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Dieser GARDENA-Newsletter ist etwas anders als sonst. Uns haben nämlich auf die Ausgabe vom 7. April ungewöhnlich viele sehr kurz gefasste Anfragen erreicht. Das ermöglicht es uns, mit den dazugehörigen kurzen Antworten im Rahmen des vorgesehenen Umfangs mehr Fragen als die sonst nur möglichen drei bis fünf Fragen zu beantworten. Wohl sehr zur (Garten)Freude der betroffenen Ratsuchenden!

Ein Hinweis noch, in eigener Sache: Häufiger steht unter einer Leser-Anfrage die Bitte um „schnellstmögliche“ oder „unverzügliche“ Antwort. Bedenken Sie bitte, dass die Fragen nicht individuell per Mail sondern via Newsletter beantwortet werden, damit alle über 70.000 GARDENA Newsletter-Leserinnen und -Leser einen Erkenntniszuwachs davon haben. Und dieser Newsletter erscheint eben vierzehntäglich. Das erfordert also möglicherweise etwas Geduld von Ihnen, liebe Fragestellerin, lieber Fragesteller – aber nehmen Sie's als Vorfreude.

Frage von Detlef G.:

Hallo, können Sie mir einen Tipp geben, wie ich an verschiedenen Stellen meines immer wieder auftauchenden Ameisenhaufens ( Nester ) kleine rote Ameisen den Garaus machen kann? Schon in der im letzten Jahr hatte ich den ganzen Sommer vermehrt Ameisen auf den Rasen. Jedes Mal wenn ich den Rasen gemäht habe, waren auf der gestammten Fläche die Nester die ich durch das mähen teilweise zerstört habe zu sehen. Sieht einfach nicht schön aus. Ich bitte um Ihren Rat.

GARDENA Gartenexperte:

Gerade auf eher sandigen, sich schnell erwärmenden Rasenflächen siedeln sich Ameisen, wie die Wegameise, recht gern an. Streu- und Gießmittel gegen Ameisen finden Sie im Fachhandel von z. B. Bayer oder auch Celaflor. Von Neudorff gibt es eine Köderdose mit gut umweltverträglichem Wirkstoff (so genanntes „Ameisen-Buffet“). Bevor sie zur Tat schreiten: Lassen Sie sich auch noch einmal den Nutzen der Ameisen im Garten als ein wirksames Volk von Schädlingsbekämpfern durch den Kopf gehen. Und entscheiden Sie dann, wo sie Ihnen wirklich lästig sind und wo Sie sie womöglich tatsächlich vertilgen möchten bzw. wo sie u. U. sogar doch noch zu dulden sein könnten.


Frage von Torsten S.:

Sehr geehrter Gartenexperte, mein Flieder Syringa hat gelben und grünen Belag auf den Ästen und Stämmen. Man kann ihn abkratzen, doch was ist das, eine Krankheit oder nur Algen oder so etwas. Was kann ich gegen tun?

GARDENA Gartenexperte:

Das sind wohl Flechten, lieber Herr S.. Die sitzen auf der Borke und schaden dem Flieder nicht weiter. Sie zeigen Ihnen aber an, dass Sie in Ihrem Garten eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit haben. Das kann dort an anderer Stelle zur Förderung von Pilzkrankheiten, wie Schorf oder Mehltau, führen. Durch entsprechendes Auslichten einzelner Pflanzen oder aber der Gesamtbepflanzung erreichen Sie eine bessere Luftdurchströmung des Gartens und damit eine verringerte relative Luftfeuchte. Sofern Ihnen das wirksam gelingt, reduziert sich auch der Flechtenwuchs. Aber, wie gesagt: Er schadet den Pflanzen nicht, sieht schlimmstenfalls nur komisch aus.


Frage von Petra P.:

Sehr geehrter Herr Kötter, kaum sind die Spitzen von der Pfefferminze zu sehen, da sitzen schon diese blauen Glanzkäfer drauf. Sie haben mir voriges Jahr die Minze zerlöchert. Was kann ich dagegen tun?

GARDENA Gartenexperte:

Das könnte der Minzenblattkäfer sein, Chrysolina herbaceae. Der zumindest besiedelt Minze und schimmert auch bläulich-grünlich, so, wie Sie es beschrieben haben. Googeln Sie mal Bilder von dem Käfer und vergleichen Sie mal, ob er es tatsächlich ist. Die Bekämpfung in kleineren Minzebeständen ist am einfachsten durch Absammeln erledigt. Geht es um größere zu erwartende Schäden, lohnt möglicherweise der Einsatz eines umweltverträglichen Fraß- und Kontaktgiftes gegen Käfer, wie „Käfer- und Raupenfrei“, von Neudorff. Das Präparat erfasst Chrysolina herbaceae aber nicht explizit, sondern richtet sich gegen andere Käfer wie, u. a., den Kartoffelkäfer. Deswegen müssten Sie sich im Detail im Fachhandel dazu beraten lassen, den Hersteller dazu anmailen oder aber es ausprobieren.
Gegen Käfer- und andere Raupen wirken Bacillus thuringiensis-Präparate, die es auch von Neudorff gibt.


Frage von Werner H.:

Hallo Herr Kötter, Ich habe mir zwei Hanfpalmen für meine Terrasse gekauft, 160 cm hoch. Wie muss ich sie pflegen, Gießen, Düngen usw.?

GARDENA Gartenexperte:

Ich denke, lieber Herr H., dass Sie Trachycarpus fortunei meinen, die Chinesische Hanfpalme. Stellen Sie die möglichst hell, Halbschatten wird aber geduldet. Ausgepflanzt und in den Garten gestellt, verträgt sie, fest eingewurzelt, um die 11 Grad Frost. Generell ist sie aber empfindlich gegen Winternässe, deswegen das „Herz“ vor Nässe schützen (Vliesabdeckung). Bei tieferen Frösten eventuell Florino verwenden (florino-online.de) oder Palmenheizung (palmenheizung.de). Generell vor Wind und Staunässe schützen (tiefgründig lockerer Boden mit guter Wasserführung, eventuell Splitt-Drainage. Gleichwohl im Sommer gleichmäßig feucht halten.
Als Kübelpflanze mit 2 Gramm / Liter Erde düngen mit langzeitdünger, dazu wöchentlich mit Blattpflanzendünger leicht nachdüngen. Im Freiland ausgepflanzt, geben Sie an die eingewurzelte Pflanze etwa 50 Gramm / m2 Volldünger. Kübelüberwinterung am besten sehr hell bei 2 bis 10 Grad. IM Winter Kübelpflanzen sparsam wässern. Rückschnitt der Pflanze funktioniert nicht. Kübelpflanzen alle zwei, drei Jahre in größeren Topf und frische Erde setzen, bevorzugt sehr mineralische Erde, wie z.B. die Zitrus- und Kübelpflanzenerde von frux. Die hat einen sehr hohen Lava-Anteil. Was den Pflanzenschutz betrifft, so achten Sie am ehesten auf das Auftreten von Schildläusen.
Erfolgsmesser: Gut entwickelte Hanfpalmen bringen pro Jahr bis zu sechs Blätter! – Viel Erfolg dazu!


Frage von Dr. Konstanze K.:

Sehr geehrter Herr Kötter, Ich habe als Zwischenbepflanzung an verschiedenen Stellen Dickmännchen (von einem Gartenbaubetrieb angelegt) – an halbschattigen Stellen gedeihen diese sehr gut und sehen attraktiv aus; an anderen Stellen mit mehr Sonneneinstrahlung mickern sie, werden braun und dünn. Was können Sie mir stattdessen für sonnige Standorte als immergrünen Bodendecker empfehlen?

GARDENA Gartenexperte:

Für pralle Sonne ist Pachysandra nichts, liebe Frau Dr. K., speziell dann nicht, wenn der Boden zu mager und zu trocken ist. Als immergrüne Bodendecker für sonnige Flächen sind aus der Gruppe der Gehölze z.B. geeignet: flach wachsende Koniferen, wie verschiedene Kriechwacholder, als Klassiker natürlich Cotoneaster und je nach Sorte grün oder buntlaubig ist die Kriechspindel.
Wenn der Boden auch klein buschig begrünt sein darf, geht auch Besenheide, Lavendel oder aber Kleinstrauchrosen (so genannte Bodendeckerrosen). Letztere sind zwar nicht immergrün, lasen sich aber mit niedrigem Buchs so kombinieren, dass es auch ein ordentliches Winterbild gibt.
Und dann sind da natürlich die Stauden: immergrüne, recht flache Steingartenstauden, wie Blaukissen, Iberis, Sonnenröschen und dergleichen, zudem Fiederpolster, Moos-Steinbrech oder Sternmoos. Stöbern Sie dazu mal in der Staudenabteilung Ihres Gartencenters oder Ihrer Baumschule.
Sogar Kräuter gehen da, zum Beispiel Thymiane.

Ich persönlich habe eine recht trockene Ecke mit Kaskadenthymina (Thymus longicaulis ssp. odoratus) zugepflanzt, der ist langtriebig und macht gut dicht, blüht hübsch rosa und ist topp küchentauglich. Man muss ihn ggf. nur ab und zu mal zurückschneiden, dass er sich verjüngt – am besten direkt nach der Blüte.


Frage von Claus S.:

Hallo Herr Kötter, meine Tochter hat sich im letzten Jahr eine Kumquat gekauft, diese trug damals reichlich Früchte. Zum Überwintern hat sie Ihn in ihr Schlafzimmer verfrachtet. Dort stand er bis jetzt am Fenster, wurde immer wieder mal gegossen so dass er nicht austrocknete, verlor aber trotzdem alle Blätter. Jetzt haben wir den Kumquat wieder ins Freie gebracht, zunächst noch geschützt. Wie ist weiter zu verfahren, dass er wieder austreibt und evtl. wieder Früchte trägt?

GARDENA Gartenexperte:

Zitrusüberwinterung ist hierzulande relativ problematisch, weil der Lichtmangel in Kombination mit der meist zu warmen Überwinterungstemperatur die Pflanzen nicht zur Ruhe kommen lässt. Die Tageslänge ist für die (Sub)Tropenpflanze zur kurz (nur ca. sechs bis acht statt zwölf Stunden) und die Lichtintensität zu gering (kaum 1.500 lux, statt 100.000 lux). Zudem reduziert eine Wärme- oder Sonnenschutzverglasung das geringe Lichtangebot noch mal deutlich. Die Überwinterungsstrategie muss also lauten: So hell wie eben möglich und etwa 5/8-10 Grad kühl. Insgesamt ist aber Kumquat in diesem Kontext noch eine der Duldsamsten. Wenn Sie mehrere Kübelpflanzen überwintern, schauen Sie mal, ob sich für Sie ein Florino lohnt (florino-online.de). Mit dem können Sie die Pflanzen taghell, aber frostfrei im Freien überwintern.


Frage von Renate K.:

Hallo Herr Kötter, wir ziehen um und zwar von Hamburg an die Nordsee, 15 km von Büsum entfernt. Welche Pflanzen gedeihen bei den klimatischen Verhältnissen? Wir würden dort gerne einige Bäume und Büsche pflanzen. Zum Beispiel Flieder, Kirschlorbeer, eine Linde, Rhododendron usw. Der Boden ist dort etwas schwerer als in unserem Hamburger Garten. Da wir dort auch eine riesige Rasenflächen haben, welchen Gardena Rasenmäher würden Sie uns empfehlen?

GARDENA Gartenexperte:

Auf der einen Seite benötigen Sie dann Pflanzen, die den schwere Boden vertragen, die andererseits aber auch gut windverträglich sind und – je nach unmittelbarer Küstennähe Ihres Anwesens – womöglich auch salzverträglich sind. Da gibt es einiges, von der Dünenrose über die Kartoffelrose, den Erbsenstrauch und die Goji-Beere bis hin zu der von Ihnen angesprochenen Linde, die ja im Norden traditionell als Windschutz vors haus gesetzt wird, speziell als so genannte Kastenlinde. Es macht Sinn, dass Sie das vor Ort mit einer Baumschule klären, die können Ihre unmittelbare Gartensituation aus eigener Erfahrung am besten abschätzen und haben auch die dann erforderlichen, abgehärteten und klima- sowie bodengewohnten Pflanzen da. Rund um Büsum gibt es einige Baumschulen, z. B. Rohwedder in Schafstedt, Rower in Pahlen, reichl in St. Peter-Ording, Eggert in Vaale.
Zum Mäher kann ich an dieser Stelle nichts sagen, da reiche ich Sie an den technischen Service weiter, denn wir halten diesen Newsletter produktfrei. Der Service meldet sich separat bei Ihnen.


