Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Ziergehölze schneiden

Beim Schneiden von Ziergehölzen muss man drei Gehölzgruppen unterscheiden: Halbsträucher (wie Bartblume, Heide, Lavendel), Ziersträucher mit bodenbürtigen Neutrieben (wie Forsythie, Strauchrose, Weigelie) und Ziersträucher ohne bodenbürtige Neutriebe (wie Flügel-Spindelstrauch, Magnolie, Rhododendron, Kirschlorbeer, Pagodenhartriegel).

Schneiden Sie Halbsträucher alljährlich um zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Höhe zurück. Anschließend düngen. So treiben sie kräftig aus und blühen üppig.

Ziersträucher mit bodenbürtigen Neutrieben verjüngen sich durch lange Ruten aus der Basis des Strauches. Diese Triebe verdicken und verzweigen sich in den Folgejahren und sorgen so für einen immer dichter werdenden Strauch, den es auszulichten gilt. Entfernen Sie – neben Totholz und sichtbar erkranktem Gewebe (z.B. durch Pilzbefall) – aus diesen Sträuchern hauptsächlich ältere und dickere Triebe bzw. kürzen Sie diese bis auf tiefer stehende jüngere Verzweigungen ein. Lassen Sie von den zahlreichen dünnen jüngeren Trieben nur etwa fünf bis zehn der stärksten stehen. Nach dem Schnitt soll der Strauch insgesamt luftiger wirken, gleichzeitig soll er die natürliche Anmutung seiner Wuchsform beibehalten. Ein häufiger Fehler beim Schnitt von Ziersträuchern mit bodenbürtigen Neutrieben ist der unnatürlich wirkende „Formschnitt“ in z.B. Ovalform oder Kastenform.

Ziersträucher ohne bodenbürtige Neutriebe bauen ihr Zweiggerüst durch fortwährende Verzweigung auf. Deswegen wird ihr dichter Wuchs nur durch Auslichten kontrolliert: Entfernen Sie – wiederum neben Totholz und sichtbar erkranktem Gewebe – lediglich Zweigwerk das nach innen wächst, das sich kreuzt und das aneinander scheuert. Kürzen Sie Triebe dadurch ein, dass Sie die Überlänge an einer geeigneten Verzweigung weiter Richtung Zweigbasis abschneiden. Auf diese Weise können Sie die Sträucher auch insgesamt einkürzen: An passender Stelle die Referenzgröße anschneiden (also z.B. Rückschnitt um 70 cm) und von dieser Stelle aus den Strauch um diese Länge rundherum gleichmäßig kürzen.
Ein häufig gemachter Fehler beim Schnitt von Ziersträuchern ohne bodenbürtige Neutriebe ist, sie einfach nur in beliebiger Höhe „abzusensen“. Das führt zu unnatürlich anmutendem „Besenwuchs“ und lässt diese Sträucher von unten her veralten und verkahlen.

Tipp: Wo Ziersträucher zu groß werden, können Sie sie – je nach Pflanzenart – durch schwächer wüchsige Sorten ersetzen (z.B. Forsythien durch Zwerg-Forsythien). Das erfordert ebenso den pflegenden Auslichtungsschnitt, die kleiner wüchsigen Sorten erreichen aber keine aufdringliche Größe und es fällt weitaus weniger Schnittgut an.

Kommentare

Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen