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Rehe und Amseln im Garten, Gallmilben, Wollläuse und Kirschfruchtfliegen – im pulsierenden Sommerleben entwickelt sich das grüne Wohnzimmer in vielfältigen Facetten auch zum Aufenthaltsort für Tiere – nicht immer gewollt und gern gesehen. Des Weiteren zeigt Ihnen Engelbert Kötter neue Tipps zum Thema Unkraut im Rasen auf.
Was man dann wie machen kann, unser Gartenexperte verrät es Ihnen gerne!

Wir wünschen viel Spaß!

Frage von M. und H.-J. R.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
heute möchte auch ich mich einmal an Sie, als den Gartenexperten, mit der Bitte um Ihre Hilfe wenden. Seit ca. zwei Jahren haben wir in unserem Rasen dieses Unkraut (Siehe Bild). Dieses Unkraut ist eine Ranke, welche sich immer mehr ausbreitet und schon, wie auf den Bildern ersichtlich, mittlerweile ganz schöne Flächen einnimmt. Am Anfang versuchten wir diese Ranken im Rasen zu entfernen - ohne Erfolg! Auch ein mehrfaches Vertikutieren, sowie ein kurzer Rasenschnitt brachten ebenfalls keinen Erfolg. Gedüngt wurde der Rasen auch 2x jährlich mit den handelsüblichen Düngern (u.a. bei Aldi erworben).
Könnten Sie uns bitte ganz kurz mitteilen, um welches Unkraut es sich handelt und vor allem, was wir unternehmen sollten, um dieses Unkraut im Rasen wieder los zu werden.
Schon im Voraus möchten wir uns bei Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Hilfe bedanken!

GARDENA Gartenexperte:

Gundermann heißt das Unkraut von dem Sie mir die Bilder geschickt haben, liebe Familie R.. Bekämpfen können Sie es mit Rasen-Herbiziden, die dieses Kraut zuverlässig erfassen. Das Präparat Dicotex von Fa. Stähler (staehler.com) beispielsweise macht ihm den Garaus, laut Herstellerangaben.


Frage von Dieter S.:

Ein verwilderter Rasen mit ganz viel Löwenzahn - was kann ich dagegen tun?

GARDENA Gartenexperte:

Für Sie gilt dasselbe, wie oben für Familie R., lieber Herr S.. Und wenngleich der GARDENA-Newsletter grundsätzlich frei von Hinweisen auf Produkte aus dem eigenen Hause ist, so kann ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen, Sie trotzdem auf unseren genialen Löwenzahnstecher hinzuweisen, den Sie sicher aus der Fernsehwerbung kennen. Ich habe anhand Ihrer Mail gesehen, dass Sie technisch interessiert sind – insofern haben Sie vielleicht besonderen Spaß an diesem Löwenzahnstecher!


Frage von Wendel R.:

Guten Tag, Herr Kötter,

wir haben unseren Garten umgestaltet und nun erstmals freie Flächen zwischen Stauden und anderen Gewächsen. Die freie Fläche haben wir mit Pinienmulch dick abgedeckt. Dies alles zur Freude sämtlicher im Stadtteil befindlicher Amseln (so ein Gefühl hat man). Mit wachsender Begeisterung wird hier nach Würmchen u.ä. gesucht, mit dem Ergebnis, dass weit im angrenzenden Rasen der Mulch verteilt ist. Eine Freude, ihn wieder aufs Beet zu bekommen.
Frage an Sie, gibt es eine Möglichkeit, den Amseln "beizubringen", dass das nicht ihr Pick-Terrain ist? Vertreiben wollen wir die Vögel auf keinen Fall, zumal sie ja noch genügend Gartenbereiche haben, wo sie sich austoben können. Gerne höre ich von Ihnen und sage schon jetzt Danke für ihre Bemühungen.

