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Spaliere schneiden

Obstspaliere im Garten sind mehrfach nützlich. Durch strengen Aufbau und Schnitt geprägt, sind sie ein gestalterisches Gartenelement, werden aber zugleich auf konzentrierten Fruchtertrag getrimmt.

Das bedeutet jetzt im Juli das Nacharbeiten der frisch getriebenen Zweige auf den vorformierten Ästen. Unterscheiden Sie dabei zwischen Kurztrieben (das sind die kompakt wachsenden späteren Blütentriebe mit üblicherweise quirlständig angeordneten Blättern) und Langtrieben (das sind die Wachstumstriebe mit „normalem“ Blattabstand). Entfernen Sie zu dicht stehende Langtriebe bis auf einen, maximal zwei günstig stehende. Kürzen Sie diese auf drei Knospen ein. Orientieren Sie sich dabei an den Blättern: An der Basis eines jeden Laubblattes sitzt eine solche Knospe.

Günstig stehende Triebe bedeutet: Entspringt der Trieb senkrecht an der Zweigoberseite, so neigt er stärker zum Wachstum und weniger zum Fruchtansatz, auf den es beim Spalier ja ankommt. Entspringt der Trieb an der Zweigseite oder gar an der Zweigunterseite, desto eher lässt er sich durch Schnitt vom Langtrieb zum Kurztrieb umpolen. Das gelingt umso leichter, je waagerechter der Trieb von vornherein wächst. Das bedeutet im Klartext: Tendenziell die senkrechten Triebe entfernen und die waagerechten fördern. Ist die Zweigbasis eines zu entfernenden Triebes noch wenig verholzt, so reißen Sie den Trieb von der Zweigoberseite mit einem kräftigen Ruck ab, statt ihn abzuschneiden. Damit verhindern Sie, dass die an einer jeden Zweigbasis sitzenden so genannten „schlafenden Augen“ (Ersatzknospen) austreiben und zu „Wasserschossen“ (übermäßig starke Laubtriebe ohne Fruchtansatz) auswachsen können.

Tipp: Haben Sie während des Durcharbeitens der Spaliertriebe auch einen Blick auf den Fruchtbehang. Brechen Sie bei zu dichtem Behang schadhafte oder zu kleine Früchte bereits jetzt aus, um die restlichen zu fördern. Bei Äpfeln beispielsweise sollen pro Traube nicht mehr als zwei Früchte hängen bleiben, sonst leidet ihre Qualität. Kleine Entscheidungshilfe, als Faustzahl: Für die Versorgung eines einzelnen Apfels mit ausreichend Nährstoffen, benötigt der Baum etwa 35 Blätter.

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