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Steigen Sie ein in die jüngsten Leserinnen- und Leseranfragen zum GARDENA-Newsletter! Die sind aktuell buchstäblich querbeet…

Frage von Sibylle S.:

Wir haben ein großes Planschbecken mit ca. 2000 l. Da wir das Wasser zum Gießen benutzen, haben wir letztes Jahr kein Algenstoppmittel oder sonstiges verwendet. Dadurch war aber der Pflegeaufwand ziemlich groß.
Meine Frage lautet: Gibt es Antialgenmittel für das Planschbecken, wo man dann das Wasser zum Gießen verwenden kann?

GARDENA Gartenexperte:

Ich denke mal, liebe Frau S., dass Sie von Schwebealgen sprechen. Ich habe für Sie eine möglicherweise passende Lösung von Firma Sobotta in Langwedel (www.sobo-aqua-doc.de). Die sind seriös und die machen einen guten Job. Die Lösung von dort: Reduzieren Sie die den Algen zur Verfügung stehende Lichtmenge wesentlich, und zwar durch Einbringen von Humin-Extrakten. Das reduziert die Algen womöglich nicht auf Null, aber doch auf das von Ihnen wohl erwartete Minimum. Ich gehe davon aus, dass Sie kein „totes“ Badegewässer möchten. Immerhin soll das Wasser – und das ist ja das Kernanliegen Ihrer Anfrage – eben auch noch als pflanzenverträgliches Gießwasser dienen.
Diese Humin-Extrakte behindern störenden Algenwuchs jeglicher Art. Sie können die Wasserfarbe, ganz nach persönlichem Wohlfühlen beim Baden und Plantschen, von Goldbraun bis Moorbraun einstellen. Die Huminsäuren, wie sie ja auch in natürlichen Moorbad-Packungen enthalten sind, gelten als für Mensch, Tier und Pflanze unbedenklich.
Fa. Sobotta teilte mir auf meine Anfrage mit, dass die enthaltenen Fulvosäuren in einschlägigen Fachkreisen sogar als gesundheitsfördernd gälten.
Der Anteil an UV-Strahlung des Sonnenlichtes crackt die Huminsäuren mit der Zeit, es klärt sich das Wasser also wieder, so dass den Algen dann wieder mehr Licht zur Verfügung steht. Für Sie bedeutet das dann: Dosieren Sie die Humin-Extrakte in regelmäßigen Abständen, d. h. ca. wöchentlich, nach.
Das derart aufbereitete Wasser Ihres Planschbeckens können Sie jederzeit zum Gießen Ihrer Gartenpflanzen verwenden.


Frage von Frau O.:

Wir haben seit über 20 Jahre Spalierobst stehen. Aber leider bringen die nicht mehr den Ertrag wie wir es vor Jahren gewohnt waren. Beim Frühapfel sieht die Rinde rostig aus und er hatte nur drei Äpfel dran, wovon nur noch einer hängt. Wir möchten ein neues Spalier machen, zugleich auch als Sichtschutz. Hier meine Frage: Kann man ein neues Spalier auf die gleiche Stelle setzen oder wie weit muss man von dort wegbleiben?
Und noch eine Frage an Sie: Ich habe letztes Jahr ein Feigenbäumchen bekommen. Es trug auch Früchte,
die aber bis zum Winter nicht reif wurden. Im Frühjahr habe ich ihn ausgepackt und er sah aus, als ob es kaputt sei. Er flog dann drei Wochen lang auf den Kompost, da noch keine Zeit für die Abfuhr zum Wertstoffhof war. Aber was war das? Er schlug an beiden Seiten, nicht am Stamm, wieder aus. Er schaut jetzt wieder super aus. Wie überwintert man ihn also, dass er nicht wieder alles fallen lässt?

GARDENA Gartenexperte:

Nach 20 Jahren ist Spalierobst als dann vergreisende Pflanze zunehmend erschöpft, zumal Buschobst ja üblicherweise auf schwach wachsende Veredelungsunterlagen gepfropft ist. Sofern Sie damals also nicht ausdrücklich ein Bäumchen auf mittelstark oder stark wachsender Unterlage gesetzt haben wundert es dann nicht, wenn der Baum nunmehr schwächelt und sich langsam verabschiedet. Zum Vergleich: Buschobst auf schwach wachsender Veredelungsunterlage spricht man eine üblicherweise Ertragsdauer von zwölf bis 15 Jahren zu.
Ihren Hinweis auf die „rostige Rinde“ interpretiere ich – unbesehen – als möglicherweise Algenbewuchs, was dann nicht weiter problematisch wäre, aber auf dichtes Laub und eher schlechte Belüftung der Krone verweisen könnte und damit den Hinweis auf Gefahr von feuchtebedingtem Schorfbefall des Obstes in sich trüge.
Ihr weiterer Fingerzeig kann auf das Wetter zur Blütezeit verstanden werden: Wenn die Befruchtungsverhältnisse nicht optimal waren (im Sinne von Befruchtersorten, Blühzeitpunkt, Wetter und Bienenflug), setzt der Baum weniger Früchte an. Zudem schmeißt ein jeder Apfelbaum alljährlich im Juni einen Grossteil des Fruchtansatzes wieder ab, man nennt das den Juni-Fruchtfall, eine ganz natürliche Sache. Damit entledigt sich der Baum aller nicht optimal befruchteten Früchte und reduziert so den Behang auf ein solches Maß, das von ihm auch ernährt werden kann.
Wenn Sie den Spalierbaum nun nachpflanzen, dann müssen Sie bei der Neupflanzung wegen der so genannten Bodenmüdigkeit einen Abstand von rund drei bis fünf Metern zum alten Standort einhalten. Alternative: Bodenaustausch von gut und gerne einem Kubikmeter Gartenboden am alten Standort, oder aber den Boden dort etwa drei Jahre lang ruhen lassen und mit Kompost, Mist, Gründüngung etc. wieder frisch herrichten. Währenddessen im Sommer jeweils großblumige Tagetes (Tagetes erecta) an die Stelle pflanzen, um die Nematoden dort zu bekämpfen. Das ist natürlich aufwendig, deswegen diese Anregung von mir: Wenn Sie statt Kernobst auf ein Steinobstspalier wechseln (z. B. Aprikose, wenn es das Klima bei Ihnen zulässt, aber auch mit Kirsche oder Pflaume/Mirabelle als Busch auf schwach wachsender Unterlage möglich), dann können Sie sich diesen Aufwand sparen, bis auf die Aufdüngung des Bodens. Aber die können Sie auch nach dem Anwachsen des neuen Baumes noch in Angriff nehmen.
Nun noch zu Ihrer Feige: Feigensorten wie die Bayernfeige Violetta oder vergleichbare sind durchaus frostverträglich. Ab ca. -15 °C können aber ungeschützte oberirdische Pflanzenteile durchaus abfrieren. Aber Sie haben es erlebt: Feigen sind zäh und treiben durchaus wieder aus. Deswegen pflanzt man sie üblicherweise von vornherein eine handbreit tiefer, damit sie im Falle oberirdischen Abfrierens mit dem Spätaustrieb doch noch wiederkommen.
An meiner Feige erlebe ich es auch, dass die im Frühjahr gebildeten Früchte nicht ausreifen. Deswegen ist es am besten wenn es gelingt, die im Herbst gebildeten Fruchtansätze gesund durch den Winter zu retten. Diese reifen dann zuverlässig und erntefähig bis Juli aus. Das gelingt Ihnen im wesentlichen dann, wenn die Feigenzweige samt Früchte zwei kritische Phasen überleben. Das ist, zum einen, generell der Frost und, zum anderen, die Zeit von Mitte Januar bis Ende Februar. Die Feige verträgt nämlich nicht gut das tagsüber kräftige Aufwärmen und das darauf folgende, nächtliche Absacken der Temperaturen auf Minusgrade. Deswegen rate ich zu diesem Maßnahmenpaket: Anhäufeln der Feige mit Gartenerde im Winter (ca. 20-25 cm hoch), Einpacken der Feige in Gartenvlies von Dezember bis Anfang März, Abdecken des Feigen-Vlies-Paketes mit Fichtenreisig (z.B. dem klein geschnittenen Weihnachtsbaum) im Januar und Februar.


