Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Salatpflanzen Tipps

Das wird ein super Salate-Sommer

Salat macht Spaß. Salat ist in aller Munde. Und doch ist Salat irgendwie auch ein Kuriosum - lesen Sie mal! Mit unseren GARDENA Praxistipps können Sie sich ihren ganz eigenen Salate-Sommer schaffen - in bunter Vielfalt wie nie zuvor.

Ein "Unkraut" weist den Weg

Salat ist zwar ein Gemüse, aber eine Rohkostpflanze. Um ihr mehr Geschmack zu verleihen, verwendet man Salz, lateinisch sal. "Sal-at" bedeutet also nichts anderes als "das Ge-salz-ene".
Alle Gemüsepflanzen sind im Wesentlichen die Abwandlung einer Wildpflanze. Es gibt aber keinen wilden Kopfsalat auf den sich die Salatvielfalt von heute unmittelbar zurückführen ließe. Doch als Ahne heutiger Salate gilt auf Grund genetischer Parallelen das Wildkraut Kompass-Lattich. Der Name rührt von seinen Blättern her, die er in der prallen Sonne von waagerecht auf senkrecht in Süd- bis Südwestrichtung stellt.

Endiviensalate und Co. sind mit Kopfsalat & Co. nicht Artverwandt, sondern - als beide Korbblütler - lediglich Familienverwand. Endivien stammen dabei nicht vom Kompass-Lattich, sondern von einer indischen Cichorienart (Cichorium puilum) ab. Die bei dieser Salatgruppe eingeklinkten Salatpflanzen Chicorée und Radicchio allerdings, sind Abkömmlinge der heimischen Wegwarte (Cichorium intybus).

Salat erfolgreich selber ziehen

Anbauzeiten: 

Kopfsalat-Clan: Beginnen Sie mit deren Aussaat bzw. Pflanzung im Freiland ab März, im Frühbeet und Kleingewächshaus ab Februar. Die letzte Runde pflanzen Sie bis Anfang September, für die Oktoberernte.
Endivien säen bzw. pflanzen Sie von Mitte Juni bis Mitte Juli, für die Ernte von September bis Dezember. Bei früherer Aussaat schossen die Köpfe, bei späterer reifen sie nicht aus.

Expertentipp: Der Anbau unter Folie oder Vlies ermöglicht eine Ernteverfrühung im Frühjahr und die Erntezeitverlängerung im Herbst.

Standort:

Salate mögen einen warmen, sonnigen bis wechselschattigen Gartenplatz. Optimal sind humose leichtere bis mittelschwere Gartenböden: lehmiger Sand bis sandiger Lehm. In Kübeln und Kästen verwenden Sie für Salate eine tonhaltige Qualitätspflanzerde.

Expertentipp: Um den Rücken zu schonen, bauen Sie Salat auf Balkon und Terrasse am besten in einem Hochbeet an.

Aussäen, Auspflanzen:

Wenn Sie Salat selber säen, haben Sie Zugriff auf eine größere Sortenvielfalt. Saatbänder und Saatscheiben erleichtern die Aussaat. Achten Sie bei der Sortenauswahl auf die jeweilige Jahreszeit: es gibt Frühjahrs-, Sommer- und Herbstsorten!

Salat zu pflanzen ist einfacher und führt schneller zur Ernte. Gärtnertrick: Die Erdballen der Pflänzchen nur leicht, bis zu einem Drittel der Ballenhöhe, in den sehr lockeren Beetboden drücken und angießen. So liegen die untersten Blätter später kaum auf dem Boden auf und vergammeln weniger.

Expertentipp: Zwischen den Pflanzen oder am Beetrand Salatkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Borretsch oder Schalotten anbauen.

Pflege:

Halten Sie die Pflanzen gleichmäßig feucht. Salat ist ein Schwachzehrer, daher müssen Sie ihn nur mäßig düngen (ca. 30 g/m2 mineralischer oder organisch-mineralischer Volldünger).

Expertentipp: Im Bio-Anbau, bei Kompostdüngung 1-2 Liter Kompost/m2 düngen. Zusätzlich 10-15 g/m2 Stickstoffdünger und 3-10 g/m2 Kalidünger. Wahlweise können Sie auch organischen Volldünger nach Herstellerangaben verwenden.

Schädlinge bekämpfen:

Wenn Sie in annähernder Bio-Qualität anbauen wollen, bevorzugen Sie bei der Auswahl der Salatsorten solche, die gegen Blattläuse oder Mehltau resistent sind. Wenn Sie andere Sorten nutzen, kultivieren Sie diese unter Gemüsevlies. Das schützt vor Schädlingen und sorgt zusätzlich für schnelleres Wachstum, also eine Ernteverfrühung.

Expertentipp: Förderliche Mischkulturpartner von Salat im Bio-Anbau sind z. B. Fenchel, Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Rettich und die Zwiebel.

Ernte:

Den Salat so anbauen, dass so viel erntereift ist, wie Sie tatsächlich benötigen. Daher wöchentlich ein paar Pflanzen säen, vorziehen und pflanzen. Bei Aussaat gleich des ganzen Inhalts eines kompletten Samentütchens droht zum Erntezeitpunkt ansonsten eine Salatschwemme!

Expertentipp: Noch bunter wird´s in der Salatschüssel, wenn Sie grüne und rotbraune Salatsorten mischen und sie außer mit Kräutern auch mit essbaren Blüten garnieren. Hierfür können Sie z. B. ganze Blüten von Gänseblümchen, Borretsch, Brunnen- und Kapuzinerkresse verwenden, ebenso gut die abgezupften Blütenblätter von Löwenzahn, Ringelblume und hell blütigen Dahliensorten.

Schnittsalat

Geschmack: salattypisch, besonders zart im Biss 

Besonderheiten: weil schon als Jungpflanze genutzt, ist Schnittsalat der am schnellsten zu erntende Salat, ca. sechs Wochen nach Aussaat;
etwa zwölf bis 15 Zentimeter groß werden lassen, dann abschneiden und ernten; nicht zu tief abschneiden ("Herz" stehen lassen), dann treibt er wieder aus und er kann erneut beerntet werden. Im Beet in Reihen säen, dann besonders einfach zu ernten; auch für Anbau in Kübeln und Kästen geeignet

Endivien-Salat

Geschmack: kräftig im Biss, aromatisch bitter 

Besonderheiten: langes Erntefenster, weit über das des Kopfsalats hinaus
Aussaat von Mitte Juni bis Mitte Juli, Ernte von September bis Dezember; bei früherer Aussaat schossen die Köpfe, bei späterer reifen sie nicht aus

Feldsalat

Geschmack: zart bis kräftig im Biss, frisch bis nussig im Geschmack 

Besonderheiten: kein Salat- oder Endivienverwandter, sondern ein wie Salat genutztes Baldriangewächs. Aussaat ab Ende Juli; bei Aussaat bis Mitte August kann üblicherweise noch im Hebst geerntet werden, sonst erst im Frühjahr; mehltaufeste Sorten bevorzugen

Pflücksalat

Geschmack: zart im Biss, salattypisch 

Besonderheit: eigentlicher Pflücksalat bildet eine flache Blattrosette, aus der heraus ein beblättertes Stämmchen; mit voranschreitendem Wachstum die unteren, ausgereiften Blätter ernten; für den Anbau in Kübeln und Kästen geeignet

Kopfsalat

Geschmack: zart im Biss, salattypisch 

Besonderheit: sehr variantenreich, aus ihm sind z.B. Bataviasalat und Eissalat hervorgegangen; rotbraun laubige Sorten schmecken aromatischer, allerdings leicht bitterer

Bataviasalat

Geschmack: kräftig im Biss, salattypisch, würzig 
Sorten mit kräftigeren Blättern sind würzig, die mit zarteren Blättern mild-süßlich 

Besonderheit: Kreuzung von Eis- und Kopfsalat; schosst kaum; kann fortlaufend wie Pflücksalat geerntet werden, wenn man das "Herz" unangetastet lässt

Fotos: pixabay.com

Kommentare

Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen