Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der folgenden Informationsseite entnehmen. Hinweise zum Einsatz von Cookies

Unkraut, Düngung, Pflanzenschutz, dazu Gartentricks und Bepflanzungsideen – herzlichen Dank liebe Leserinnen und Leser für ihre zahlreichen und vielseitigen Anfragen an den GARDENA Gartenexperten im Monat Juni!

Und was bewegt Sie im Gartenmonat Juli?

Frage von Zdenka P.:

Guten Tag,
wir haben jedes Jahr im Garten Probleme mit Pferdeschwanz, vor allem im Mulch. Wir haben schon verschiedene Unkrautmittel ausprobiert, leider ohne Erfolg. Danke für Tipp.

GARDENA Gartenexperte:

Pferdeschwanz, liebe Frau P., das dürfte der Schachtelhalm sein, (Equisetum). Ja, der ist sehr hartnäckig zu bekämpfen, denn seine Wurzeln reichen gut und gerne zwei Meter tief in den Boden so dass es nichts bringt, ihn oberflächig abzujäten. Aus Wurzelverzweigungen in der Tiefe kommt die Pflanze bei günstigen Standortbedingungen (relativ lehmige Böden) dann nämlich immer wieder. Wenden Sie aber mal GierschFrei (von Neudorff) an, das ist ein „Bio-Herbizid“, das nach meinem Kenntnisstand auch den Schachtelhalm bekämpft.


Frage von B. v. d. G.:

Ich möchte in zwei circa einen Meter hohe (Durchmesser cirka ein Meter) Pflanztröge schnell wachsende, winterharte Pflanzen als Sichtschutz einpflanzen. Für einen Rat welche Pflanzen geeignet sind, wäre ich dankbar.

GARDENA Gartenexperte:

Das ist, aus dem Stand, schwierig zu beantworten, lieber Herr v. d. G., denn es wäre wichtig zu wissen, ob die Tröge in den Boden hinein frei durchwurzelbar sind (Pflanzringe), wie groß genau die Pflanzen für Ihren Bedarf werden sollen und wie die Standortbedingungen sind (Licht-, Wind-, Frostexponiertheit) und ob Sie bestimmte optische Anforderungen an die Bepflanzung stellen.
Insofern bleiben meine folgenden Empfehlungen für Sie wage: Recht gut blickdicht und auch in Trögen der beschriebenen Art durchaus etliche Jahre haltbar sind üblicherweise Eiben, in ihrer schmaleren Form wahlweise Bechereiben. Unter Umständen (Frost) ist auch der Kirschlorbeer in groß wüchsigen Sorten (wie `Etna´ oder `Schipkaensis Macrophylla´) passend. Unter den Laub abwerfenden Gehölzen, die sind dann aber ausschließlich im Sommer blickdicht, wären die Traubenkirschen eine besonders preiswerte Empfehlung (die haben wir bereits im Mai an dieser Stelle kommuniziert). Schnell wüchsig und exzellent beschneidbar / formierbar sind Hainbuche und Liguster `Atrovirens´. Wollen Sie eher elegante als robuste Pflanzen denken, wäre an geschützten Standorten Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum `Atropurpureum´) eine adrette Lösung.
Aber, wie gesagt: Sie müssten im Einzelnen meine Pflanzempfehlungen mit den Standortbedingungen abstimmen. Übrigens: Vom Boden gemessen ist die erforderliche Höhe für pflanzlichen Sichtschutz 150 cm dort, wenn Sie sitzend dahinter verschwinden möchten, ansonsten 180 cm bis 200/220 cm.


Frage von Rainer F.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
an einem Süßkirschenbaum hat sich im weiteren Bereich ein Ableger gebildet der wohl aus der Unterlage kommt. Kann man diesen in einem Topf hochziehen und ihn dann später mit einem Trieb des Baumes veredeln?
Kann man auf einem Ulmentrieb irgendein Obst veredeln, dies also als Unterlage verwenden?

GARDENA Gartenexperte:

Ja, das können Sie so machen, Herr F.. Wenn es tatsächlich ein Austrieb aus einer bestehenden Veredelungsunterlage ist, dann haben Sie eine vergleichsweise schwach wüchsige Veredelungsunterlage vor sich. Sollte die junge Pflanze hingegen einem Kirschkern entsprungen und somit ein Sämling sein, dann eine starkwüchsige – nur, damit Sie sich nach Ihrer Veredelung auf das künftige Baumformat einstellen können.
Auf Ulmen-Unterlagen (Familie der Ulmengewächse) können Sie nur Ulmensorten veredeln und keine Obstsorten (oft Familie der Rosengewächse), das sind völlig unterschiedliche Arten, Gattungen und sogar Pflanzenfamilien. Bis auf vergleichbar wenige Ausnahmen gilt im Allgemeinen: Veredelungen immer auf dieselbe Art setzen, nicht im Artenmix.


Frage von Jörg E.:

Werte Damen und Herren,
durch den Dauerregen letzter Woche, sind meine Tomatenpflanzen, sie stehen überdacht, doch wohl mit Braunfäule beschlagen. Kann man die noch retten?

GARDENA Gartenexperte:

Entfernen Sie die befallenen Blätter, lieber Herr E. und stellen Sie sicher, dass das Laub der Pflanzen trocken bleibt (Tomatenhaube). Dann haben Sie eine Chance, dass der Rest des Laubes möglicherweise nicht infiziert wird. Allerdings kann unter der Haube schon der dort entstehende Tau ausreichen, um die Blätter infektionsfeucht zu bekommen. Falls Sie Hauben einsetzen, lüften Sie die morgens damit a) der Tau vom Laub rasch abtrocknet und dass Sie b) den morgendlichen Hummelflug zur Befruchtung der Blüten ausnutzen


Frage von Heinrich T.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
bereits im Vorjahr habe ich an meinem Kirschbaum festgestellt, dass nach gutem Fruchtansatz sowohl die Blätter als auch die Früchte frühzeitig fleckig wurden und abfielen (siehe Fotos). Handelt es sich hier um eine Krankheit und was kann man dagegen unternehmen? Ist der Baum überhaupt noch zu retten. Liegt es evtl. am Umfeld, denn in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich eine große Thuja-Hecke!? Der Untergrund besteht aus Mergelboden. Vielen Dank!

GARDENA Gartenexperte:

Soweit ich das auf den von Ihnen mitgeschickten Bildern erkennen kann, lieber Herr T., ist Ihr Kirschbaum von dem Pilz Stigmina carpophila befallen. Landläufig „Schrotschusskrankheit“ genannt, weil die befallenen Blattflächen später oft aus dem Blatt herausfallen und es danach wie von Schrot durchschossen aussieht. Auch ist Ihre Vermutung richtig, dass die Thujahecke damit ursächlich verbunden sein könnte: Bei hoher Luftfeuchte (oftmals infolge mangelnder Standortbelüftung) tritt die Schrotschusskrankheit verstärkt auf.
Was also nun konkret tun? Prüfen Sie in Ihrem Garten, wie Sie durch geeignete Schnitt- oder auch Rodungsarbeiten vor Ort für eine bessere Situationsdurchlüftung sorgen könnten. Dazu gehört auch der Baumschnitt: Die Krone des Kirschbaums soll ausreichend licht sein. Entfernen Sie beim Kirschbaumschnitt auch besonders stark infizierte Zweige. Achten Sie ferner darauf, dass über Winter keine Mumienfrüchte am Baum verbleiben, es sind Sporenlager für eine Neuinfektion. Auch sollten Sie abgefallenes, infiziertes Laub sorgsam entfernen (das am besten nicht selbst kompostieren, wenn Sie auf Ihrem Kompost keine heiße Rotte fahren sondern über eine Kompostieranlage entsorgen). Bei dem bei Ihnen vorliegenden Infektionsgrad rate ich schlussendlich auch dazu, den Baum in den kommenden Jahren zwischen Austrieb und Blüte mit Kupferkalk zu behandeln.


Frage von Siegfried H.:

Sehr geehrter Herr Engelbert Kötter,
ich bin Imker und möchte auf ca. 100 m² freier Gartenfläche eine Blumenwiese anlegen, die sich auch gleichzeitig zu einer Bienenweide mit viel Nektar entwickeln soll. Die Fläche ist kein Südhang im Osten mit einer ziemlich hohen Strauch- und Baumgrenze. Was können Sie mir da für Samenmischung empfehlen?

Der GARDENA Gartenexperte:

Prüfen Sie doch bitte einmal, lieber Herr H., ob da für Sie nicht die Saatgutmischung „Veitshöchheimer Bienenweide“ in Frage kommt. Hier der Link dazu: „Veitshöchheimer Bienenweide“ Mit dem unterfränkischen Unternehmen können Sie abklären, ob diese Saatmischung für die Wachstumsbedingungen bei Ihnen geeignet ist. Da das Unternehmen selbst mischt und außerdem echt fit in Sachen Wildpflanzensaatgut sind, bin ich mir sicher, dass die eine für Sie passende Saatgutmischung haben.


Frage von Roland E.:

Ein Verwandter von mir hat auf seinem Grundstück ziemlich viele Eichen stehen. Im Herbst, wenn die Blätter fallen, hat er ein großes Problem. Die Menge ist riesig und Eichenlaub verrottet sehr langsam. Haben Sie einen Tipp, wie man dieses Problem lösen kann?

GARDENA Gartenexperte:

Es gibt da eine Reihe von Lösungen, lieber Herr E.. Je nach dem, was vor Ort leistbar oder gewollt ist. Geschickt wäre natürlich die Verrottung vor Ort, weil Sie ja sonst im Laufe der Jahre jede Menge Futter aus dem Nährstoffkreislauf abtransportieren.
Wenn das Laub aber weg muss, dann halte ich es bei den von Ihnen beschriebenen Mengen für sinnvoll, es mit dem Laubbläser zusammenzutragen und möglicherweise an separater Stelle, irgendwo abseits auf dem Grundstück, als Laubmiete zu kompostieren. Dann kann es rotten, so lange es will. Wenn Sie die Laubmiete mit Erde und anderem Kompostgut mischen, dann verläuft die Rotte sogar halbwegs zügig.
Eine Variante dessen wäre, es professionell zu kompostieren. Entweder über eine Kompostierungsanlage oder über den örtlichen kommunalen Grüngutplatz.
Sofern Sie ländlich wohnen ist es schlussendlich sogar möglich, mit dem Laub einem Bauern den Hänger zu befüllen. Er kann das Laub dann im Herbst auf dem Acker mit unterpflügen.


Frage von Marc E.:

Lieber Gartenexperte,
ich stehe vor der Neuanlage einer ca. 400 m² großen Rasenfläche – der Boden ist gefräst und mit Pflanzerde verbessert, Bodenaktivator untergearbeitet. Aktuell ist der Boden jedoch leider nicht feinkrümelig, sondern mit vielen bis zu vier Zentimeter großen, teilweise sehr harten Erdklumpen bedeckt, wodurch ein Harken und Planieren sehr schwierig wird! Wie kann ich die Erdklumpen fein krümeln? Ich habe bereits zwei verschiedene Fräsen da gehabt – erfolglos, es bleiben immer größere Brocken zurück. Von Hand alle Klumpen zu zerkleinern erscheint mir doch arg mühsam ... - Danke für die Hilfe.

GARDENA Gartenexperte:

Da ist wohl etwas grob schief gelaufen, lieber Herr E., denn wenn der Boden tatsächlich gefräst ist, dann bleibt nur quasi mehlfeiner Boden übrig (abgesehen von Steinen etc., natürlich), spätestens nach dem zweiten Fräsgang. Was Ihnen da als Fräse verkauft worden ist, war denn wohl eine Motorhacke.
Man kann sich die Mühe machen und die Fläche mit einer Eisenharke nacharbeiten und die Erdklumpen damit zerstoßen. Das ist aber mühselig, wenn Sie 400 Quadratmeter auf diese Weise beackern müssen. Nein, reden Sie besser mit einem Landschaftgärtner oder auch einer dienstleistenden Baumschule, man möge Ihnen das Grundstück wirklich fräsen. Sagen Sie, dass Sie tatsächlich den glatt gefrästen, klumpenfreien Boden haben wollen, um das Feinplanum Ihres Rasens einzurichten.


Frage von Hans S.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich schreddere selbst Äste, Zweige usw. und verwende dieses zum Mulchen. Kann man diesen Mulch in irgendeiner Weise präparieren, um Unkrautwuchs noch besser zu verhindern? Oder gibt es noch andere Tipps hierzu?

GARDENA Gartenexperte:

Zunächst einmal ist Hygiene dahingehend erforderlich, lieber Herr S., dass Sie in Samen stehende Unkräuter oder auch Wurzelunkräuter generell aus denjenigen Gartenabfällen fern halten, die Sie schreddern. Dann haben Sie nämlich nur noch geringst mögliche Unkrautanhaftungen am Schreddergut, das Sie später ins Beet retour transportieren. Des Weiteren können Sie das Häckselgut vor seiner Verwendung so kompostieren, dass Sie die für korrekt aufgesetzte Komposte typische heiße Rotte erzeugen. Dann nämlich sterben auch die letzten Anhaftungen von Unkräutern (egal ob Samen oder Wurzelstücke) zuverlässig ab. Aber, wie gesagt, die heiße Rotte ist da entscheidend.


Frage von Dieter H.:

Hallo,
auf meine Anfrage vom 5. Mai bekam ich umgehend die nachfolgende Antwort: „I am out of the office until [Anm. Redaktion: Zitat gekürzt] …“
Leider hat sich seitdem nichts mehr getan. Deshalb möchte ich höflichst noch einmal um Antwort bitten.

GARDENA Gartenexperte:

Lieber Herr H., Ihre Anfrage vom 5. Mai (die zweite vom 9. Juni) habe ich Ihnen im Newsletter vom 6. Juni beantwortet – achter Beitrag von oben, da finden Sie meine Antwort für Sie. (http://www.gardena.com/de/gardena-newsletter/juni-06-2013/)


Frage von Hans-Martin M.:

Wie dünge ich Christrosen?

GARDENA Gartenexperte:

Lieber Herr M., Ihre Anfrage vom 5. Mai (die zweite vom 6. Juni) habe ich Ihnen im Newsletter vom 6. Juni beantwortet – vierter Beitrag von oben, da finden Sie meine Antwort für Sie.(http://www.gardena.com/de/gardena-newsletter/juni-06-2013/)


Frage von Natascha und Tim G.:

Hallo Herr Kötter,
wir haben im letzten Herbst eine Hecke aus Thuja Smaragd-Lebensbäumen gesetzt. Leider waren wir etwas nachlässig mit dem Gießen über den Winter, so dass einige Bäumchen braune Triebe haben. Können wir diese abschneiden und wachsen sie nach oder wie soll man da am besten verfahren? Im Frühjahr haben wir sie mit Blaukorn gedüngt und gießen nun auch ordentlich. Besten Dank für Ihre Antwort!

GARDENA Gartenexperte:

Die braunen Triebe können Sie jetzt sicherlich zunächst einmal herausschneiden, liebe Familie G.. Auch sollten Sie inzwischen anhand des bereits kräftig erfolgten Austriebes an den Pflanzen erkennen können, wo noch Leben drin ist und wo Partien oder gar ganze Pflanzen abgestorben sind. Bei der Düngung der Pflanzen mit mineralischem Volldünger sollten Sie Anwendungsmengen von 25 bis 50 Gramm pro Quadratmeter (das sind etwa ein bis zwei gut verteilte Esslöffel voll) jetzt in der späten Anwachsphase nicht überschreiten. Immer vorausgesetzt, dass die Thujen hinlänglich feucht stehen.


Frage von Karl-Heinz T.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wir haben sehr viele Ameisenhügel in unserem Rasen und Gemüsegarten. Nach Regenfällen wird unser Rasen mit Ameisenhügeln zersetzt. Auf einen Quadratmeter kommen zwischen 10 - 15 Ameisenhügel. Der Rasen stirbt an den entsprechenden Stellen ab. Man kann gar nicht mehr barfuss auf dem Rasen spielen. Im Gemüsegarten laufen die Ameisen an Erdbeeren herum und fressen auch Löcher hinein. Auch an allen Himbeer- und Johannisbeerpflanze sind sie zu finden. Es handelt sich um schwarze, rötliche und gelbliche Ameisen. Selbst auf der Terrasse sammeln sie sich unter Blumentöpfen, wenn der Topf über einer Plattenritze steht. Schon über Jahre gießen wir aufgelöstes Ameisenmittel auf die Ameisenhügel, konnten aber langfristig keinen Erfolg erzielen. Im Jahr verwenden wir 3 - 4 kg Ameisenmittel. Haben Sie einen Tipp, wie wir der Ameisenplage Herr werden können?

GARDENA Gartenexperte:

Ich weiß nicht, welches Präparat Sie bislang gegen Ameisen anwenden, lieber Herr T. und wie Sie es angewandt haben. Möglicherweise gilt es hier, Anwendungszeitpunkt, -häufigkeit, -dichte und -menge zu überprüfen. Da ich aber davon ausgehe, dass Sie all das sorgsam im Griff haben ist es meine Anregung für Sie, möglicherweise einmal den Wirkstoff (also nicht allein Marke und Präparat, sondern tatsächlich den Wirkstoff) zu wechseln, mit dem Sie gegen die Krabbeltiere vorgehen. Ein Präparat mit guter Fängigkeit ist beispielsweise das naturverträgliche Lorixan (von Neudorff; Wirkstoff 1,74 g/kg Pyrethrine (Chrysanthemum cinerariaefolium-Extrakt).
Wenn all Ihre Eigeninitiative nichts bringt, ist möglicherweise professionelle Hilfe angeraten. Entsprechend Ihrem Wohnort, ist die nächst gelegene „Dienststelle“ des Unternehmens Deutsche Schädlingsbekämpfung in 72070 Tübingen (Telefon: 0180/2244606, Email: sued@deutsche-schaedlingsbekaempfung.de). Kontaktieren Sie, wenn Sie mögen, doch einmal die Schädlingsbekämpfer dort, um die für Sie geeignete – und vor allem nachhaltig wirksame – Ameisenbekämpfungsstrategie festzulegen.