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Die einen durften ihren Sommerurlaub bereits genießen, die anderen brechen jetzt erst auf – so reißt auch der Faden der Fragen an den GARDENA-Gartenexperten nach wie vor nicht ab. Allesamt richtige Sommerfragen, die aktuell gestellt und beantwortet werden. Ist Ihre Frage auch dabei? Wir können leider nicht alle Fragen auf einmal beantworten. Verfolgen Sie aber den GARDENA-Newsletter regelmäßig und haben Sie gegebenenfalls etwas Geduld. Wir beantworten so viele der eingehenden Fragen wie möglich.

Frage von Margit S.:

Sehr geehrter Experte!
Wir haben seit längerer Zeit im Schrebergarten mit gelben Flechten zu kämpfen. Anfangs haben wir diese mit einer ausrangierten Zahnbürste abgerubbelt. Jetzt nimmt das Ausmaß der gelben Flechten jedoch Überhand. Was können wir tun?

GARDENA Gartenexperte:

Außer, dass es eine optische Beeinträchtigung im Garten bedeutet, liebe Frau S., sind die Flechten nicht wirklich schädlich – weder auf Bodenbelägen oder Dachziegeln, noch auf Ästen von Obstbäumen. Seien sie vorsichtig, denn große Flächen gelber Flechten können bei nassem Wetter den Boden etwas rutschiger machen. Von Bodenbelägen oder Dachpfannen lassen sich die Flechten sehr leicht mit einer Draht- oder Fugenbürste abrubbeln, auch mit einem Hochdruckreiniger können Sie auf diesen Untergründen dagegen vorgehen. Zur Entfernung der Flechten auf Ästen verwenden Sie am besten eine grobe Wurzelbürste, um die Rinde nicht zu zerstören. Im Gegensatz zu Misteln, besiedeln Flechten nur die Rinde, wachsen nicht in sie hinein und greifen folglich auch nicht das Gehölz an.
Die Flechten sind üblicherweise ein Anzeiger für höhere Luftfeuchtigkeit. Das kann darauf hindeuten, dass Ihr Garten möglicherweise nicht sehr windbewegt ist. Je nach örtlicher Lage und Bausituation, was meist schon Hauptursache dafür ist, kann aber auch eine dichte Bepflanzung das Abfließen der feuchten Luft behindern. In diesem Fall hilft ein Auslichtungsschnitt – je nach Notwendigkeit im Gehölz selbst, möglicherweise aber auch in der gesamten Pflanzsituation.


Frage von Jacqueline H.:

Hallo Herr Kötter,
unser Nachbar hat vor etwa zwei Jahren auf seinem Grundstück, ca. 80 cm von der Grenze, einen Sanddorn gepflanzt. Inzwischen haben wir auf unserem Grundstück bis ca. zwei Meter über der Grenze jede Menge junge Sanddornpflanzen in unserem Rasen. Was können wir dagegen tun und wie bekomme ich den Sanddorn wieder aus unserem Garten?

GARDENA Gartenexperte:

Sanddorn ist tatsächlich invasiv, liebe Frau H., indem die Pflanze kräftig Ausläufer bildet. Mit Abmähen ist es leider nicht getan. Um die jungen Sanddornpflanzen dauerhaft loszuwerden, müssen Sie die Wurzelschösslinge vollständig ausgraben. Um das Nachkommen zu vermeiden, können Sie oder Ihr Nachbar eine Wurzelsperre, die im Gartencenter erhältlich ist, entlang der Grundstücksgrenze einbauen. Des Weiteren sollten Sie die überstehenden Zweige alljährlich zurückschneiden. Außerdem erscheint mir der Grenzabstand der Pflanze als zu eng gewählt, denn er beträgt für Pflanzen bis zwei Meter Höhe häufig mindestens einen Meter Abstand, für Pflanzen über zwei Meter Höhe gegebenenfalls noch mehr.


Frage von Marina E.:

Guten Tag Herr Kötter,
ich habe auf meinem Balkon zwei rosa und zwei blau blühende Hortensien in Blumentöpfen. Seit einigen Wochen werden die Blüten immer grünlicher und auch das Düngen, mit normalem Blumendünger, hat nichts geholfen.
Sind die Hortensien jetzt einfach verblüht oder kann man noch etwas tun, damit sie ihre Farbe zurückbekommen? Kann es vielleicht sein, dass sie zu wenig Licht haben? Die Blumentöpfe stehen nicht in der Sonne, aber dunkel ist es auf dem Balkon nicht. Vielen Dank im Voraus für Ihren Rat.

GARDENA Gartenexperte:

Es dürfte eine normale Alterserscheinung der Blüten sein, liebe Frau E., denn eine sogenannte Blütenvergrünung an Hortensien, wie sie von Phytoplasmen verursacht wird, macht sich bereits zu Blütenbeginn bemerkbar. Insofern waren auch Ihre Bemühungen, diese Erscheinung durch Düngen abzufangen, ohne Erfolg. Blütenverfärbungen der Hortensien können Sie lediglich korrigieren, wenn blaue Hortensienblüten rotstichig werden. In diesem Fall ist der Boden nicht mehr sauer genug. Den Säuregehalt des Bodens können Sie mit speziellen, bodensäuernden Salzen korrigieren, die zum Beispiel in Präparaten wie „Hortensienblau“ oder ähnlichen enthalten sind.
Tipp: Wenn Sie die Hortensienblüten rechtzeitig abschneiden, also eine Blütezeitverkürzung auf dem Balkon in Kauf nehmen, dann können Sie diese Blüten in einer leeren Vase eintrocknen lassen und als Trockenstrauß verwenden. Dabei können Sie die Blüten auch einfärben (z.B. mit Sprühfarbe).
Übrigens: Wenn Sie die abgeblühten Topfhortensien jetzt noch in den Garten pflanzen (gut drei Finger breit tiefer als die jetzige Topfoberfläche) und die Pflanzen im ersten Winter mit Erde anhäufeln, dann wachsen diese Ihnen als Gartenhortensien weiter.


Frage von Daniela O.:

Hallo Gartenexperte,
wir möchten Sie heute um einen Rat bitten. Wir haben einen Flieder, ca. 5 Jahre alt, der dieses Jahr ganz verdörrt ist. Reicht es, wenn wir den Strauch zurückschneiden und wenn ja, wie viel? Was können wir tun? Wir freuen uns schon auf Ihre Antwort. Schöne Grüße.

GARDENA Gartenexperte:

Aus der Entfernung ist das schwer zu beurteilen, liebe Frau O.. Wenn der Flieder total vertrocknet ist, kann das klassischer Wassermangel sein, der auf die lange, trockene Zeit im Frühjahr zurückzuführen ist, oder eine Trockenheit, die durch Wasserentzug verursacht wurde. Wasserentzug kann Folge von Überdüngung, Tierurin oder anderen Bodenbeigaben sein. Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass ein Flieder, der bekanntermaßen sehr flach und dichtfilzig wurzelt, deshalb eingegangen ist, weil er zu tief gepflanzt war (ungefähr ein bis zwei Hände breit zu tief).
Prüfen Sie aber auch noch folgendes: War der Stamm möglicherweise eingeschnürt, durch einen eingewachsenen Draht eines Etiketts oder durch ein um den Stamm gewickeltes Ballenleinen? Hat es grobe Rindenzerstörungen gegeben zum Beispiel durch Katzenkrallen, bei Frost aufgeplatzter Rinde oder durch Mäher verursachte Schäden?


Frage von Manfred H.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
seit Jahren ärgere ich mich über den Rosenrost. Alle zwei Tage sind neue Blätter davon befallen. Ich entferne diese Blätter, so dass nach einiger Zeit nur noch die Blüte an einem Stängel ist. Das sieht blöde aus. Gibt es ein wirksames Mittel dagegen? Viele Grüße aus dem Hochwald.

GARDENA Gartenexperte:

Gibt es, lieber Herr H.: Das eine lautet, regelmäßig mit einem Fungizid gegen diese Pilzkrankheit zu spritzen. Dabei sollten Sie mit zwei verschiedenen Wirkstoffen im Wechsel arbeiten, damit die Pilze keine resistenten Stämme bilden können. Ich meine tatsächlich verschiedene Wirkstoffe, nicht allein Präparate, denn es kann in verschiedenen Präparaten derselbe Wirkstoff enthalten sein. Der Wirkstoff ist jeweils auf der Verpackung deklariert.

Das zweite, arbeitssparendere Mittel ist, auf pilzfeste Rosen umzusteigen, so genannte ADR-Rosen. Wenn der Rosenstandort im Garten für die Königin der Blüten passt, dann haben Sie mit diesen Rosen im Beet künftig praktisch keine Last mit Rosen-Blattpilzkrankheiten mehr. Was eine ADR-Rose genau ist, finden Sie hier erklärt: http://www.adr-rose.de/ . Mit den Firmen Kordes Rosen und Noack-Rosen haben Sie schnellen Zugriff auf zwei Rosenzüchter, die sich seit langem auf ADR-Züchtungen sowie besonders blattgesunde Rosenzüchtungen spezialisiert haben. Beide finden Sie hier: http://www.gartenrosen.de/, http://www.noack-rosen.de/neu/index.php . Auch ich habe Züchtungen von ADR-Rosen im Garten und finde, dass sie eine echte Entlastung der Gartenarbeit und damit eine Bereicherung für den Garten sind.