Frage von Monika C.:

In meinem Gewächshaus werden die kleinen Gurken, die an der Blüte entstehen, braun und sterben ab. Woran kann das liegen?

GARDENA Gartenexperte:

Das dürfte an mangelhafter Befruchtung der Blüten liegen, liebe Frau C.. Achten Sie daher auf folgende Dinge: Aussaat von zuverlässig selbst fruchtbaren Sorten oder aber Auspflanzung von mehreren Pflanzen, um die gegenseitige Befruchtung besser sicher zu stellen. Ermöglichen Sie Hummeln den Zuflug ins Gewächshaus, weil sie die Blüten besonders gut bestäuben. Um Hummeln anzulocken, setzen Sie am besten hummelattraktive Blumen in Gewächshausnähe. Artenvorschläge dazu finden Sie z. B. hier: http://aktion-hummelschutz.de/schutz/garten.html


Frage von Rita E.:

Ich habe ein heftiges Problem. Vor der Blüte stirbt das Kartoffelkraut ab. Es sind keine Käfer vorhanden. Die Ernte kann ich vergessen. Habe ich Möglichkeiten gegen so was vorzubeugen. Zur Situation: Ich bin Kleingärtner in einem ca. 370 m2 großen Garten. Ich wechsele jährlich die Anbaufläche. Man hat mir zu Branntkalk geraten. Vielen Dank im Voraus für Ihren Rat.

GARDENA Gartenexperte:

Die Krautfäule ist tatsächlich die wohl übelste Kartoffelkrankheit. Halb Irland ist seinerzeit nach Amerika ausgewandert, weil die Krautfäule die Kartoffelkulturen zusammenbrechen ließ und in den späten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts für Hungersnöte auf der Insel sorgte.
Beetwechsel und das Ausbringen von Branntkalk sind in Ihrem Garten gute Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich der im Beetboden verbleibenden Pilzsporen. Aber Sie werden dennoch nicht umhin kommen, Ihre Kultur gegen den Pilz zu spritzen. Mit Atempo Kupfer-Pilzfrei von Neudorff haben Sie dabei ein gut umweltverträgliches Präparat zur Verfügung.


Frage von Heike E.:

Der Blattlausbefall an meinen Gartenblumen ist in diesem Jahr besonders schlimm. Kann ich die abgeschnittenen Gartenabfälle trotz Blattlausbefall auf den Kompost geben, oder schadet das dem Kompost?

GARDENA Gartenexperte:

Im Prinzip können Sie auch lausbefallene Garenabfälle auf den Kompost geben. Dem Kompost selber schadet das in keinster Weise. Es birgt lediglich die Gefahr, dass Ameisen die Läuse vom Kompost tragen könnten und neue Wirtspflanzen damit besiedeln könnten bzw. das Läuse oder deren geflügelte Adulte von selbst entkommen könnten.
Sie lösen diese Eventualität ausschließen, indem Sie die lausbesiedelten Abfälle zuverlässig mit anderweitigem Kompost abdecken, also „unten in den Kompost“ geben. Ebenso einfache Lösung: Flächenkompostierung. Dazu im Beet ein spatentiefes Loch machen, Abfälle samt Läusen hinein geben und alles wieder dicht mit Erde bedecken.


Frage von Pia A.:

Vor circa acht Jahren haben wir ein Elstar-Halbstämmchen in unseren Garten gepflanzt - süd-östliche Richtung, in unmittelbarer Nähe zu einer größeren Weide. Es wächst wunderbar, ist bereits schon fast drei Meter hoch. Aber es hat in all diesen Jahren noch nicht einmal geblüht, an eine Ernte ist also nicht zu denken! An was könnte das liegen, was könnten wir verbessern? Vielen lieben Dank für ihre Bemühungen.

GARDENA Gartenexperte:

Mit dem Elstar haben Sie sich zwar eine leckere, aber andererseits eine für den Hausgarten eher sehr komplizierte Sorte erworben, liebe Frau A.
Elstar alterniert sehr stark, das heißt er hat aufgrund seines Wuchs- und Blühverhaltens alljährlich starke Schwankungen in der Blütenmenge und folglich im Ertrag. Die Alternanz kann man durch den Schnitt zwar brechen, aber das sollten Sie sich einmal von einem Fachmann live zeigen lassen, um es selbst zu erlernen. Das muss aber nicht nur jemand sein, der zuverlässig Erfahrung im Obstbaumschnitt hat sondern zugleich jemand der es tatsächlich auch versteht, die Alternanz durch Schnitt zu brechen!
Zum anderen auch noch mal der Hinweis auf die für Elstar erforderlichen passenden Befruchtersorten, die im Umkreis von ca. 200 Metern als Pollenlieferanten zur Verfügung stehen müssen, das sind z. B. die Sorten James Grieve, Gloster, Cox Orangerenette.

Das alles gilt, wenn der Baum überhaupt blüht. Es wundert mich, dass er das nach acht Jahren noch mit keiner Silbe getan hat, denn selbst Hochstämme sind nach drei bis fünf Jahren mit der Blüte da. Unbesehen hege ich aber die Vermutung, dass Sie den Baum möglicherweise zu tief gepflanzt haben könnten. Zur Erinnerung: Ihr Elstar fußt auf einer Veredelungsunterlage. An dem pflanzfertigen Baum können Sie die Veredelungsstelle als eine Verdickung, einen „Knubbel“, etwa eine handbreit über den Wurzeln am unteren Stammende erkennen. Diese Veredelungsstelle muss beim Pflanzen zuverlässig aus dem Boden bleiben und soll auch später nicht in den Boden hinein gelangen. Gelangt sie aber in den Boden, so kann es passieren, dass die Veredelung im Boden eigene Wurzeln bildet und die Veredelungsunterlage überwächst. Dann schießt zwar die Pflanze ins Kraut, trägt aber erst äußerst spät Früchte. Und das wäre dann eine Erklärung dafür, warum Ihr Elstar sich mit dem Blühen übergebühr zurückhält.
Überprüfen Sie einmal an der Pflanze, ob das in Ihrem Fall zutrifft und legen Sie den Wurzelhals der Pflanze, das ist eben dieser Bereich im Übergang von den Wurzeln zum Stamm, wieder frei. Sollte der Stamm aus der Veredelungsstelle heraus Wurzeln gebildet haben, so durchtrennen Sie die eine Hälfte davon jetzt, die andere sechs, acht Wochen später. Damit wird dann der Baum an seine eigentlichen Wurzeln, nämlich die der Veredelungsunterlage, zurückverwiesen.


Frage von Irene und Hans L.:

Meine Frage ist: Wenn der Rhabarber abgeerntet ist und er wieder nachwächst, darf man ihn dann auch noch essen? Auch nach dem Juli? Im Voraus besten Dank für die Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Mit dem Rhabarber ist es vergleichsweise wie mit dem Spargel auch: Der Stichtag Johannistag ist eine realistische „Hausnummer“, ab wann die Pflanze nicht mehr beerntet werden sollte. Damit gibt man ihr die Möglichkeit, sich nach dem Ernte-Entzug hinlänglich regenerieren zu können.
Speziell für den Rhabarber gilt: Auch er soll sich nach Johanni erholen dürfen (wässern und düngen nicht vergessen), aber es schadet ihm auch nichts, wenn Sie hin und wieder mal einen weiteren Stängel ziehen. Je älter die Stängel allerdings werden, desto faseriger und weniger saftig sind sie dann üblicherweise. Das Erntevergnügen nimmt also mit voranschreitender Jahreszeit merklich ab.
Es kommt noch ein weiterer, durchaus wesentlicher Aspekt hinzu: Im Spätjahr nimmt der Gehalt des Rhabarbers an Oxalsäure zu. Von der soll man bekanntermaßen nicht zuviel zu sich nehmen, da sie die Niere schädigen kann bzw. speziell von Schwangeren nicht verzehrt werden soll. Aber das Thema kennen Sie ja vergleichsweise vom Verzehr des Sauerampfers in Ihrem Garten.


Frage von Cäcilia H.:

Habe zwei schon größere Phoenix-Palmen, die ich im Frühjahr umgesetzt habe, doch sie gedeihen nur spärlich. Was habe ich falsch gemacht beim Umsetzen? Ich habe Komposterde mit etwas Sand gemischt. Aber sie sind ganz hellgrün geworden, nicht wie im Winter, schön dunkelgrün.
Gestern habe ich sie erneut umgesetzt, in Palmenerde pur, hoffentlich wachsen sie jetzt und kriegen wieder die dunkelgrüne Farbe. Sie stehen bei jedem Wetter auf der Terrasse, auch bei Regenschauern, die wir jetzt öfter haben. Soll ich sie unter ein Dach geben? Sie wollen doch volle Sonne. Bitte um Rat, danke im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Ihre Phoenix-Palmen stehen in der Sonne schon ganz richtig, liebe Frau H.. Die von Ihnen beschriebene Situation lässt mich in anderer Hinsicht aufhorchen.
Zum einen dürfte die Ermischung aus Kompost und Sand nicht gepasst haben. Phoenix will den bindigeren Boden, insofern sollten Sie Ihrer Substratmischung auch ein Drittel Lehm oder gemahlenen Ton (gibt´s als Bentonit im Fachhandel) zusetzen. Das nur hellgrüne Laub der Pflanze lässt mich vermuten, dass dann auch der Nährstoffgehalt des Eigensubstrates nicht gepasst haben dürfte. Gerade Stickstoff dürfte gefehlt haben. Der pH-Wert hingegen darf von schwach sauer bis sehr alkalisch liegen.
Insofern also günstig, dass Sie Ihre Palmen jetzt noch einmal in mineralisches Palmensubstrat umgesetzt haben. Aber auch hier dran denken, das Substrat nach etwa sechs Wochen nachzudüngen. Bei einer Frühjahrs-Umtopfaktion geben Sie künftig am besten Langzeitdünger mit einer Wirkungsdauer von sechs bis neun Monaten mit in die Erde. Aber auch dann noch die Pflanzen im Auge behalten und ggf. flüssig nachdüngen.
Ein weiterer Aspekt der zu hellgrün-gelbem Laub führt ist die Staunässe. Achten Sie daher darauf, dass überschüssiges Gieß- und Regenwasser zuverlässig abfließen kann. Achten Sie also auf tatsächlich geöffnete (d. h. ggf. durchstoßene) und nicht verstopfte Wasserabzugslöcher im Pflanzgefäß und stellen Sie den Kübel auf Füßchen.


Frage von Dieter H.:

Wir haben seit Jahren Probleme mit Dickmaulrüsslern. Alle bisher von Experten angeratenen Maßnahmen haben nicht geholfen. Haben Sie noch einen heißen Tipp?

GARDENA Gartenexperte:

Nun haben sie mir leider nicht geschrieben, welche Expertentipps Sie bereits erfolglos angewendet haben, lieber Herr H., ich möchte da ungern einen weiteren hinzufügen.
Mein Rat lautet, gegen die Larven des Dickmaulrüsslers so genannte HM-Nematoden einzusetzen, spezielle Fadenwürmer, welche die Larven parasitieren und abtöten. Die können Sie z. B. bei Neudorff bestellen, wahlweise über den Fachhandel, und diese Nematoden wirken recht zuverlässig. Es kann natürlich sein, dass Sie Behandlung wiederholen müssen, weil ja schließlich immerdurch neue Dickmaulrüsslerlarven nachwachsen können. Aber mit den HM-Nematoden halten Sie sie zumindest ausreichend in Schach. Klicken sie mal hier, lieber Herr H.: http://www.neudorff.de/pflanzenpflege/nuetzlinge/die-nuetzlinge/hm-nematoden.html .


