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Boden für neue Beete vorbereiten - ohne Umgraben geht es nicht

Die Gartensaison neigt sich unweigerlich dem Ende zu, Sommerblumen- und Gemüsebeete sind längst vom Beet abgeräumt. Wer für das kommende Jahr neue Beete anlegen möchte, sollte die bisherige Rasenfläche jetzt umgraben. Fachleute streiten sich über die Notwendigkeit des Umgrabens für den Boden. Einige halten es für unverzichtbar, andere wiederum lehnen es völlig ab. Wenn ein ungenutzter Gartenbereich in ein Gemüse- oder Blumenbeet umgewandelt werden soll oder bei sehr tonhaltigen und stark verfestigten Boden, führt allerdings am Umgraben kein Weg vorbei, sind sich die Fachleute trotz allem einig.

Kompost oder organischen Dünger vorbereiten

Um zur Bodenverbesserung Kompost oder organischen Dünger, wie z.B. Mist oder Herbstlaub, in den Boden einzuarbeiten, verteilen Sie davon beim Umgraben gleichmäßig in die jeweilige Graberinne und bedecken alles mit der Erde der Spatenstiche der nachfolgenden Grabereihe.

Tiefes Umgraben bei erstmaliger Neubepflanzung

Entscheiden Sie sich bei der Auswahl des Arbeitsgeräts für das Umgraben entweder für einen Spaten oder eine Spatengabel. Beide gibt es mit zwei verschiedenen Griff-Typen, je nachdem, womit Sie handlicher arbeiten: T-Griff oder D-Griff. Wählen Sie die Stillänge passend für Ihre Körpergröße - 113 oder 117 cm Länge.
Heben Sie zuerst entlang einer passenden Seite des geplanten Beetes einen Spatenstich tiefen Graben aus. Laden Sie die dabei ausgehobene Erde in eine Schubkarre und bringen Sie diese ans gegenüber liegende Ende des geplanten Beets. Gehen Sie zurück an den Anfang und beginnen Sie mit dem Umgraben, indem Sie nun die Erdkante vor dem Graben zu Ihren Füßen Spatenstich für Spatenstich lösen und um 180 Grad gewendet in den ausgehobenen Graben legen. So bewegen Sie sich entlang des Grabens: Mit dem Umgraben wird der alte befüllt und es entsteht ein neuer, der mit dem nächsten Arbeitsgang befüllt wird. Folglich bleibt am Schluss ein leerer Graben übrig. Diesen befüllen Sie mit der anfangs beiseitegelegten Erde des ersten Grabens.
Zwei Stich tiefes Umgraben, so genanntes Rigolen, empfiehlt sich für noch tiefere Bodenlockerung. Zum Beispiel, wenn ein Stück Land das erste Mal kultiviert wird bzw. bei starker Bodenverdichtung.
Tipp: Beim Rigolen arbeiten Sie so: Erste Grabereihe (A) zwei Stich tief ausheben, Aushub beiseitelegen. Dann die folgende Grabereihe (B) einen Spatenstich tief umgraben, dabei die Scholle kopfüber gewendet in Graben A füllen. Zurück zum Ausgangspunkt der Reihe B gehen und diese nun einen zweiten Spatenstich tief umgraben. Die dabei auf dem Spatenblatt liegende Scholle wird wiederum kopfüber gewendet und füllt die bis hierher erst halb befüllte Reihe A nun ganz wieder auf. Jetzt liegt Reihe B zwei Spatenstich tief offen und wird mit dem Umgraben der Reihe C ebenso verfüllt, wie es zuvor von Reihe A mit Reihe B passiert ist. So setzt sich das Rigolen bis zur letzten gewünschten Reihe fort. Diese wird mit dem aus Reihe A beiseitegelegten Aushub befüllt.
Um frisch umgegrabenes Land schneller wieder zu beleben, können Sie abschließend eine dünne Mulchschicht aus verrottetem Kompost oder Laub aufbringen. Davon profitieren Regenwürmer und andere Mikroorganismen im Boden.
Der Frost der nächsten Monate lässt frisch gewendete Erdschollen speziell von lehmigen oder verdichteten Boden bersten. Das sorgt im Frühjahr für lockere Pflanzerde. Sehr schwere Böden lassen sich so im Laufe der Zeit durch alljährliches Umgraben - zusammen mit Humusgaben - in zunehmend geschmeidigere Gartenböden verwandeln.
Kurz vor der Aussaat im Frühling, wird die im Herbst umgegrabene Beetoberfläche dann noch einmal mit einem Rechen bzw. Sauzahn gelockert, wobei Sie erforderlichenfalls noch einmal verrotteten Kompost einarbeiten.

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