 250/300.


Frage von Manfred M.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
vor vier Jahren habe ich an meinem Gartenzaun 20 Scheinzypressen gepflanzt. Nun sind diese etwa 1,80 Meter hoch. Wann sollte ich die Zypressen beschneiden, damit sie mehr in die Breite wachsen? -Im Voraus vielen Dank.

GARDENA Gartenexperte:

Upps – das wird schwierig, lieber Herr M., das über den Schnitt zu regeln. Scheinzypressen haben per se einen schlanken aufrechten Wuchs, je nach Sorte mehr oder minder schlank. Gelbe Scheinzypressen wachsen tendenziell etwas breiter als die blauen, aber es bleiben Scheinzypressen, so oder so. Auch funktioniert es nicht, die Stammspitze der Pflanze zu kappen, damit zerstören sie lediglich das optische Erscheinungsbild der Scheinzypressen. Insofern kann es dann, wenn die Pflanzen zu einer dichten Hecke zusammenwachsen sollen besser sein, statt Scheinzypressen Thujen zu pflanzen. Oder aber die Scheinzypressen dichter zu setzen. Wobei es aber auch dann im Bereich der oberen Hälfte der Pflanzen eine Weile bis zum Lückenschluss dauert. Kurzum: Da hilft beim Stand der Dinge in Ihrem Fall aktuell nur Geduld, bis die Pflanzen dichter zusammenwachsen.
Trostpflaster. Mit zunehmendem Alter weitet sich die breite der Scheinzypressen etwas. Und noch als Notnagel: Wenn Sie mit dem Gesamtbild so gar nicht zufrieden sind, nehmen Sie die Pflanzen noch einmal auf und verringern Sie den Pflanzabstand.


Frage von Lieselotte M.:

Hallo, Herr Kötter!
Mein Mann und ich sind "in die Jahre" gekommen und uns fällt die Gartenarbeit immer schwerer, zumal wir auch einen Gemüsegarten haben, auf den wir angewiesen sind.
So haben wir überlegt, wie wir unsere Gartenfläche gestalten können, um mit geringem Aufwand einen gepflegten Garten zu haben. Wir haben 3.000 qm, die natürlich überwiegend aus Rasen bestehen. Um jetzt alles detailliert aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen, zumal Sie ja mit den Angaben allein noch nicht viel anfangen können. Deshalb unsere Bitte bzw. Frage an Sie: Können Sie eine Firma oder einen Gärtner empfehlen, der in unserem Raum PLZ 26937 (zwischen Oldenburg + Wilhelmshaven) kompetent genug wäre, um unseren Garten neu zu gestalten? - Gern hören wir auf Ihren Rat.

GARDENA Gartenexperte:

Im nahen Umkreis um Ihren Wohnort, liebe Frau M., habe ich gleich mehrere Garten- und Landschaftsbau-Gärtner, die Ihnen da helfen könnten. Nun kenn ich deren Betriebe, Arbeitsweisen und abgelieferte Leistungen natürlich nicht im Einzelnen. Aber gehen Sie bitte mal auf die Website http://www.galabau.de/. Da finden Sie rechts oben eine Suchmaske, in die Sie Ihre PLZ plus den Suchradius, z.B. 20 km, eingeben können. Von den danach ausgewiesenen Fachbetrieben müssten Sie sich dann einmal ein persönliches Bild machen um für sich zu ermitteln, welcher nach ihrer Auffassung am besten zu Ihnen passt.


Frage von Barbara und Wolfgang G.:

Guten Tag, Herr Kötter!
Ob Sie mir auch hier eine Antwort geben können was das ist, wer sich da an unserer Schuppentür innen ein Haus gebaut hat? Eine Wespe, Biene oder Hummel? Aufgenommen hat das Foto unsere Tochter im Mai vergangenen Jahres. Da wir oft nur am Wochenende unseren Garten nutzen können, waren wir überrascht von so einem feinen Bau, den wir bis dahin nicht beobachtet hatten. Viele Grüße und besten Dank für die vielen guten Ratschläge und Tipps!

GARDENA Gartenexperte:

Biene und Hummel scheiden aus, liebe Familie G., weil sie andere Nestertypen bauen. Das was Sie mir da zeigen, sieht nach Wespe oder sogar – der Größe wegen – nach Hornisse aus. Zu beiden Nestern etwa zwei bis vier Meter Sicherheitsabstand halten, dann können Sie sich an einem munteren Insektenvolk erfreuen, das in Ihrem Garten ein eifriger und effektiver Insektenjäger ist. Entfernen dürfen Sie die Nester „im Betrieb“ laut Naturschutzgesetz übrigens nicht. Nur wenn es zu ernsthaften Beeinträchtigungen für Ihre Familie kommen sollte, besteht die Möglichkeit einer genehmigten Umsiedlung des Volkes. Auf der Website www.hornissenschutz.de finden Sie echt spannende Hornissen-Infos. Die weithin verbreitete Angst vor Hornissen ist zu allermeist unbegründet. Ziemlich unten auf der Webseite gibt es die Rubrik „Fachleute in Ihrer Nähe“. Hier finden Sie Hornissenkenner, die Sie zu „Umzugsfragen“ ggf. konsultieren können.


Frage von Nicole R.:

Was ist zu tun, wenn der Rasen seit Jahren nicht gemäht wurde und alles verwildert ist? Der Rasen liegt um und es ist alles braun. Was soll ich als erstes tun und ab wann kann ich das erste Mal mähen?

GARDENA Gartenexperte:

Unter diesen Umständen sollten Sie den Rasen jetzt sehr zeitnah mähen. Im ersten Schritt einmal auf mittlerer bis hoher Mähstufe (wahlweise mit einem Balkenmäher), im zweiten Schritt auf Endhöhe (niedrige bis mittlere Mähhöhe, Halmlänge etwa drei bis vier Zentimeter). Geben Sie dem Rasen eine leichte Düngung („halbe Menge“) und schauen Sie, mit welchem Ergebnis sich der Rasen mit seinem Austrieb zurückmeldet. Mähen Sie dabei zunächst am besten wöchentlich, damit sich der Halm wieder kräftig bestockt. Hat sich der Rasen dann im Frühsommer erholt, vertikutieren Sie ihn und säen ihn ggf. in seinen Lücken nach.
Sollte sich nach dem ersten Mähen jetzt im Frühjahr aber zeigen, dass sich voraussichtlich kein vernünftiges Rasenbild mehr einstellen wird – etwa dann, wenn die Fläche vielfache Lücken ausweist –, dann lassen Sie die Fläche am besten einfräsen und neu einsäen.


Frage von Klaus D. M.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
habe leider von einem so genannten Fachmann meinen Rasen letztes Frühjahr anlegen lassen und bin leider reingefallen. Statt der angebotenen Feinplanie wurde nur gewalzt und eingesät. Das Resultat war ein „buckliger“ Rasen auf nassem Lehmboden und damit Staunässe. Die großen Steine, zum Teil größer als ein Kinderkopf, haben wir zwischenzeitlich entfernt. Kann ich dieses inakzeptable Ergebnis noch verbessern? - Besten Dank für Ihre Hilfe.

GARDENA Gartenexperte:

Das hätten Sie gleich beim Erkennen des Sachmangels beim ausführenden Betrieb reklamieren müssen, lieber Herr M.. Aber dazu ist es jetzt voraussichtlich zu spät. Checken Sie aber einmal, welche Gewährleistungshaftung Sie mit ihm vereinbart haben. Am besten wird es wohl sein, wenn Sie den „Fachmann“ noch einmal in Ihren Garten bitten und ihn mit dem unzufriedenstellenden Rasenergebnis konfrontieren. Verbunden mit der Bitte vorzuschlagen, was er jetzt im Frühling zu tun vorschlägt.
Gerade weil Sie von einem festen, staunassen Lehmboden schreiben, lieber Herr M., scheint es mir – unbesehen – allerdings generell nicht mir der Feinplanie auf der Fläche getan zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Fläche ganz generell einmal gepflügt, geeggt und gefräst gehört, wobei reichlich Sand eingearbeitet wird. Tiefgründige Bodenlockerung, Wasserabführung und Bodenbelüftung sind bei Ihnen als Problemlöser angesagt. Gerade gestern bin ich in einem Garten gestanden mit denselben Rasenproblemen wie Sie: Das Ergebnis in seiner Grundstruktur ist immer das gleiche. Wenn der Boden nicht vernünftig hergerichtet ist, klappt das auch nicht mit dem Rasen. Wo die Rasenwurzeln nicht richtig gedeihen können, gerät praktisch automatisch das Moos in Wachstumsvorteil – und Sie plagen sich dann alljährlich mühsam damit, an lediglich Symptomen herumzudoktoren, was eigentlich einer Grundsanierung bedürfte. Insofern: Lieber am Anfang durchgreifend handeln, als später mit Stück- und Flickwerk nichts Wesentliches mehr ausrichten zu können.


