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Ribiselsträucher

Schwarze Ribisel mit ihrem wunderbaren Cassis-Aroma, rote Ribisel in ihrer säuerlichen Fruchtigkeit, dazu noch dekorativ weiße Ribisel - sie bieten so reiche Ernte und verlangen kaum ein paar Handgriffe im Jahr. Warum also nicht Beerensträucher im Garten pflanzen? Das funktioniert sogar in einem zehn bis 20 Liter-Kübel.

Ribiselsträucher müssen regelmäßig beschnitten werden, um altes abgetragenes Holz zu entfernen und neues, besser fruchtendes Holz nachzuziehen. In die Jahre gekommene Sträucher sollten generell mal ersetzt werden, weil ihre Vitalität geringer wird. Zudem sind neue Sortenzüchtungen auch bei Ribisel nicht selten eine markante Verbesserung (Geschmack, Pflanzengesundheit, Ertrag) altgedienter Sorten.
Aus dem Schnittgut, wie es jetzt beim Frühjahrsschnitt der Obstgehölze anfällt, können Sie übrigens leicht neue Sträucher ziehen. Und so geht´s:
Schneiden Sie sich von den alten Zweigen etwa bleistiftdicke, kräftige, an ihrer hellen Farbe leicht zu erkennende Jungtriebe ab. Halten Sie die Triebspitze nach oben, die Triebbasis nach unten. Knipsen Sie mit einer scharfen Gartenschere oder einem scharfen Stecklingsmesser das untere Triebende bis kurz vor dem unteren Knospenansatz ab. Zählen Sie nun fünf bis sieben Knospen nach oben und schneiden Sie kurz oberhalb der fünften bis siebten Knospe die Triebspitze ab. Jetzt halten Sie ein so genanntes Steckholz in den Händen. 

Drücken Sie dieses Steckholz so tief in den lockeren Beetboden, dass nur die obere Knospe herausschaut. Treten Sie die lockere Erde nun leicht an - fertig. Nach etwa sechs bis acht Wochen beginnt der Zweig auszutreiben. Kürzen Sie den Austrieb nach dem fünften Blatt ein, indem Sie die Triebspitze herauszwicken. Das bewirkt einen erneuten Austrieb der Pflanze.
Graben Sie die Jungpflanze Ende September aus und streifen Sie alles Laub ab. Pflanzen Sie sie dann dorthin, wo Sie Ihren selbst gezogenen Ribiselstrauch wachsen lassen wollen. Schwarze Ribisel vertragen auch etwas Schatten.

Von vornherein pflanzfertige Ribiselsträucher und viele weitere leckere Beerenarten, erhalten Sie z.B. in Ihrer Baumschule. Die am frühesten tragende Beerenart im Hausgarten ist übrigens die Maibeere. Die süße Früchte haben ein feines Blaubeeraroma.

Beachten Sie bei der Vermehrung von Ribisel, dass einige Sorten dem Sortenschutz unterliegen (vergl. Pflanzetikett) und deswegen grundsätzlich nicht ohne Zustimmung des Züchters vermehrt werden dürfen. 

Picture: © Axel Jahns - Fotolia.com

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