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Winterblühende Gehölze

Wer bei der Gartenplanung ganze Arbeit geleistet hat, muss auch im Winter nicht auf einen trostlosen und kahlen Garten blicken. Dank der zahlreichen Winterblüher kann man auch in der kalten Jahreszeit ein paar farbenfrohe Lichtblicke haben. Die meisten dieser Gehölze bieten nicht nur einen optischen Anreiz, sondern duften auch noch gut und helfen uns so, das Warten auf den Frühling angenehm zu verkürzen. Aber auch wer bislang noch nicht daran gedacht hat, winterblühendes Gehölz in seinem Garten zu pflanzen, kann das ja immer noch nachholen. Da die Auswahl sehr groß ist, möchten wir Ihnen im Folgenden einige besonders schöne Exemplare vorstellen, die durch Blüte und Duft überzeugen.

Geißblatt (Lonicera x purpusii)

Das wenig bekannte Geißblatt oder auch gerne Heckenkirsche genannt, stammt aus China und ist robust, winterhart und pflegeleicht. Es hat keine hohen Ansprüche an die Erde und wächst in jedem normalen Gartenboden. Auch ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Das Geißblatt fällt besonders durch seine frühe Blütezeit im Winter und dem intensiven Duft auf. Ein weiteres positives Merkmal ist die gute Blüheigenschaft. Die ca. 1,5 cm großen Blüten haben eine gelblich bis cremig-weiße Färbung und bleiben zwischen Dezember und März am Strauch. Im Sommer bilden sich aus den Blüten rote Früchte. An besonders geeigneten Standorten oder milderen Gegenden ist dieser Strauch wintergrün, was bedeutet, dass seine Blätter erst spät im Winter abfallen. Da das Geißblatt nur etwa zwei Meter hoch wird ist es auch sehr gut für kleine Gärten geeignet. Es kann entweder in Gruppen oder einzeln gepflanzt werden. Es empfiehlt sich, den Strauch wegen seiner optisch schönen Darstellung und des guten Duftes an einer präsenten Stelle im Garten zu pflanzen. Werden Zweige abgeschnitten und in eine Vase mit Wasser gestellt, so halten sich sich einige Tage und verströmen ihren Duft.

Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox)

Schlechte Witterung, Schnee und Kälte hindern die Chinesische Winterblüte nicht daran, uns auch im Winter mit ihren schönen Blüten und angenehmem Duft zu verwöhnen. Sie ist grundsätzlich bis zu einer Temperatur von -28°C frosthart und bevorzugt einen fruchtbaren und gut wasserdurchlässigen Boden. Die Blüten sind ca. 2,5 cm groß, creme-gelb und haben ein rotes Auge in der Mitte. Sie können bereits im Dezember anfangen zu blühen, wobei die Hauptblütezeit aber im Februar und März liegt. Erst nach der Blüte erscheinen die Blätter, die sich im Herbst weiß bis gelb färben. Da sie in jungen Jahren eher spärlich blüht und etwas anfälliger ist, sollte man sie an einem geschützten und sonnigen Ort einpflanzen. Wenn sich die Chinesische Winterblüte erst einmal eingelebt und etabliert hat, ist sie ein tolles Wintergehölz, das 3 bis 4 Meter hoch werden kann. Der Rückschnitt sollte sehr vorsichtig erfolgen, da die Chinesische Winterblüte an zweijährigem Holz blüht. Ihren angenehmen Blütenduft kann man auch im Zimmer genießen, denn ihre Äste lassen sich problemlos einige Tage in der Vase halten. Auch dieser Vertreter der winterblühenden Gehölze stammt ursprünglich aus China und ist leider bei uns weitgehend unbekannt.

Schneeforsythie (Abelyophyllum distichum)

Die Schneeforsythie gehört nicht, wie uns ihr deutscher Name fälschlicherweise glauben machen will, zu der Familie der Forsythie. Ihr im Frühjahr blühender Namensvetter unterscheidet sich schon in der Blüte. Während die im späteren Frühling blühende Forsythie gelbe Blüten hervorbringt, hat die Schneeforsythie eine schöne weiße oder zart rosafarbene sternenförmige Blütenpracht. Dieser Winterblüher ist eine echte Seltenheit. Die etwa 1,5 cm großen Blüten blühen von Januar bis April und können in einem Jahr weiße und im anderen rosafarbene Blüten haben. Es wird vermutet, dass diese Sonderheit auf die unterschiedliche Aufnahme von Spurenelementen oder anderen Wirkstoffen im Boden zurückzuführen ist. Die Schneeforsythie kann an einem geschützten, sonnigen Standort bis zu 2 Meter groß werden und ist damit perfekt geeignet für den kleineren Garten. Wenn ein solcher Platz gewährleistet wird, ist sie äußerst pflegeleicht und absolut winterhart. Auch abgeschnitten und in der Vase kann man sich im Haus einige Tage an dem eleganten Gehölz erfreuen. Ursprünglich stammt der ansehnliche Strauch aus Korea.

Duftschneeball (Viburnum farreri)

Der Duftschneeball oder auch gerne Winterschneeball genannt, ist ein schöner Winterblüher, der ebenfalls durch seinen herrlichen Duft auffällt. Alle Sträucher dieser Gattung bieten das ganze Jahr hindurch einen attraktiven Anblick. Besonders schön aber sind die Blüten des Duftschneeballs, die mitten im Winter auf den unbelaubten Zweigen besonders gut zur Geltung kommen. Die auffälligen meist weißen, aber auch rosafarbenen Blüten, erscheinen manchmal schon im November, die Hauptblütezeit ist aber Februar bis April. Auch die Blätter sind im Austrieb sowie im Herbst mit einem schönen rötlichen Ton gefärbt. Der straff aufrecht wachsende Strauch kann 3 bis 4 Meter hoch werden. Da er sehr wärmeliebend ist, bevorzugt er einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Am liebsten sind ihm schwach saure Böden, die nicht zu trocken sind. Im Großen und Ganzen ist er jedoch eher unproblematisch und frosthart. Leider eignen sich die gut riechenden Blütenzweige nicht für die Vase, da sie schon sehr schnell ihre Blüten verlieren. Der ursprünglich aus Nordchina stammende Duftschneeball kommt frei stehend am besten zur Geltung und ist auch in Duftgärten gerne gesehen.

Bei dieser Auswahl der schönsten und am besten duftenden winterblühenden Gehölze findet sicher jeder Gartenfreund seinen Favoriten. Und wenn in Ihrem Garten noch keiner dieser schönen Sträucher vorhanden ist, lohnt es sich auf jeden Fall einmal, über die Anschaffung nachzudenken. Sie bringen mit Sicherheit auch Freude in Ihren winterlichen Garten!

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