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Ameisen sind in Ihren Gärten, Liebe Leserinnen und Leser des GARDENA-Newsletters, momentan offenkundig eine saisonale Plage. Desgleichen ist zurzeit, unter anderem, die sommerliche Beet- und Blumenpflege bei ihnen im Fokus. Hier, wie immer, leicht verständlich die erläuternden Hintergründe zu einer Auswahl Ihrer aktuellen Anfragen, plus praxisnaher Hilfestellungen – so weit das unbesehen der Dinge vor Ort aus der Entfernung machbar ist.

Frage von Monika G.:

Ich habe einen mittelgroßen Gemüsegarten, wo ich auch ganz gerne so ein paar Blumen mit einpflanzen würde, z.B. kleine Beete um Obstbäume herum. Kann ich ein kleines Beet mit Blumen und z.B. Kohlpflanzen (Gemüsepflanzen allgemein) zusammen einpflanzen?
Dann wäre so etwas wie ein Aussaatkalender super und was ich zusammenpflanzen kann und was besser nicht. Mein Garten ist so ein richtiges Hobby von mir, mit rustikaler Bank und Tisch. (Haben mein Mann und mein Schwager selber mit der Motorsäge aus einem Baumstamm gefertigt.)
Dann wäre da noch ein großes Anliegen von mir: Habe noch ein kleineres Beet mit Erdbeeren bepflanzt, das unheimlich schnell mit Unkraut zuwächst. Was kann ich da am besten und am sinnvollsten machen?
Das wären dann auch schon meine Fragen. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Bedanke mich schon im Voraus. Vielen Dank für die hilfreichen Tipps.

GARDENA Gartenexperte:

Blumen, Gemüsepflanzen, Kräuter – all das können Sie durchaus miteinander zu einem optisch stimmigen Gesamtbild in einem Beet kombinieren, liebe Frau G., das Bild eines Bauerngartens etwa lebt seit Jahrhunderten von dieser nicht ganz scharfen Abgrenzung der genannten Pflanzengruppen.
Beim Bepflanzen von Obstbaum-Baumscheiben ist generell aber heikel, daher bitte beachten: Die Kulturtiefe im Beet beträgt gut einen Spatenstich tief, also rund 30 bis 35 Zentimeter. Deshalb kann es bei Beeten auf Baumscheiben zu Beeinträchtigung oder gar Zerstörung von Obstbaumwurzeln durch Bodenarbeiten kommen. Hier müssen Sie sehr einfühlsam arbeiten, um Schäden am Baum zu vermeiden.
Die Lösung lautet allerdings auch nicht „Erde auffüllen“, denn 30 Zentimeter Erdauftrag erdulden die Wurzeln auch nicht, da sie ja Sauerstoff benötigen. Zudem soll die Veredelungsstelle, die bei vielen Obstbäumen etwa eine handbreit über den Wurzeln liegt, nie in die erde gelangen, weil der Baum sonst ins Kraut schießt, statt reichhaltig zu tragen.
Die Bepflanzung der Obstbaumscheibe läuft in Ihrem Garten also wohl eher auf eine extensive Bepflanzung denn auf eine intensive Bewirtschaftung hinaus.
Wenn Sie ein stark verunkrautetes Erdbeerbeet haben, dann ist noch immer die Hacke das beste Mittel dagegen. Sie können aber auch das ganze Beet abräumen und die Erdbeerjungpflanzen in eine beetabdeckende Mulchfolie pflanzen. Dazu wäre es jetzt die geeignete Zeit.
Einen qualifizierten Aussaatkalender für Gemüse, Kräuter und Blumen und Hülsenfrüchte finden sie hier: www.bio-gaertner.de/Articles/IV.Kalender/Aussaatkalender/AussaatkalenderCerifera.html, zu Kräutern und Gewürzen hier: www.bio-gaertner.de/Articles/IV.Kalender/Aussaatkalender/AussaatkalenderKrauterGew.html und zum Stöbern in verschiedenen Aussaatkalendern hier: www.bio-gaertner.de/Articles/IV.Kalender/Aussaatkalender/Aussaatkalender .


Frage von Andreas H.:

mit Ihren Tipps und Antworten auf Leserfragen im Gardena-Newsletter haben Sie mir schon des Öfteren weitergeholfen, ohne dass ich die Frage selbst gestellt hätte. Nun habe ich heute selbst einmal eine Frage.
Wir haben hinter unserem Haus einen ehemaligen Gemüsegarten, der inzwischen aber komplett zugewachsen ist. Die letzten zwei bis drei Jahre haben wir den Garten drei bis vier Mal im Jahr mit der Motorsense gemäht, um so das Unkraut in Zaum zu halten. Jetzt wollen wir unseren Garten komplett umgestalten und neu anlegen lassen. Deshalb möchten wir gerne wissen, welche Jahreszeit für eine solche Aktion die richtige ist.
Vielen Dank für Ihre Mühe und Ihre Antwort bereits im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Das kommt ganz darauf an, was Sie denn planen, lieber Herr H.; umfangreiche Erdarbeiten, wie Fundamentarbeiten, Wegebau, Pflasterarbeiten, Verlegen von Strom- und Wasserleitungen, Teichbau und dergleichen, auch Bodenverbesserungsarbeiten, all das sind Arbeiten für das Sommerhalbjahr – je nach Witterung etwa beginnend im März und endend Richtung September/Oktober. Nach Erdarbeiten bzw. Beetvorbereitungen soll sich die Erde mindestens vierzehn Tage lang setzen können. Am besten, wenn in dieser Zeit auch mal ein einschlämmender Regenschauer über das Beet geht. Weil Ihre Beete offenbar stark verunkrautet sind mag es für diese Flächen günstig sein, wenn sie nach dem Umgraben im Spätherbst den Winter über brach liegen und kräftig durchfrieren können, um sie dann im Frühjahr neu zu gestalten.
Für die erforderlichen Pflanzarbeiten gilt allgemein: Der zeitige Herbst ist für alles eher Unempfindliche, wie Obstgehölze, Rosen – vor allem wurzelnackte -, nach wie vor die beste Pflanzzeit. Es ist unumstritten richtig, dass im Herbst gesetzte Pflanzen gegenüber den Frühjahrspflanzungen einen Wachstumsvorteil haben. Alles Empfindliche hingegen, wie Feigen, muss bis zum Herbst fest eingewurzelt sein, diese setzen Sie folglich besser im späten Frühjahr. Hinzu kommt aber, dass Sie vor diesem Hintergrund mit Containerpflanzen die Möglichkeit haben, nahezu ganzjährig zu pflanzen.
Übrigens können Sie auch Stauden- und Gräserpflanzungen durchaus schon bzw. noch im Herbst realisieren. Nur können die eben ggf. auffrieren, so dass Sie die Staudenballen im Frühjahr möglicherweise noch einmal andrücken müssten.
Sie sehen, das alles ist eine vielschichtige Abwägungssache: Gartenzeit ist rund um´s Jahr! Und Gartenarbeit bedeutet: Zur rechten Zeit das Richtige tun!


Frage von Daniele K.:

Lieber Herr Kötter,
wir hatten schon immer Ameisen in allen Varianten im Garten, aber in diesem Jahr haben sie überhand genommen. Die gesamten Rasenflächen sind durchzogen und unterhöhlt, alle Beete, selbst zwischen den Trittplatten sind die Ameisen. Anfänglich habe ich es mit Ameisenpulver und Backpulver versucht, dann habe ich den Gartenschlauch in die Löcher versenkt. Da kann ich den Schlauch fast 30 cm in den Boden stecken. Manchmal werden auf diesem Weg die Eier ausgespült, manchmal passiert überhaupt nichts.
Was kann ich tun?

Desgleichen, von Ruth F.:
leider haben wir auch in diesem Jahr Ameisen im Rasen. Was ist zu tun?

Desgleichen, von Ursula B.:
bei mir nehmen die lästigen Ameisen im Garten überhand. Ich habe schon mit den gängigen Ameisenmitteln gegossen, gestreut, es mit Kaffeesatz probiert und Holunderblätter genommen. Ich habe das Gefühl, die Biester sitzen im Nest und freuen sich. Was kann man dagegen machen? Sie machen mir alles kaputt, den Rasen, meine Rosen...

GARDENA Gartenexperte:

So nützlich Ameisen einerseits sind, so lästig oder gar schädlich können sie andererseits sein. Ameisen zu bekämpfen, das ist in gleich mehrerer Hinsicht ein Riesenthema, deswegen nur das Wichtigste dazu, in hier gebotener Kürze.
Es gibt zahlreiche Ameisengattungen und –arten. Nicht alle dürfen bekämpft werden, wie die unter Naturschutz stehende Rote Waldameise. Die handelsüblichen Präparate wirken. Je nach Wirkstoff und Köder, mitunter nur selektiv, erfassen nicht alle Gattungen und Arten, insofern kann eine Bekämpfung damit durchaus ins Leere laufen. Desgleichen dann, wenn der Köder – und damit Wirkstoff von einer Art nicht angenommen wird. Ebenfalls muss ein Wirkstoff auch tatsächlich ins Nest gelangen, es soll deshalb der Wirkstoff die Arbeiterin nicht auf der Stelle tot umfallen lassen. Und es muss für alle zu bekämpfenden Tiere auf der Fläche ausreichend Köder und Wirkstoff zur Verfügung stehen – ein Döschen allein wirkt nicht gegen alle Ameisenvölker. Der Bekämpfungserfolg hängt folglich nicht allein von Köder und Wirkstoff, sondern auch von der Art und Dauer der Bekämpfung ab!
Bei sehr umfangreichen Ameisenproblemen kann es grundsätzlich sinnvoll sein, die Deutsche Ameisenschutzwarte zu kontaktieren, dort überhaupt erst einmal die zu bekämpfenden Art(en) identifizieren zu lassen und dann mit den Ameisenfachleuten eine geeignete Bekämpfungsstrategie zu entwickeln. Bei der Schutzwarte gibt es auch eine spezielle kleine Broschüre des „Ameisenprofessors“ Buschinger, die für Sie interessant sein könnte:
Buschinger, A.; Ameisen abwehren, bekämpfen, vertreiben; aus der Reihe Ameisenschutz aktuell, Nr. 11, Sonderdruck, 1997, 12 S., 0,50 Euro, sie finden dahin über diesen link: www.ameisenschutzwarte.de , An Ende der website unter „Literatur“ schauen, dann weiter über „Broschüren“.
Lassen Sie uns aber über all die Grundsätzlichkeiten hinaus auch noch ganz praktisch werden:
Breit wirksame und durchgreifende Wirkstoffe gegen Ameisen scheinen derzeit die Wirkstoffe Spinosad und Fipronil zu sein. Spinosal finden Sie in z. B. Loxiran Ameisenköder, von Neudorff, oder in Naturen Ameisenmittel, von Celaflor oder in Ameisenköder, von Compo. Den Wirkstoff wenden auch Bauern zur großflächigen Fliegenbekämpfung in Ställen an, zum Beispiel in Präparaten wie Desintec. Wenn man dieses Granulat anfeuchtet, soll es auch von Ameisen gerne als Köder angenommen werden, berichten Internetforen. Rein rechtlich kann es aber sein, dass das Präparat zur Bekämpfung von Ameisen im Hausgarten nicht zugelassen ist.
Fipronil ist als Wirkstoff z. B. im Celaflor-Ameisenmittel oder in Nexa Lotte Ameisenköder zu finden.
Es sind übrigens solche Möchtegern-Hausmittel wie Kaffeesatz oder Holunderblätter zur Bekämpfung von Ameisen komplett unsinnig – was daran soll wie wirken? Auf meinem Holunder tragen die Ameisen ihre Melk-Läuse munter spazieren! Wenn Sie Ameisen vergällen wollen bzw. eine Barriere schaffen wollen, damit sie z. B. nicht ins Haus krabbeln, verwenden Sie Teebaumöl. Kurzfristig wirksam ist sogar ein dicker Kreidestrich. Für die Vergällung wie Beköderung gilt allerdings: Auch die Menge macht´s! Es müssen die Ameisen auch ausreichender, sprich: abtötender, Ködermengen aufnehmen. Insofern müssen Sie die Vergällung oder Beköderung fortlaufend garantieren, das heißt zur rechten Zeit erneuern, Teebaumöl-Barrieren nach etwa drei bis vier Tagen.


Frage von Gabi O.:

ich habe einen vier Jahre alten Plumbago. Seit dem letzten Jahr bekommt er trotz Schnitt, guter Erde, Wasser und Dünger immer gelbe Blätter die sich von den gesunden grünen Blättern sehr unterscheiden. So weit ich sehen kann (mit der Lupe) konnte ich kein Ungeziefer finden. Viele Blätter trocknen, werden braun und fallen dann ab. Er steht halbtags in der Sonne! Er blüht momentan sehr schön - aber sieht zum Fürchten aus … - Was mache ich hier falsch?

GARDENA Gartenexperte:

Das kann ich unbesehen schwer beurteilen, liebe Frau O., den ich weiß z. B. nicht, welche Blätter da gelb werden, ob alle am Strauch oder nur die unteren, älteren. Versuchen wir´s also mit folgender Annäherung:
Gelbe Blätter und Schädlinge, da sind am ehesten Spinnmilben zu erwarten. Die sind mit einer Lupe (ca. 15-fache Vergrößerung) gut zu erkennen. Spätestens dann, wenn an der Pflanze (etwa in den Blattachseln) die obligatorischen Gespinste auftauchen. Bekämpfung dann mit einem Präparat gegen Spinnmilben.
Gelbe Blätter sind ferner ein Hinweis auf möglicherweise Düngermangel. Dann gilt es darauf zu achten, dass die Pflanze tatsächlich gleichmäßig und ausreichend mit einem Blütendünger (mit Mikronährstoffen, wie Eisen und Mangan) versorgt ist. Dauerhaft sehr kalkhaltiges Gießwasser kann die Aufnahmemöglichkeit von Nährstoffen, wie eben Eisen und Mangan, behindern.
Gelbe, wie von Ihnen beschrieben später auch braun werdende Blätter, das kann auch auf Übernässung hindeuten – sei es durch in Topf/Untersetzer stehen bleibendes Gieß- oder Regenwasser, sei es durch übermäßige Wassergaben.
Sind da Anhaltspunkte für eine Lösung für Sie enthalten, Frau O.?


Frage von Karl-Heinz M.:

Guten Tag Herr Kötter,
ich habe ein Problem mit neuen Lavendelpflanzen. Gibt es Erkenntnisse welche Tiere diese Pflanzen abfressen (speziell die Blüten)? Danke im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Ohne nähere Angaben zu Ihren Beobachtungen zum Schadbild, lieber Herr M., kann ich Ihnen das unbesehen nicht wirklich treffsicher beantworten. Da können sich die Vermutungen von Hasenfraß bis sonst etwas erstrecken. Gleichwohl gibt es aber einen ganz speziellen Käfer, das ist Chrysolina americana, der Rosmarinkäfer, aus der Familie Chrysomelidae, der speziell die Blüten des Lavendels frisst. Der Name des Käfers leitet in doppelter Hinsicht irre: Er frisst nicht allein an Rosmarin-, sondern eben auch an Lavendelblüten. Und er stammt nicht aus Amerika, sondern aus dem östlichen Mittelmeerraum. Und eben hier schließt sich der Kreis: Lavendel wird in großen Stückzahlen aus dem Mittelmeerraum importiert, speziell aus Italien und Spanien. Die Pflanzengesundheit wird zwar währenddessen überwacht, aber wer weiß … . Immerhin tritt der von Ihnen beschriebene Schaden ja an Ihren Neuerwerbungen auf, nicht am eingewachsenen Bestand. Googelen Sie doch mal Bilder des Käfers und schauen Sie, ob Sie den dann tatsächlich als Verursacher des Schadens an Ihren Lavendelblüten dingfest machen können.
Weil, wie ich vermute, ein Befall durch nur wenige Tiere vorliegen dürfte, könnte es dann mit gründlichem Absuchen und Absammeln möglicherweise getan sein.


Frage von Ernst O. H.:

Hallo Experte!
Warum verlieren meine Rhododendronbüsche von unten die Blätter? Und merkwürdigerweise nur die farbigen oder Hybriden? Liegt es am Sommer, oder was?

GARDENA Gartenexperte:

In gewisser Weise liegt es schon am Sommer, lieber Herr H., denn Rhododendren sind zwar immergrün, das heißt aber nicht, dass sie nicht auch Laub abwerfen. Das tun sie üblicherweise dann, wenn die neuen Triebe soweit abgeschlossen sind. Dann wird die älteste Blattgeneration abgeworfen. Auf Grund des trockenen Frühjahrs heuer, sind wir mit dieser Erscheinung in diesem Jahr generell etwa 14 Tage früher dran. Ansonsten beobachten Sie diesen Blattfall eher im Juli/August. Insofern müssten sich Ihre Wild-Rhododendren dann auch noch entsprechend putzen.
Es geht aber ein weiterer Aspekt mit dem Laubwerfen einher: Im Zweifelsfalle abgeschmissen werden immer erst die ältesten und teilgeschädigten Blätter, zum Beispiel nach schweren Trockenschäden und bei Düngermangel. Rhodos sind bekanntermaßen auf gleichmäßige Bodenfeuchte wie auch auf kräftige Düngung angewiesen, speziell die stark wachsenden und üppig blühenden Hybriden sind Starkzehrer! Düngeempfehlung für Rhododendron: Chloridarme Dünger nehmen, wie Rhododendrondünger, Nitrophoska blau spezial, Nitrophoska perfekt oder Entec perfekt. Der Rhododendronzüchter Hachmann gibt auf seiner Internetseite (wie übrigens auch in seinem außerordentlich empfehlenswerten Katalog!) sehr verständliche und präzise Hinweise zur Düngung der Rhodos: http://www.hachmann.de/pflegetipps/duengemassnahmen.html .
Kurzum: prüfen Sie also auch einmal, ob Dünger- und Wasserversorgung Ihrer Rhodos passen. Wenn ja, dann ist der Rhodo-Blattabwurf in Ihrem Garten aller Wahrscheinlichkeit nach saisonal bedingt und damit natürlichen Ursprungs.


Frage von Juditj L.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich habe zwei Margaritenstämmchen und auch einen Margaritenbusch in Töpfen eingepflanzt. Leider sind diese nach ein paar Wochen nicht mehr schön, sie haben gelbe Blätter und blühen auch nicht mehr richtig. Ich gieße sie natürlich auch regelmäßig und dünge auch. Was mache ich falsch? Vielleicht können Sie mir helfen.

GARDENA Gartenexperte:

Die Margeriten sind in der Pflege etwas mimosenhaft, liebe Frau L.. Um sie durchgängig am Blühen zu halten ist es zum einen erforderlich, die abgeblühten Blütenstände bis zum Blattansatz abzuschneiden, um die Nachblüte anzuregen. Andernfalls wird durch die Samenbildung die Blütenneubildung hormonell gebremst.
Das zweite ist die Sache mit dem Gießen und Düngen. Die Margeriten sind auf sehr gleichmäßige Pflege angewiesen, also die gleichmäßige Bodenfeuchte, ohne zwischendurch Austrocknen oder Überschwemmung. Das Gießwasser soll nicht übermäßig kalkhaltig sein und vor allem umgebungstemperiert. Zu nass gehalten und zu kalt gegossen, bekommen die Blätter sehr bald gelbe bis braune Spitzen.
Gleichmäßige Düngung bedeutet, beim Topfen sogleich Langzeitdünger (ca. 2 g/l Qualitäts-Blumenerde) als Depotdünger beizumengen und die Pflanze später wöchentlich mit Blütenpflanzendünger zu füttern. Es ist eben dieser abzustimmende Dreiklang zwischen Wässern, Düngen und Ausputzen, der die Margeritepflege immer etwas aufwändig und knifflig macht. Aber dafür blühen sie dann auch toll.


Frage von einem Unbekannten, Nickname blaeckjak:

Wir brauchen endlich ein wirklich gutes Mittel gegen Wühlmäuse- & Gartenratten. Die scheinen sich an die Mittel zu gewöhnen und fressen das Zeug bald gerne.

GARDENA Gartenexperte:

Von allen auf den Newsletter vom 14. Juli hier eingegangenen Fragen hat mich Ihre Frage erstaunt: Genau zum Gegenstand Ihrer Frage hatte ich in diesem Newsletter Karin K. eine Antwort gegeben … . Schauen Sie sich diesen Newsletter bitte daraufhin noch einmal an.
Prinzipiell gilt diese Antwort auch für die in Ihrer Frage zusätzlich angesprochenen Ratten. Hier kommt aber ein weiterer Aspekt hinzu: Ratten folgen üblicherweise den angebotenen Nahrungsquellen. Wenn also in Ihrem Umfeld z. B. Tierhaltung betrieben wird und dort Futtermittel für die Tiere frei zugänglich sind, dann ist das für die Tiere wie eine Freikarte. Das gleiche gilt für den Komposthaufen: Wenn dort Essensreste kompostiert werden, zieht auch das Ratten an. Essensreste also besser in die Biotonne geben oder aber einen rundum rattensicheren Komposter verwenden. Es gibt da ja eine ganze Reihe von Modellen am Markt. Die sind üblicherweise unten offen, damit offener Bodenkontakt besteht und Bodenlebewesen welche die Verrottung fördern von unten einwandern können. Wenn Sie diese untere Öffnung mit einem engmaschigen verzinkten Hasendraht rattensicher verschließen, kommen zuverlässig weder Ratten noch Mäuse in den Kompost, Bodenorganismen und Würmer aber noch immer.
Eine Anmerkung, bitte, noch: Wir beantworten alle Anfragen von Leserinnen und Lesern des GARDENA-Newsletters wirklich sehr gerne, soweit es den Rahmen dieses Newsletters nicht sprengt. Am liebsten aber antworten wird dabei Menschen, die wir statt mit Nickname tatsächlich persönlich mit ihrem Namen ansprechen können …


Frage von Hans-Dieter D.:

ich habe seit kurzem eine Mietwohnung mit einem kleinen Gartenstück mit Wiese angemietet. Mein Labrador-Hund, macht zeitweise Pipi auf der kleinen Rasenfläche. Leider entstehen an diesen Stellen braune Flecken - als wenn der Rasen verbrannt wäre.
Frage: Was kann das sein und wie kann man Abhilfe schaffen? Kann das eventuell an der Rasensorte liegen oder an Medikamenten, die mein Hund bekommt? Eine Antwort wäre für mich sehr wichtig, da meine Nachbarn Angst haben, dass mein Hund ggf. auch auf ihren Rasen mal urinieren könnte. Besten Dank im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Urin ist, lieber Herr D., ein hoch konzentriertes Abfallprodukt der Blutwäsche durch die Nieren. Es enthält zahlreiche unterschiedliche wasserlösliche Abfall- und Abbauprodukte. Wie jede hoch konzentrierte wässrige Lösung, versucht sich auch auf Pflanzen abgesetzter (Hunde)Harn, mit Wasser zu sättigen – notfalls mit dem in der Pflanze verfügbaren Wasser. Das steht damit dem betroffenen Pflanzteil nicht mehr zur Verfügung und es vertrocknet in diesem Bereich buchstäblich. Nichts anderes passiert auch bei der Überdüngung, wenn der Dünger versucht sich mit Wasser zu sättigen und es ggf. aus der Pflanze zieht. Harnstoff, wie er natürlicherweise im Urin vorkommt, ist übrigens ein schnell wirksamer Blattdünger, dringt also fix ins Blatt ein. Kein Wunder also, dass auch der Harn Ihres Hundes seine Wirkung zeigt, wenngleich so unerfreulich. Mit der Rasensorte oder grundsätzlich mit etwaigen tierarzneilichen Medikamenten hat das ganze also nichts zu tun.
Wirksame Abhilfe schafft allein, Ihren Hund nur dort sein Kleines Geschäft machen zu lassen, wo sein Harn Ihren (oder Ihrer Nachbarn) Pflanzen nichts anhaben kann. Einzige, aber mühsame Alternative dazu ist, das Kleine Geschäft Ihres Labradors an Ort und Stelle sogleich mit einer kräftigen Wassergabe verdünnen.