Frage von Ulrich H.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
trotz Behandlung mit Moosentferner und Vertikutieren im Frühjahr werden wir nicht Herr der Lage und unser Rasenteppich wird durch Moospflanzen langsam zu gewuchert. Die Moospflanzen haben bei uns eine Höhe von ca. 3 cm (Art nicht bekannt). Auch das Ausbringen von Kalk hat keinen Erfolg gebracht. Haben Sie vielleicht eine Lösung für unseren Rasen?

GARDENA Gartenexperte:

Es gilt für Sie, lieber Herr H., möglicherweise Ähnliches wie ich es gerade Herrn M. (siehe oben) geschildert habe. Unbesehen, sind möglicherweise auch bei ihnen tiefgründige Bodenlockerung, Wasserabführung und Bodenbelüftung als Problemlöser angesagt. Kombiniert mit dem Check, inwieweit Ihre Rasenfläche ausreichend sonnenbeschienen ist – dieser Faktor muss mit in Betracht gezogen werden. Denn – trotz aller Beteuerungen im Fachhandel und auf Verpackungen – Schattenrasen an sich gibt es nicht, Rasengräser sind generell Sonnenkinder. Kurzum: Moos ist in aller Regel der Beweis dafür, dass etwas mit der Grundstruktur der Rasenfläche nicht stimmt. Und dieser Verdacht erhärtet sich dann, wenn die üblichen Pflegemaßnahmen, wie Vertikutieren und Kalken, keinen ausreichenden Erfolg zeigen.


Frage von Diana R.:

Hallo Gartenexperte,
wir haben unseren Rasen vor einer Woche vertikutiert. Danach hat es bei uns sehr stark geregnet und am 12.04.13 kam auch noch ein kräftiger Hagelschauer hinzu. Wie können wir die Rasenfläche weiter pflegen? Kalken, Düngen - was ist am sinnvollsten? Er war sehr mit Moos versetzt. Wir wohnen zwischen Oldenburg (Oldb.) und Hude. Vielen Dank.

GARDENA Gartenexperte:

Alles richtig gemacht, liebe Frau R.! Nach dem Vertikutieren erforderlichenfalls die Lücken nachsäen, sobald Anfang Mai etwa 14 Grad Bodentemperatur erreicht sind. Wenn Sie nachsäen, dann warten Sie mit dem Düngen und Kalken so lange, bis die Neueinsaat etwa vier Wochen alt ist. Wenn Sie nicht nachsäen, düngen und kalken Sie die Fläche jetzt, Anfang Mai. Sofern nicht strukturelle Grundprobleme den Mooswuchs in Ihrem Rasen fördern (siehe dazu die oben stehende Ratschläge für die Herren M. und H.), sollten die von Ihnen getroffenen Maßnahmen dann dazu ausreichen, das Moos in Schach zu halten. Tipp: Lassen Sie doch mal eine Bodenprobe Ihrer Rasenfläche auswerten. Dann bekommen Sie exakte Vorschläge dazu, wie viel Kalk Ihr Rasen für eine Erhaltungskalkung tatsächlich benötigt – und ob eventuell einmal eine Gesundungskalkung mit dann höherer Kalkgabe erforderlich ist.