Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Was jetzt im Wassergarten wichtig ist

Klares Wasser, Blick bis auf den Teichgrund, deutlich erkennbare Fische, Muscheln und Krebse und das alles gerahmt von Blütenpracht am Teichrand - so macht der Wassergarten richtig Spaß.

Wenn da nicht das alte, leidliche Algenthema wäre. Bei genauem Hinsehen ist es plötzlich gar nicht mehr verwunderlich zu erfahren, dass gerade die Gartenschönheiten rund um den Gewässerrand der Wasserqualität so oft den Garaus machen. Gerade jetzt im Herbst wird das deutlich: Falllaub wedelt von den Gehölzen oder wird durch den Wind wasserwärts getrieben, Staudenblätter und -stängel, gerade noch apart über die Wasseroberfläche gebeugt, sinken jetzt, absterbend, ins Nass. Und zu all dem spült der Herbstregen hier etwas Boden, dort etwas Mulch in den Gartenteich. Tun Sie jetzt nichts, dann reichern sich auf ganz natürliche Weise gerade jetzt im Herbst allerlei Gartenabfälle im Wassergarten an - mit fatalen Folgen. Was jetzt im Wasser vergeht, ist nämlich doppelt schädlich. Zum einen sorgt die Zersetzung des ehemaligen Gartengrüns im Wasser für Faulgase, die sich, im Wasser gelöst, dann fischgiftig ausnehmen können, wenn später, bei geschlossener Eisdecke, kein Gasaustausch aus dem und in das Wasser stattfinden kann. Die zersetzten Pflanzenreste letztlich hinterlassen ihre Nährstofffracht ins Teichwasser, ein tückisches Erbe. Denn es sind diese Nährstoffe, die den Algen im kommenden Jahr als Futter dienen.

Oberstes Gebot im Wassergarten ist es daher jetzt, Pflanzen-, also Nährstoffeintrag, ins Wasser zu vermeiden. Spannen Sie in laubgefährdeten Lagen daher ein Laubschutznetz über Teich und Bachlauf, um das gröbste abzufangen. Schneiden Sie den Teichrand jetzt so frei, dass kein absterbendes Laub unmittelbar ins Wasser fallen kann. Hierzu sind Teleskopscheren nützlich, mit denen Sie auch entfernter stehende Pflanzen bequem vom Ufer aus und trockenen Fußes beschneiden können. Auch Teichgreifer mit ihrem langen Stiel kommen jetzt zum Einsatz, um in das Wasser gefallene Pflanzenteile doch noch packen und entfernen zu können. Hohle Stängel von Stauden und Gräsern können Sie jetzt noch an der Pflanze belassen, sofern sie nicht Gefahr laufen, nach Wind- oder Schneebruch ins Wasser zu gelangen. In ihnen überwintern gerne Garteninsekten. Schneiden Sie diese Halme erst Mitte/Ende März ab und lagern Sie sie dann noch bis Anfang April irgendwo abseits im Garten beiseite, damit die Insekten wieder entfleuchen können. Es stehen die verbliebenen Halme den Herbst und Winter über noch hübsch aus, wenn sie überreift oder überschneit sind - speziell, wenn sie in diesen dunklen Jahreszeiten durch Effektbeleuchtung (Gartenscheinwerfer) stimmungsvoll angestrahlt werden.

Mit dem Schlammsauger jetzt bereits den Bodensatz, den Mulm, aus dem Gartenteich zu pumpen, bringt wenig. Im Schlamm verkriechen sich Fische und natürliche Gartenteichbewohner gerne den Winter über. Um den oben angesprochenen, erforderlichen Gasaustausch zu gewährleisten, sollten Sie den Gartenteich bei Starkfrost mit einem Eisfreihalter stellenweise offen halten, oder aber dafür sorgen, dass ausreichend Stauden-, Schilf- und Grashalme aus dem Eis ragen. Sie haben unter dem Frostmantel Kontakt zum Wasser, so dass durch sie hindurch, wie durch einen Strohhalm, der Gasaustausch trotz Eisdecke stattfinden kann.

Fische müssen Sie nur aus untiefen Becken herausnehmen und in einem Aquarium überwintern, wenn das Becken komplett durchfrieren könnte (Maßangaben siehe unten). Seerosen und andere frostgefährdete Wasserpflanzen entnehmen Sie jetzt dem Gartenteich und siedeln sie in einen Eimer Wasser um, den Sie kalt aber frostfrei aufbewahren. Das gleiche gilt für die Wassergartenpumpen, sofern die nicht frostfest tief liegen (das bedeutet in unseren Breiten 80 cm tief im Wasser, in milderen Regionen reichen oft schon 60 cm völlig aus). Der richtige Zeitpunkt zum Abbau der Pumpen- und damit meist auch Filteranlage ist gekommen, wenn die Wassertemperatur dauerhaft keine 12 Grad mehr erreicht. Das nämlich ist die kritische Temperatur, unterhalb derer die Teichbakterien ihre Arbeit weitgehend einstellen und somit keine überschüssigen Nährstoffe aus dem Wasser entfernen. Lediglich wenn Sie einen Oberflächenabsauger betreiben, einen Skimmer, lassen Sie die ihn betreibende Pumpe noch so lange angeschlossen, bis die Gefahr von Pflanzenresteneinträgen in das Teichwasser im Spätherbst endgültig gebannt ist.

Kommentare

Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen