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Der GARDENA Gartenexperte Engelbert Kötter und das GARDENA Newsletter-Team bedanken sich herzlich für Ihr Interesse und Ihre zahlreichen Anfragen in diesem Gartenjahr.
Mittlerweile hat sich eine GARDENA Newsletter-Gemeinschaft von vielen Abonnenten entwickelt, die allesamt eines miteinander teilen: die Freude am Garten.

In den Wochen des Jahreswechsels ist für viele Menschen Weihnachten das Highlight und zu diesem Fest wünschen wir Ihnen alles Liebe und Gute.
Nutzen Sie Ihre stillen Stunden der (garten-)ruhigeren Jahreszeit jetzt auch dazu, wieder einmal ein einladendes Gartenbuch zur Hand zu nehmen und lassen Sie sich von der Gartenleidenschaft inspirieren!

Frage von Anja K.:

Hallo Herr Kötter,
durch Zufall bin ich auf den GARDENA-Newsletter und damit auf Ihre Tipps gestoßen und hätte auch gern einen Rat von Ihnen.
Seit mehreren Jahren haben wir dunkelrot gefärbten Klee (ist das Hornklee?) in unserem Garten, der sich auch durch intensivstes Jäten nicht ausrotten lässt, weil er am liebsten zwischen anderen Pflanzen durchwächst.
Im Gegenteil, er vermehrt sich rasend schnell und wächst mittlerweile an den unmöglichsten Stellen (z.B. auch in Blumenkübeln auf der Terrasse oder in meinem Steingarten) und macht mich fast wahnsinnig. Gibt es ein Mittel, das diesen Klee bekämpft, ohne andere „gewünschte“ Pflanzen in Mitleidenschaft zu ziehen? - Vielen Dank im Voraus und viele Grüße aus Thüringen.

GARDENA Gartenexperte:

Die von Ihnen gesuchte Pflanze heißt Hornsauerklee (Oxalis corniculata), liebe Frau K. und sie ist tatsächlich sehr invasiv und damit in gewisser Weise ein Problemunkraut. Es ist sowohl ein Samenunkraut, dessen Samen aus den Samenständen weithin verschleudert wird, als auch ein Wurzelunkraut, das – wie Giersch, Quecke oder Ackerwinde – sich aus kleinen Wurzelstücken regenerieren kann. Kein Wunder also, dass es Sie „fast wahnsinnig“ macht.
Oxalis zieht leicht saure Böden vor. Wo immer es möglich ist, heben Sie den pH-Wert des Bodens durch eine Kalkung an. 100 Gramm Düngekalk pro Quadratmeter heben den pH-Wert um einen Punkt, also z.B. von pH 5 auf pH 6. Gegen Oxalis sollte der pH-Wert bei etwa pH 7 bis pH 7,5 oder gar pH 8 liegen.
Auch das wiederholte Hacken ist gegen Oxalis hilfreich. Man muss dabei aber auf der Fläche am Ball bleiben, weil er sich ja aus Wurzelstücken regenerieren kann und man kriegt ihn dort, wo er bereits in Gräser oder Stauden hinein gewachsen, ist auf diesem Wege nicht wirklich weg. Da müssen Sie leider rupfen. Das gleiche gilt für die Anwendung eines Herbizides. Bayer beispielsweise weist das Präparat Bayer Garten Universal-Rasenunkrautfrei Loredo® als wirksam gegen Sauerklee aus. Aber wenn der erst einmal in andere Pflanzen hinein gewachsen ist, erwischt man ihn damit auch nicht mehr. So bleiben, unterm Strich, verschiedene Bekämpfungsvarianten, bei denen Sie aber – im Detail mehr oder weniger mühsam – über längere Zeit am Ball bleiben müssen. Wie intensiv Sie das tun, bestimmt dann wesentlich das Maß Ihres Erfolges.


Frage von Judith K.:

Hallo lieber Gartenexperte,
ich habe dieses Jahr viele bildschöne Fuchsien im Topf gehabt und eine prächtig blühende Datura (alle blühen jetzt immer noch etwas). Beide Kamelien haben bislang noch nicht geblüht. Wie rette ich die Pflanzen sicher über den Winter? Ich könnte einen Platz in einem dunklen, aber nicht kühlen Kellerraum bieten und einen kalten Raum unter der Garage, der viele Fenster hat. Vielen Dank für Ihre Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Die „Goldene Regel“ zur Überwinterung Ihrer Kübelpflanzen lautet grundsätzlich: so spät wie möglich einräumen, so früh wie möglich rausräumen. Bedeutet: Im Freien sind die Pflanzen allemal besser aufgehoben als unter den im Winter noch schwierigeren Raumbedingungen. In Räumen müssen Sie immer das Wechselspiel von Wärme und pflanzenverfügbarem Licht miteinander betrachten: je wärmer es ist, desto weniger kommt der Stoffwechsel der Kübelpflanze zur Ruhe. Je weniger er zur Ruhe kommt, desto mehr Licht braucht die Pflanze für ihre Fotosynthese.
Ihr dunkler, warmer Kellerraum, liebe Frau K., ist für die Kübelpflanzenüberwinterung folglich ungeeignet. Der kühle helle Raum unter der Garage ist womöglich geeignet, muss aber für die Überwinterung von Datura und Fuchsie frostfrei sein. Die Camelia kann, je nach Sorte, möglicherweise etwas Frost vertragen.
Fuchsien entlauben im Winter. Sie können sie dunkel und bei etwa 5 bis 10 Grad überwintern. Datura (Brugmansia) sollten hell und kühl bei etwa 5 Grad überwintern. Steht sie dann dunkel, entblättert sie sich auch. Die Kamelie überwintern Sie bei etwa 5 bis 10 Grad so hell wie möglich. Wenn Ihre Kamelien bislang nicht geblüht haben kann das übrigens auch daran liegen, dass ihnen der nötige Kältereiz gefehlt hat (= zu warme Überwinterung) den sie benötigen, um Blütenknospen anzusetzen. Wegen all dem halte ich inzwischen einiges von den im Markt erhältlichen mobilen Orangerien (vgl. z.B. www.biogreen.de; www.florino-online.de ) als eine Möglichkeit, die Kübelpflanzen so hell wie möglich frostfrei zu überwintern.


Frage von Hans-Martin M.:

Wie dünge ich Christrosen (Spezialdünger?)
Grüße aus S.

GARDENA Gartenexperte:

Düngen Sie Ihre Helleborus im Gartenbeet mit einer ersten Düngergabe Anfang März und mit einer zweiten Ende Juli, lieber Herr M.. Am besten dazu geeignet ist ein organischer Dünger (etwa ein, zwei Esslöffel gekörnter Rinderdung bzw. Oscorna o. ä. im Wurzelbereich der Pflanze verteilt, wahlweise ein, zwei Pflanzkellen Kompost). Organische Düngung säuert den Boden auf Dauer an, Helleborus sollte aber neutral bis leicht alkalisch stehen, deshalb sollte Sie einmal im Jahr etwas Düngekalk, so etwa zwei Esslöffel voll (ca. 50 Gramm) pro Quadratmeter hinzugeben.


Frage von Andreas S.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
leider wurden unsere Hecken (eine ca. 10 Jahre alte Thuja Brabant-Hecke und eine ca. 6 Jahre alte Feldahorn-Hecke) von einem Pilz befallen. Er wächst in Wurzelnähe bzw. aus dem Wurzelbereich direkt aus dem Stamm und wuchert stark (Größen bis 12 cm Durchmesser und bis zu 15 Pilzen sind keine Seltenheit). Nachfragen im Gartencenter ergaben kein Ergebnis (trotz Vorlage der Pilze), nur der Rat alle zu entfernen und nicht im Kompost zu entsorgen. Leider sind bei den Thujas schon einige Pflanzen braun geworden, weder Bittersalz noch Dünger haben Abhilfe geschaffen. Können Sie mir einen Rat geben wie ich den Pilz in den "Griff" bekomme? Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

GARDENA Gartenexperte:

Das ist unbesehen schwierig zu beantworten, lieber Herr S.. Wenn aber erst einmal ein solcher Pilz aus der Pflanze herauswächst, dann hat er sie so weit befallen, dass sie auch abstirbt. Insofern sehe ich für einmal befallene Pflanzen keine Rettung. Unbesehen, wie gesagt, fällt mir als möglicher Befallspilz (wenn es denn ein Hutpilz ist) vor allem der Hallimasch ein (googeln Sie dazu mal Bilder, bitte, um zu prüfen, ob er das ist). Nach meinem Kenntnisstand gibt es kein Präparat, das im Hausgarten zur Bekämpfung von Hallimasch zugelassen ist. Das geht nur im Forst. Hallimasch ist deswegen ein besonders aggressiver Pilz, weil er nicht nur Totholz, sondern auch lebende Pflanzen befällt. Dann gilt: Pflanze samt Wurzelballen roden und verbrennen. Eine Neubepflanzung sollte tunlichst erst nach einigen Jahren Abstand erfolgen, weil ansonsten die Neuinfektion der Pflanze droht.


Frage von Manfred F.:

Hallo, Herr Kötter,
jeder neue Zimmer-Bonsai, den ich mir zulege, zeigt nach einer gewissen Zeit teilweise ziemlich intensiven Schimmelbefall auf den obersten Erdschichten. Wie kann ich das verhindern? Meine Bonsais stehen gewöhnlich in einem wenig beheizten Zimmer am Fenster, im Halbschatten.
Laufend immer die obersten Erdschichten abtragen zu müssen, ist auf Dauer zermürbend. Dazu kommt noch die gesundheitliche Gefährdung durch Schimmelsporen. Ist das Erdreich auf Dauer vielleicht zu nass? Im Sommer stelle ich die Bonsais (auch wenn es eigentlich Zimmer-Bonsais sind) in meinen Garten. Dort gibt es nie Probleme dahingehend; d.h. keine Schimmelbildung und gute Entwicklung.

GARDENA Gartenexperte:

Der weiße Belag auf der Erdoberfläche im Topf Ihrer Bonsais, lieber Herr F., ist üblicherweise kein Schimmel. Vielmehr handelt es sich dabei um Kalk und Salz, als Reste aus Gießwasser und Dünger. Im Gießwasser gelöste Mineralien steigen mit dem Wasser im Substrat auf, das Wasser verdunstet und die Inhaltsstoffe lagern sich als eine weiße Kruste ab. Je kalkhaltiger das Wasser, desto intensiver tritt das Phänomen auf. Insofern muss man tatsächlich, sofern der Belag stört, ab und zu die obere Erdschicht erneuern. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Schimmelsporen tritt also in diesem Kontext nicht auf. Sie bestünde nur dann, wenn sich Ständerpilze bilden und diese aussporen würden. Wenn Sie kalkarmes Gießwasser verwenden und speziellen, für Hydrokulturen geeigneten Flüssigdünger, dann sollten die von Ihnen beschriebenen Probleme in deutlich geringerem Maße auftreten und der Aufwand für Erdaustausch merklich reduziert sein.


Frage von Ruth F.:

Sehr geehrter Gartenexperte,
auch dieses Jahr hatte ich wieder Sonnenblumen für die Vöglein angepflanzt. Leider scheitere ich wieder bei der Ernte - die Körnerträger schimmeln. Wie macht man es richtig? Vielen Dank für ihre Antwort und freundliche Grüsse.

Der GARDENA Gartenexperte:

Wir hatten heuer ein vergleichsweise feuchtes Gartenjahr, liebe Frau F. Insofern bestand die Gefahr des Schimmelns der Samenstände der Sonnenblumen in diesem Jahr mehr als sonst. An einem gut belüfteten Gartenplatz an dem diese Samenstände auch nach dem Morgentau rasch abtrocknen, zeigen sich Schimmelprobleme meist nicht. Wo Schimmelgefahr besteht rate ich dazu, die Samenstände bei erreichen der Körnerreife abzutrennen und sie - ähnlich Kräutern - zu trocknen: trocken, warm und luftig ausgelegt oder aufgehängt. Weil dabei die Spatzen gerne schon mal naschen kommen, rate ich ferner zur Abdeckung der Samenstände mit einem Netz oder leeren Zwiebelsack. Die Samenstände währenddessen häufiger einmal wenden, damit tatsächlich kein Schimmel entsteht.