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Auch der kalte Februar hält Sie, liebe Leser des Gartenexperten, nicht davon ab, sich schon in Vorbereitungsarbeiten für Ihren Garten zu stürzen. Das haben wir an Ihren Fragen leicht feststellen können. Wie sollte man jetzt seinen Apfelbaum zurückschneiden? Wann kann mit der Rasenpflege begonnen werden? Zu diesen und weiteren interessanten Fragen wird Experte Engelbert Kötter in dieser Ausgabe Rede und Antwort stehen!

Frage von Wilma van Z.:

Wir haben einen Apfelbaum im Garten, der jedes Jahr viele Äpfel gibt. Jetzt muss er aber geschert werden und wir wissen nicht wie. Können Sie uns bitte sagen, wie wir das machen müssen und ob das jetzt noch geht?

GARDENA Gartenexperte:

Solange die Knospen des Apfelbaumes noch nicht zu schwellen beginnen, liebe Frau van Z., können Sie an frostfreien Tagen im Februar/März die Apfelbäume schneiden.
Wie man das macht, ist aber Fachbücher füllend, bedarf der sachkundigen Anleitung und eigenen Erfahrung. Insofern ist es leider nicht möglich, Ihnen eine umfassende Schnittanleitung für speziell Ihren Apfelbaum zu geben. Es ist erforderlich, dass Sie sich durch Lektüre sowie den Besuch von Schnittkursen in diese komplexe Materie einarbeiten und sich auf dieser Basis an erste Gehversuche im eigenen Garten machen. Gleichwohl gebe ich Ihnen sehr gerne einen kurzen Überblick:

Junge Bäume benötigen zunächst einen Erziehungsschnitt, bei dem es um die Herausbildung und Kräftigung von etwa drei bis fünf gleichmäßig um den Baum herum verteilten Ästen, so genannten Leittrieben geht. Von diesen gehen dann die Frucht tragenden Zweige ab. Diese sollen möglichst waagerecht stehen und müssen so geschnitten werden, dass das abgetragene Holz entfernt und durch das nachwachsende fruchtbarere jüngere Holz ersetzt wird. Diese Maßnahme ist die bedeutendste in der nächsten Alterstufe des Baumes, der Ertragsstufe, bei der es um den so genannten Erhaltungsschnitt geht.
Generell gilt beim Winterschnitt (Januar bis Anfang/Mitte März, an frostfreien Tagen) : Totholz und krankes Holz entfernen, all dasjenige, das sich kreuzt und scheuert und alle Wasserschosse auf den Ästen (senkrecht wachsenden Triebe). Lichten Sie den Baum aus und ersetzen Sie dabei das abgetragene alte Holz durch junge, fruchtbarere Triebe. Dazu sind verschiedene Schnitttechniken erforderlich, die sogar bis in die Berücksichtigung von besonderen Wuchseigenschaften der jeweiligen Apfelsorte hinein reichen.
Beim Sommerschnitt im etwa Juni/Juli, entfernen Sie alle dann bereits erkennbar unnützen Triebe (die z.B. steil nach oben wachsen, die in die Krone hinein ragen, die zu dicht stehen. Weil der Baum dann belaubt ist, sollten Sie für den Sommerschnitt aber bereits erst-erfahren sein. Vergleichsweise einfacher, wenngleich kompliziert genug, ist der Winterschnitt, weil die dann laubfreie Krone einen besseren Überblick über das Zweigwirrwarr erlaubt und die anzustrebende Struktur des jeweiligen Kronenaufbaus dann besser erkennbar ist.


Frage von Thomas J.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wann darf ich das letzte Mal im Jahr mähen oder vertikutieren und wann frühestens? Besten Dank für Ihre baldige Antwort!

GARDENA Gartenexperte:

Eine exakte Terminierung ist schwierig, weil die Notwendigkeit der Arbeiten vom Wachstum der Gräser abhängt und diese wiederum an den Witterungsverlauf im Kalenderjahr gekoppelt ist. Gärtnern und Wetterbeobachtung gehören zusammen.
Gleichwohl zeigt die Erfahrung, dass der letzte Rasenschnitt um Anfang Oktober liegt, der erste um Ende April. Ab Mitte April drückt der Halm wieder spürbar durch, ab Anfang / Mitte Oktober geht das Wachstum der Halme in Herbstruhe.

Das Vertikutieren hat eine andere Zielsetzung als die Mahd, deswegen ist es zu anderen Zeitpunkten gelagert. Mit Anfang / Mitte April liegt es vor der ersten Mahd als frühestem Termin, mit Anfang September als spätestem Termin findet es noch im Spätsommer statt.
Nach dem ersten Vertikutieren (+ Kalken, + ggf. Nachsaat) soll der Rasen bald durchtreiben, um die Grasnarbe schnell wieder zu schließen. Nach dem letzten Vertikutieren (+ ggf. Herbstdüngung, + ggf. Nachsaat) soll sich der Rasen vor Winterbeginn noch hinlänglich regenerieren.


Frage von Melita B.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
Wann sollten Magnolien sowie Rhododendron geschnitten werden? Ich verbleibe in Erwartung einer positiven Nachricht.

GARDENA Gartenexperte:

Magnolien und Rhododendren, liebe Frau B., schneiden Sie am geschicktesten zum Zeitpunkt des Übergangs von der Blüte zum Austrieb. Dann also, wenn die Blüten zu verblühen beginnen und der Austrieb loslegt. Das aber so frühzeitig, dass der beginnende Austrieb bei den Schneidarbeiten nicht abbricht.


Frage von Ruth:

Lieber Gartenexperte,
wir besitzen seit vergangenem Jahr je ein Bäumchen Stachel- und Johannisbeere. Nun wissen wir nicht, ob und wann diese geschnitten werden müssen. Können Sie uns raten?

GARDENA Gartenexperte:

Schneiden Sie sie jetzt im Februar an frostfreien Tagen. Entfernen Sie dabei von den dicken schwarzen Trieben zugunsten der hellen, fruchtbareren Jungtriebe. Damit lichten Sie die Stämmchenkrone bereits gut aus. Lange Triebe erforderlichenfalls bis zu einer passenden Stelle einkürzen, an der ein heller jüngerer Trieb austreibt.


Frage von Nicole P.:

Guten Tag Herr Kötter,
wir haben im vergangenen Jahr einen neuen Rollrasen bekommen und sind etwas erschüttert darüber zu sehen, wie er aktuell aussieht. Der Rollrasen wurde im Mai 2012 verlegt und vorschriftsmäßig gedüngt bzw. gemäht.
Wir haben im Herbst einen Rasendünger wie empfohlen aufgetragen, jedoch scheint es nicht besser zu werden, sondern eher schlechter.
Fotos des Rasens finden Sie anbei. Er weist viele braune Flecken auf und sieht wie abgestorben aus.
Was können wir tun, um unseren Rasen richtig zu pflegen und wieder in sattem Grün zu sehen?

GARDENA Gartenexperte:

Ihrer Beschreibung nach haben Sie alles richtig gemacht, liebe Frau P. . Insofern wäre jetzt die Standard-Reaktion, die Rasenfläche Anfang März zu vertikutieren, zu kalken und zu düngen, damit sie anschließend wieder kräftig in den Austrieb geht und so mögliche Winterschäden bald wieder überwächst. Über diese generelle Antwort hinaus wäre es aber speziell sinnvoll, dass sich der Fachbetrieb der den Rasen geliefert und verlegt hat die Fläche noch mal situativ anschaut und dabei überprüft, ob sich seitens des Bodens, der Garten- oder auch Pflegesituation irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat. Speziell möge er bitte prüfen, ob sich der Rasen möglicherweise eine Pilzinfektion zugezogen hat.


Frage von Adelgunde Z.:

Hallo Herr Kötter,
In unserer Kleingartenanlage haben wir schrecklich viele Wühlmäuse. Frage: Wie werden wir die los? Was kann man dagegen einsetzen?

GARDENA Gartenexperte:

Probieren Sie´s mal mit der Sugan Wühlmausfalle von Neudorff, liebe Frau Z., die gilt als gut fängig (Link zum Produkt) . An einer konzertierten Aktion gegen Wühlmäuse müsste sich aber am besten der ganze Kleingartenverein beteiligen denn es nützt wenig, wenn Sie Ihre Wühlmäuse weg gefangen haben, andere aber bald darauf von den umliegenden Gärten nachrücken. Insofern sollten Sie dieses Anliegen an Ihren Vorstand herantragen.