Frage von Karin K.:

Vielleicht wissen Sie ja Rat: Wir haben unseren Garten im November vergangenen Jahres neu anlegen lassen. Der Boden ist schön locker und alles wächst gut und gedeiht - aber! Wir haben seit Wochen ein Riesenproblem mit Wühlmäusen und wissen langsam nicht mehr, wie wir dagegen vorgehen sollen.
Von Fressködern bis Phosphorgas - alles mehrmals ausprobiert, aber nichts hilft so richtig und einigen Pflanzen bekommt das gar nicht. Sollten Sie einen Rat haben, so wäre ich Ihnen für eine Nachricht sehr dankbar.

GARDENA Gartenexperte:

Es sind, liebe Frau K., die von den verschiedenen Herstellern angebotenen Fressköder üblicherweise auf so genannte Fängigkeit getestete Präparate. Insofern hätten die eigentlich funktionieren sollen. Ich gehe davon aus, dass Sie sie sowieso nach Herstellerangaben eingesetzt und angewendet haben. Wenn das bei Ihnen nun wieder Erwarten nicht funktioniert hat, so bleiben folgende Überlegungen:
Machen Sie sich einmal die Mühe und vergleichen Sie Köder und Wirkstoffe verschiedener Hersteller. Probieren Sie dabei aus, ob es Köder verschiedener Hersteller gibt, welche die Nager besser als andere annehmen.
Bei Giftködern kann es durchaus passieren, dass Sie die toten Tiere nicht vorfinden, weswegen Sie insofern keinen unmittelbaren Bekämpfungserfolg ablesen können. Zudem kann es möglicherweise sein, dass Sie durchaus gute Fängigkeiten haben, diese bei Ihnen aber deswegen nicht wirksam zum Tragen kommen, weil ständig neue Wühlmäuse nachsiedeln. Speziell im ländlichen Raum und dort in Ortsrandlagen kann das passieren.
Unmittelbaren Treffernachweis haben Sie mit Wühlmausfallen, die Sie einsetzen. Aus meinem Umfeld sind mir die Wühlmausfallen von Neudorff als durchaus fängig bekannt.
Aus meiner professionellen Gärtnersicht aber noch dieser zusätzliche Hinweis: Wühlmäuse sind äußerst scheu und reagieren speziell auf Gerüche im Gang und an Fanggeräten, die sie vergällen. Deswegen hat der Gärtner früher seine Hände kräftig mit Gartenerde eingerieben und damit Fremdgerüche übertönt welche die Nager davon hätten abhalten können, buchstäblich in die Falle zu gehen.

http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/merkblaetter_url_1_46.pdf

Frage von Bernd S.:

Ich habe einen Zwetschgenbaum inmitten einer Rasenfläche. Obwohl ich abgefallene Früchte gründlich auflese, gehen aus übersehenen abgefallenen Früchten Schösslinge auf, die ich dann immer abgemäht habe. Mittlerweile verholzen diese Stellen im Rasen und bilden hässliche dunkle Stellen. Mit welchem Mittel könnte ich diese Stellen bekämpfen und diese unerwünschten "Nester" zum Absterben bringen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.

GARDENA Gartenexperte:

Es muss gar nicht einmal sein, dass das gekeimte Zwetschgenkerne sind, lieber Herr S., denn es gibt auch Veredelungsunterlagen für Zwetschgenbäume, die Ausläufer bzw. Wurzelschösslinge bilden können. In der Konsequenz für Sie ist das aber einerlei. Denn gegen jedweden Fall heißt das von Ihnen angefragte Mittel schlichtweg: Spaten! Graben Sie die Austriebe flachgründig aus, so dass darunter liegende Wurzelbereiche nicht groß in Mitleidenschaft gezogen werden. Durchtrennen Sie die betroffenen Wurzelbereiche mit Schere oder Astschere und nehmen Sie die Austriebsstellen aus dem Boden. Bei allen Austrieben am Stamm daran denken: tunlichst nicht abschneiden, sondern ausbrechen, damit sie (so, wie Sie es beim Entfernen der Wildtriebe an Rosen auch machen) die schlafenden Augen gleich mit erwischen. Sonst treiben die wieder aus …