GARDENA Gartenexperte:

Amseln finden Mulch oft klasse, insofern sind Sie mit Ihrem Problem nicht allein - hilft Ihnen aber auch nicht weiter. Daher konkret: Amseln sind vergleichsweise scheu, weswegen es einen Versuch wert ist, sie durch in den Boden gedrückte Stäbe zu vergällen, an denen Sie bunte Fäden oder aber Streifen von Alufolie befestigen, die sich im Wind bewegen. Zu den Staudenblüten mögen solche „Gartensticker“ möglicherweise sogar auch optisch passen. Zweiter Versuch wäre, Rosenkugeln aufzustellen die zwar keine Bewegung erzeugen, die aber mit ihren Lichtreflexen die Schwarzdrosseln möglicherweise ebenfalls irritieren. Auch die Idee, ein Netz über den Boden zu legen, ist schon mal aufgekommen. Aber die Amseln arbeiten am Netzrand vorbei und darin verheddern sowie zu Tode kommen sollen sie ja nun auch nicht gerade. Sicher, auch an den bunten Wedeln vorbei kann sich das Problem fortsetzen, das muss ich von vornherein klar sagen. Aber es mag doch eine Verbesserung der Situation im Gesamtbild bewirken. Und wenn Sie´s mal wieder ganz arg ärgert, denken Sie einen Augenblick daran, dass derzeit hunderttausende Amseln in Deutschland am Usutu-Virus eingehen. Das stimmt dann den Überlebenden gegenüber zumindest etwas milder – auch wenn das ganze schlussendlich wirklich lästig ist, da haben Sie Recht.


Frage von Martina D.:

Hallo Herr Kötter,
unser schöner Ahornbaum ist voller Gallen. Inzwischen weiß ich, dass die Gallmilben diese kleinen Kullerchen fabrizieren. Ich habe Bedenken, dass es überhand nehmen könnte. Haben Sie einen Rat, was ich tun könnte? Herzliche Grüße.

GARDENA Gartenexperte:

Schauen Sie bitte mal in meinen Antworten im vergangenen GARDENA-Newsletter vom 16.8. nach, liebe Frau D., da habe ich Ihre bereits etwas zurück liegende Erstanfrage bereits beantwortet.


Frage von Klaus H.:

Hallo Herr Kötter,
nach der Schneckenplage habe ich jetzt neue Kannibalen in meinem Garten zu Besuch. Zwei Rehe kommen mich besuchen, in den frühen Morgenstunden und fressen ALLE Rosenknospen, einige andere Pflanzen und das junge Grün des zweiten Austriebs ab. Was kann ich tun, um sie zu vertreiben? Abschießen geht ja leider nicht. Besten Dank und freundlicher Gruß.

GARDENA Gartenexperte:

Das Problem haben wir im Garten der Schwiegermutter auch. Da habe ich WildStopp von Neudorff angewendet, das funktioniert ganz gut. Das ist ein Präparat, welches die Wildziegen vergällt, also anekelt und vertreibt. In Försterkreisen macht man´s gegen Wildverbiss so, dass man sich frisch gerupfte Schafwolle besorgt und diese dann dort anbringt, wo man die Rehe verscheuchen möchte. Offenbar mögen Rehe Schafe gar nicht riechen. Sie haben also freie Auswahl: Schafwiese oder Gartencenter …


Frage von Karin W.:

Guten Tag,
ich habe in zwei getrennten Containern auf der Terrasse Phlox, einen weißen und einen pinkfarbenen. Beide haben weiße Flecken/Beläge auf den Blättern und werden von unten her (Stängel) braun. Was soll ich machen? Könnte das meine Rosen, Lavendel, Dahlien anstecken? Über eine Antwort würde ich mich freuen.

GARDENA Gartenexperte:

Die Rede ist hier vom Echten Mehltau, liebe Frau W., einem Schönwetterpilz, der sich bei trockenwarmem Sommerwetter recht schnell ausbreitet. Speziell ältere Phlox-Sorten sind dann für Mehltau sehr empfänglich. Ihre Rosen können sich davon durchaus anstecken, wenn Sie keine mehltaufesten haben (wie ADR-Rosen) Bei Lavendel spielt Echter Mehltau keine große Rolle, be Dahlien eher eine untergeordnete – im Spätherbst bekommen sie eher mal Echten Mehltau, aber in überschaubarem maße. Beim Phlox sieht das schon anders aus: Hier kann der Echte Mehltau die ganze Pflanze ruinieren. Daher mein Tipp: Schmeißen Sie die Pflanzen weg und besorgen Sie sich wirklich vitale Sorten, die von der Expertenvereinigung Perenne empfohlen werden. Denn Phlox paniculata, der Hohe Sommerphlox, ist in all seiner Schönheit auch ein Sensibelchen, das auf Klima und Boden empfindlich reagiert. Sie kommen ja aus Deutschlands Süden – Vielleicht haben sie ja Lust, am 8./9. September zur 15. Illertissener Gartenlust in die Staudengärtnerei Gaissmayer zu fahren. Eine Lohnenswerte Großveranstaltung und bei Gaissmayer gibt´s jede Menge wirklich empfehlenswerter Phloxe. Hier der Link zur Website und Veranstaltung sowie seinen Phloxen: http://www.gaissmayer.de/index/seiten/veranstaltungen_intern.php


Frage von Dieter B.:

Hallo Gartenexperten,
bitte helfen Sie mir, von einer GARDENIA den Wollläuse-Befall los zu werden. Was sollte ich tun? Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Es gibt eine Reihe von Präparaten gegen Wollläuse an Zierpflanzen. Weil aber die Wollies besonders hartnäckige Schädlinge sind empfehle ich, ein systemisch wirksames Präparat zu verwenden, weil das über die Wurzeln aufgenommen und durch die Säfte der Pflanze wirkt. Die Stäbchen werden in den Boden gesteckt und lösen sich mit dem Gießwasser auf. Sobald die Wollläuse nach Anwendung des Präparates an Ihrer Gardenie saugen, sterben sie beizeiten ab. Ein solches Präparat ist Lizetan Stäbchen, von Bayer.


Frage von P.-M. B.:

Hallo, Herr Kötter!
Ich habe in acht von zehn Kirschen kleine weiße Maden. Der Baum steht bei uns im Garten und ist cirka sieben Meter hoch. Das Alter ist mir nicht bekannt. Ich sammle schon die fauligen, herunter gefallenen Kirschen auf und entsorge sie in der Biotonne. Was kann ich sonst noch machen? Spritzen kommt wegen der Größe nicht in Frage.

GARDENA Gartenexperte:

Die Maden sind die Larven der Kirschfruchtfliege, lieber Herr B., und diese Fliege befällt die Kirschen im Stadium des Gelbwerdens der Früchte. Bei späten Kirschsorten ist der Befall größer, weil dann die Flugzeit der Insekten und das Reifestadium der Kirsche gut zusammen passen. Mit sehr frühen Kirschsorten im Garten, deren Früchte bereits dann im Jahr gelben, wenn die Kirschfruchtfliege noch gar nicht unterwegs ist, lässt sich das Problem vermeiden. Nun weiß ich nicht, zu welcher Zeit Ihr Kirschbaum fruchtet. Anhand des Datums Ihrer Mail vermutlich spät, im Juli. In diesem Fall dämmt den Befall doch zumindest deutlich ein (ganz werden Sie ihn praktisch nicht verhindern können), wenn Sie KirschmadenFallen im Baum verteilen, sobald die Früchte beginnen gelb zu werden. Die Fallen finden Sie z. B. bei neudorff.de, aber auch im Fachhandel. Die fangen das Gros der Angreifer weg und verhindern so, dass sie ihre Eier in die Kirschfrüchte legen können. Und ohne Eier – keine Maden.