Frage von Nicola T.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wir haben letzten Herbst eine Schirmplatane pflanzen lassen. Dafür wurde bei uns Rasen ausgestochen und nach dem Einpflanzen wieder um den Stamm gelegt. Der Rasen ist wieder gut angewachsen. Jetzt meinte mein Schwiegervater, dass um den Stamm eine ausgesparte Fläche, die mit z.B. Rindenmulch bedeckt wird sein muss, damit der Rasen dem Baum nicht die Nährstoffe nimmt. Ist dem so? Kann ich den Rasen nicht um den Baum herum wachsen lassen?

GARDENA Gartenexperte:

Nö, liebe Frau T., dem ist nicht so. Der Rasen wurzelt nicht so tief, dass er den Baum dauerhaft beeinträchtigen würde. Die ausgesparte Fläche, die so genannte Baumscheibe, macht man, um den Baumwurzeln besser Luft zukommen zu lassen. Mitunter werden die Baumscheiben auch gemulcht, um den Boden länger feucht zu halten. Aber dann gilt: Nicht dicker als drei Zentimeter hoch auftragen, weil sonst eben wieder die Gefahr besteht, dass die Wurzeln unter Sauerstoffmangel geraten. Unterm Strich könnten Sie den Rasen auch weiter wachsen lassen – oder Sie bieten dem Baum lediglich in diesem Jahr, während seiner Anwuchsperiode, die „Erleichterung Sauerstoffspende“ mithilfe einer Baumscheibe an.


Frage von Johann R.:

Wir ersuchen Sie um einen Rat. bei uns sind viele Salat und Kohlrabipflanzen über Nacht abgefressen. Beim Nachsehen und umgraben haben wir in der Erde am nächsten Tag in 2-5cm Tiefe einige ca. 2 cm lange, 2-4 mm dicke graubraune Würmer oder Raupen oder Larven gefunden. Was kann das sein?

GARDENA Gartenexperte:

Das sind wohl Erdeulenraupen, lieber Herr R., die Larven eines Nachtschmetterlings (Eulenfalters). Die können Sie auf natürliche Weise mit Nematoden bekämpfen, das sind Fadenwürmer. Die heißen Steinernema carpocapsae, oder einfach SC-Nematoden. Unter diesem Begriff hat sie die Firma Neudorff im Sortiment. Sie finden das Präparat im Fachhandel.


Frage von Irene F.:

Lieber Gartenexperte , meine Schattenmorelle blüht jedes Jahr wie ein riesiger Blumenstrauß, setzt nachher Früchte an, die sich aber leider nicht richtig entwickeln, sie bestehen eigentlich nur aus Haut und Kern! Der Baum steht auf einem angeschütteten Südhang; könnte es sein, dass zu wenig Wasser (und damit Nährstoffe) die Ursache ist? Könnte ich da mit zusätzlichem Gießen das ich in der Regel vermeide eine Besserung erzielen, oder handelt es sich dabei um eine Krankheit?

GARDENA Gartenexperte:

Trockenheit und Nährstoffmangel, liebe Frau F., sind schlüssige Gründe. Genaueres kann ich kaum sagen, weil ich den Baum nicht sehe und an ihm deshalb keine möglicherweise anderweitigen Ursachen ablesen kann, ebenso wenig wie von Boden und Standort. Insofern lautet mein Rat tatsächlich so, wie sie es bereits anklingen lassen: Ja, probieren sie es mit Bewässerung und Düngung. Sie reduzieren die Wassermengen, wenn Sie dem Boden helfen, länger feucht zu bleiben – etwa durch eine Mulchschicht von drei Zentimetern Auflage. Nicht zu dick – sonst kriegen die Wurzeln keine Luft. Bitte prüfen Sie generell, oder die Kirsche nicht zu tief gepflanzt ist bzw. im Laufe der Zeit vom Hang her zusätzliche Erde die Wurzeln überschüttet hat. Zu wenig Luft an den Wurzeln kann nämlich auch die Ursache für Stoffwechselstörungen und damit Mickriges Wachstum sein – wie schlussendlich auch verdichteter Boden. Klicken Sie auch mal diese Übersicht über Kirschenkrankheiten an – nicht, dass es in Ihrem Fall doch etwa um das Röteln der Kirschen handelt:

http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/merkblaetter_url_1_46.pdf

Frage von Karin H.:

Sehr geehrter Herr Kötter, ich habe heute 2 Setzlinge von Weinbergspfirsich bekommen, habe schon das letzte Jahr welche gesetzt die aber nicht gelungen sind. Was muss ich vorher machen, wie tief ist zu pflanzen, sind die Wurzeln vorher etwas zu beschneiden?

GARDENA Gartenexperte:

Entscheidend ist die Frage, wie alt bzw. groß die Jungpflanzen sind, liebe Frau H.. Es sollten möglichst viele Wurzeln an der Pflanze sein, deswegen nur die Spitzen nachschneiden. Entscheidend sind auch nicht die dicken Wurzeln, sondern vielmehr die feinen. Sie müssen die Pflanze in tiefgründig lockeren Boden setzen. Und zwar so tief, dass der Übergang von Wurzel zu Stamm, der so genannte Wurzelhals, gerade in der Erde ist. Während der Anwachsphase, können Sie die Jungpflanze anhäufeln, das hält die Feuchtigkeit etwas besser im Boden. Sollte aber die Pflanze veredelt sein, dann nur so tief pflanzen, dass die Veredelungsstelle (der „Knubbel“ zwischen Wurzel und unterem Stammende) definitiv aus dem Boden raus bleibt. Um der Pflanze die Anwachsphase zudem zu erleichtern, halten Sie sie nicht nur ausreichend feucht, sondern schützen Sie sie auch in dem Fall, dass sie stark dem Wind ausgesetzt ist mit etwas Fichtenreisig (wie Rosen im Winter). Generell unterzieht man Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen einem sehr kräftigen Pflanzschnitt. Bei größeren Pflanzen reicht der zurückgeschnittene Mitteltrieb mit auf Stummel geschnittenen Seitentrieben. Ist die Pflanze von Haus aus erst eintriebig, dann schneiden Sie sie nach dem pflanzen einfach auf etwa Handbreite über dem Boden ab. Keine Sorge, die ist starkwüchsig und drückt beizeiten wieder durch!


Frage von Hans-Martin M.:

Hallo Herr Kötter, jedes Jahr kommt nach dem Blühen die Frage: Wann und wie schneide ich die Tulpen, Krokusse etc. zurück? Gibt es Unterschiede zwischen den Zucht- und den Wildformen?

GARDENA Gartenexperte:

Entfernen sie von den Zwiebelblühern das Laub erst, wenn es abgestorben ist. Vorher brauchen es die Pflanzen zum Wachsen und für die Blütenneubildung des Folgejahres (in der Wachstumsphase dann auch düngen, 50 g/m2 Volldünger). Um die Pflanze sich nicht durch unnütze Samenbildung schwächen zu lassen, können Sie den sich bildenden Samenstand von ihr abtrennen.
In diesem Sinne gibt es keinen Unterschied zwischen Wildformen und Gartensorten. Lediglich neigt man bei den Wildformen eher mal dazu, die Samenstände dranzulassen in der Hoffnung, dass die Pflanzen dann nicht allein durch die Bildung von Brutzwiebeln, sondern auch durch Selbstaussaat den Bestand dichter ziehen.


Frage von Werner B.:

Sehr geehrte Damen, Herren, gerne komme ich auf Ihr Angebot zurück "Fragen an den Gartenexperten von Gardena". Wenn es Ihre wertvolle Zeit erlaubt, wäre ich Ihnen sehr dankbar von einem Garten-Experten ein paar wertvolle Tipps zur Rasenpflege von April bis Oktober erhalten zu dürfen. Ich hätte gerne einen gesunden, grünen und dichten Rasen, ohne kleinere lichte Stellen und vor allen Dingen ohne Unkraut.
PS: Was kann ich gegen Girsch unternehmen?

GARDENA Gartenexperte:

Alle Rasenpflegetipps finden Sie in unserem Archiv, dort in den beiden Rasen-Specials, einmal mit den ,

Zu Ihrer zweiten Frage, lieber Herr B.: Ich habe da gute Erfahrungen mit einem umweltverträglichen Präparat von Neudorff gemacht, das heißt Neudorff Finalsan GierschFrei Konzentrat. Damit behandelt, können Sie zugucken, wie das Kraut samt Wurzeln binnen weniger Stunden abstirbt. Tipp: die derzeit sehr jungen, noch zarten Blätter des Giersch eignen sich gut als Salatkraut, aber auch wie Spinat zubereitet sind sie sehr lecker!