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Gretchenfrage: Soll man Kräuter düngen? Wie erreichen Sie einen besseren Ertrag bei Beerenobst? Machen es sich die Marder auch in Ihrem Blumenbeet bequem? Was tun gegen Echten Mehltau an Schlangengurken? Gewiss beschäftigen auch Sie sich mit ähnlichen Themen wie unsere fleißigen Fragesteller. Insofern sind wir uns sicher, für Sie wieder einen interessanten und damit lesenswerten GARDENA-Newsletter zusammengestellt zu haben.
Viel Spaß beim Durchstöbern!

Frage von Helene B.:

Kann ich mit Blaukorn (Flüssigdünger) unbedenklich meine Kräuter gießen? Ich weiß, dass diese damit prächtig wachsen, aber sind sie dann noch für den Verzehr geeignet?

GARDENA Gartenexperte:

Grundsätzlich können Sie mit der im vorletzten GARDENA-Newslstter beschriebenen Düngerlösung aus Volldünger auch Ihre Kräuter düngen, liebe Frau B.. Entscheidend dabei ist, dass gerade Kräuter in all ihrer Bandbreite einen unterschiedlichen Futterbedarf haben.

Faustregel: Je mehr Masse ein Kraut erzeugt, desto mehr Dünger benötigt es auch. Liebstöckel beispielsweise muss stärker gedüngt werden als Thymian oder Oregano, die beide auf Magerstandorten zuhause sind. Die Zitronenverbene ist sogar ein echter Düngerfresser: Sie bekommt schnell gelbe Blätter, wenn sie den Sommer über nicht ausreichend gedüngt wird.
Es ist also ein Märchen, dass man Kräuter generell nicht düngen soll oder gar darf.
Insofern: Kräuter düngen - grundsätzlich ja, aber mit Augenmaß. Das gilt sowohl für die betreffenden Kräuter, als auch für die angewendete Düngerkonzentration und Düngungshäufigkeit.

Durch die Düngung wird die Verzehrfähigkeit der Kräuter nicht beeinträchtigt, zunächst einmal egal, ob Sie Mineraldünger oder organischen verwenden. Beide Düngertypen müssen ohnehin erst so im Boden umgewandelt werden, dass die Nährstoffe auf molekularer Ebene pflanzenverfügbar sind. Dabei unterscheidet die Pflanze nicht die Herkunft des Nährstoffes aus mineralischem oder organischem Dünger. Wichtiger in deren beider Unterscheidung ist ihre jeweilige Wirkung auf das Bodengefüge. Einseitig mineralisch gedüngte Böden neigen nämlich langfristig dazu, an Humus zu verarmen und im Extremfall sogar dazu, zu versalzen (so, wie beim Paprikaanbau im Süden Spaniens). Organischer Dünger bedeutet, egal ob im Kräuterbeet oder sonst wo im Garten, einen langsamen, geringerfügigen Nährstofffluss. Mineralische Düngung hingegen steht dabei für höhere und schneller pflanzenverfügbare Nährstoffdichte.


Frage von Frauke F.:

Guten Tag, Herr Kötter,
gern möchte ich wissen, ob Brombeeren als Einzelpflanze stehen können, oder nur in Gruppen? Die zweite Frage: Meine Johannisbeeren und Stachelbeeren tragen sehr wenig, trotz Beerendünger - soll ich sie stehen lassen?

GARDENA Gartenexperte:

Brombeeren können Sie als Einzelpflanze Erfolg versprechend anbauen, sie sind selbstfruchtbar, liebe Frau F.. Allerdings zeigt es sich in der Praxis, dass auch bei solch selbstfruchtbarem Beerenobst die Befruchtung gefördert wird, wenn Sie zwei Sorten oder zumindest zwei Pflanzen nebeneinander setzen. Möglicherweise steht aber auch diejenige vom Nachbarn oder stehen benachbarte wilde Brombeeren nah genug, damit von deren Bienenflug auch ihre Einzelpflanze noch erreicht wird. Die Sorte ‚Navaho’ ist übrigens aktuell eine der besten stachellosen Brombeer-Sorten, „Theodor Reimers“ noch immer hoch aromatische Topp-Sorte unter den bestachelten.
Hinsichtlich Ihrer Johannis- und Stachelbeeren ist meine Antwort etwas ungenauer, denn unbesehen gilt es erst einmal zu checken, warum sie nicht fruchten. Dieses Jahr beispielsweise hatten wir zur Beerenblüte wetterbedingt einen schlechteren Bienen- und Hummelflug und damit eine schlechtere Befruchtungsquote der Blüten. Andererseits können auch Boden- oder Standortverhältnisse (dichter Boden, zu [halb]schattiger Standort) das Wachstum der Pflanze und ihren Blütenansatz beeinträchtigen. Weitaus häufiger aber ist mangelhafter Blütenansatz bei diesen Beerensträuchern eine Frage des Rückschnitts. Wie Sie aktuell beobachten konnten, entstehen die Blüten und damit Früchte an den jungen Vorjahrestrieben. Diese wiederum fördern Sie durch das Herausschneiden der dicken, dunklen, älteren Zweige aus dem Strauch, zugunsten der bleistiftdicken, helleren – egal, ob bei Johannis- oder Stachelbeere. Bei sehr vielen solcher jüngeren Triebe dünne ich auch die noch aus und belasse am Strauch etwa fünf bis sieben kräftige Äste und deren Verzweigungen.

Alte Gärtnerregel, die übertragen auch auf Johannisbeeren anwendbar ist: „Durch die korrekt geschnittene und ausgedünnte Stachelbeere kann man hindurch greifen, ohne sich zu stechen“.


Frage von Hans Z.:

Sehr geehrter Fachmann!
Vor meinem Haus habe ich ein Blumenbeet und immer, wenn wir etwas Neues einpflanzen, kommt in derselben Nacht ein Marder und wühlt die Tulpen, die gerade am Aufblühen sind oder das neue Eingepflanzte etwas heraus. Einen Elektrozaun gibt es in dieser Größe nicht und die, welche die Bauern für ihre Viehweiden benutzen, sind a.) zu groß und b.) zu teuer! Was raten Sie mir?

GARDENA Gartenexperte:

Sind es erwiesener Maßen Marder? Oder sind es Katzen? In dem einen wie dem anderen Fall dürfte ein so genanntes Vergällungsmittel aus dem Fachhandel weiterhelfen. Das enthält Duftstoffe, die diesen Tieren zuwider sind. Wenn Sie diese Düfte ausbringen, sollten diese das Tier dann daran hindern, den Pflanzen zu nahe zu kommen.

Was auch ganz gut funktioniert: Wenn Sie noch Reste vom Hasendraht haben, dann können Sie davon in der kritischen Zeit, z.B. über Nacht, über bzw. um die Pflanze legen. Auch das sorgt für einen Sicherheitsabstand zwischen Pflanze und Tier. Ist halt einen Tick aufwändiger, weil Sie´s morgens wieder beiseite räumen müssen. Aber was tut man nicht alles zur Rettung seiner Blütenpracht?!


Frage von Martina D.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wir haben inzwischen herausgefunden, dass es sich bei den kleinen Kullerchen auf den Blättern unseres Ahornbaumes um Gallen handelt. Es werden von Jahr zu Jahr mehr und nun mache ich mir doch langsam Sorgen um den schönen Baum. Was kann ich tun, außer Unmengen zu spritzen – was eigentlich gar nicht machbar ist, weil zu viel, zu hoch?

GARDENA Gartenexperte:

Die Höhe ist gar nicht so sehr entscheidend, liebe Frau D., denn wir verfügen im professionellen Gartenbau durchaus auch über Motorspritzen, mit denen der Baumschul- oder auch Landschaftsgärtner durchaus auch ganze Gartenbäume einsprühen kann.
Meist sind es Gall-Milben, seltener auch Gallmücken, welche die von Ihnen genannten Schäden verursachen. Die „Kullerchen“, von denen Sie in Ihrem Fall berichten, deuten auf Befall mit Gallmilben hin. Pflanzenschutzdienste verweisen darauf, dass die Milben dem Baum nicht in bedenklichem Maße schaden.
Allemal habe ich Ihnen aber beim Bundesamt für Verbraucherschutz herausgesucht, welche Präparate gegen Gallmilben an Zierpflanzen aktuell die Zulassung für den Haus- und Kleingarten haben. Damit könnten Sie den Befall, z.B. durch eine Vor-Austriebsspritzung im Spätwinter, merklich eindämmen. Hier der Link: https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/index.jsp
Geben Sie in der Suchmaske bei „Kultur“ „Zierpflanzen“ ein, bei „Schadorganismus“ „Gallmilben“ und schon finden Sie die Präparate mit „HuK“-Zulassung.


Frage von Karin S.:

Lieber Herr Kötter,
unsere Schlangengurken haben weiße Blätter bekommen, sehen aus wie weiß abgespritzt. Es hat auch erst eine Gurke gegeben, die Pflanze wächst auch nicht richtig. Was kann man da tun? - Vielen Dank im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Jetzt ist es zu spät – aber in Zukunft bekämpfen Sie einfach den Echten Mehltau. Das ist der Pilz, der den weißen Belag verursacht. Hier ist der Link, unter dem Sie Präparate finden, die gegen die Bekämpfung des Echten Mehltaus an Gurken im Haus- und Kleingarten derzeit zugelassen sind: https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/index.jsp

Geben Sie in der Suchmaske bei „Kultur“ „Gurken“ ein, bei „Schadorganismus“ „Echte Mehltaupilze“, dann finden Sie die Präparate mit „HuK“-Zulassung. Noch einfacher ist für Sie in den kommenden Jahren der Anbau von mehltauresistenten Gurkensorten. Unter den Einlegegurken ist 'Schubert' F1 tolerant gegen Falschen Mehltau und resistent gegen Echten Mehltau. Tolerant heißt, dass die Pflanze weitaus weniger vom Pilz befallen wird, resistent heißt, dass er sie gar nicht befällt. Bei den Schlangengurken ist 'Midios' F1 eine gegen Mehltau resistente Midi-Schlangengurke, bei den Mini- und Slicergurken ist 'Futura' F1 resistent.