Frage von Jaqueline M.:

Nachdem Sie mir mit meiner Zierquitte sehr weitergeholfen haben, möchte ich Ihnen nun eine Frage zu meinem aktuellen Problemkind stellen, einem Blaukissen.
Nachdem die Blaukissen letztes Jahr nicht überlebt haben, habe ich dieses Jahr an die gleiche Stelle wieder welche gepflanzt. Doch auch dieses Jahr war mir kein Erfolg beschieden. Nach den ersten (sehr blühintensiven) Wochen fangen sie an, von innen heraus zu verdorren (und das obwohl ich gegossen habe und es wirklich genug geregnet hat) und "auseinanderzufallen". Will ich sie vielleicht an der falschen Stelle der Mauer herunterwachsen lassen? Obwohl es den Schleifenblumen und dem Bergsteinkraut dort (nicht an der gleichen Stelle, aber an gleicher Lage - sonnig bis halbschattig) gut gefällt. Habe ich zu nahe an meiner Pfingstrose gepflanzt? Ich kann auch nicht beurteilen, ob die Blaukissen im nächsten Frühjahr wieder neu austreiben würden, denn die verdorrten Stängel werden von einem Amsel-Pärchen "plattgemacht", die sie bevorzugt für den Nestbau verwenden. Das ist zwar auch schön, aber nicht wirklich das, was ich wollte.

GARDENA Gartenexperte:

Schön, dass das mit den Zierquitten geklappt hat, liebe Frau M., gehen wir also jetzt einmal an Ihre aktuellen Problemkinder, die Blaukissen.
Diese Blaukissen neigen tatsächlich dazu, im unteren Stängelbereich trockenes Laub zu entwickeln, speziell nach der Blüte, im Spätjahr oder bei ungleichmäßiger Versorgung. Möglicherweise war Ihr Blaukissen noch nicht optimal eingewurzelt zu dem Zeitpunkt, als in diesem Frühjahr die Hitze einsetzte. Üblicherweise kommt die Pflanze in Mauernischen auch bei starker Sonneneinstrahlung recht gut klar. Dabei ist es aber wichtig, dass sie nicht nur in eine Fuge hineingepresst wird, sondern dass sie tatsächlich durch die Mauer hindurch in das dahinter liegende Erdreich hinein wurzeln kann. Die Pflanze ist also etwas für die Trockenmauer, die ja gleichsam mörtellos verlegt wird. Beim Setzen der Trockenmauer lässt man geschickterweise gleich Pflanzennischen frei, die eine Erdreichanbindung bis in den gewachsenen aber gelockerten Boden ermöglichen. In diese Nischen hinein gibt man – egal, ob gleich beim Mauer setzen oder erst später – die Wurzelballen der Mauerblümchen.
Speziell Blaukissen können Sie übrigens durchaus schneiden, das macht man dann nach der Blüte, wenn man die Pflanzentriebe um etwa die Hälfte ihrer Länge reduziert. So wird die Pflanze schön dicht buschig. Mit dem Schnitt können Sie übrigens schon im Frühjahr, beim Austrieb, korrigierend eingreifen: Dann sehen Blaukissen ja mitunter ebenfalls etwas dürrstruppig aus. Schneiden Sie die Pflanze in ihren struppigen Teilen dann etwa zwei Finger breit zurück und lassen Sie sie sich im Austrieb neu bestocken. Übrigens, in Torf-Sand-Gemisch gesteckt (1:1), können Sie vom Blaukissen im Spätsommer Stecklinge machen, die Sie hell und weitestgehend frostfrei, aber kühl, überwintern und dann zur Auffrischung etwa ausgewinterten Bestandes in Ihrer Mauer verwenden können, sobald sie kräftig durchtreiben.