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Wie schneide ich meinen Feigenbaum zurück?

Frage von: Dr. K. S.

Sehr geehrter Herr Kötter, bitte geben Sie mir Hinweise, wie ich meinen Feigenbaum jetzt - oder erst im Frühjahr? - richtig zurückschneide, im Anhang zwei Fotos des derzeitigen Zustandes. Danke im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte:

Prächtiges Kerlchen, Ihr Feigenbaum, Herr Dr. S.! Was den passenden Zeitpunkt seines Rückschnitts betrifft, so ist das Frühjahr zunächst einmal der bessere Zeitpunkt dazu. Wenn Sie ihn bereits jetzt schneiden würden könnte es passieren, dass der verbleibende Rest möglicherweise einen Frostschaden erleidet und Ihnen dann kaum mehr etwas übrig bleiben könnte, um die Pflanze ab Frühjahr wieder richtig aufzubauen. Wenn Sie hingegen erst im Frühjahr schneiden sehen Sie dann, was der Winter übrig gelassen hat und in der Regel ist das mehr, als nach einem herbstlichen Rückschnitt. Anders beurteilt es sich, wenn Sie eine Frostschutzmaßnahme, z.B. Vliesauflagen etc. planen. Dann kann es rein pragmatisch nützlich sein, die Feige schon jetzt grob zurückzuschneiden, um ein solches Vlies besser anbringen zu können. In dem Fall dürfen Sie einen Schutzeffekt erwarten der größer ist, als der zu befürchtende Schaden durch einen möglicherweise zu frühen Rückschnitt. 

Die Art des Rückschnitts gestaltet sich vergleichsweise unkompliziert, da Feigen sehr regenerationskräftig sind. Bedeutet: Selbst Schnittfehler würden sich beizeiten wieder verwachsen.
Zur Schnittpraxis: Üblicherweise sind nur Auslichtungsschnitte zu dicht stehender Triebe erforderlich sowie das Herausnehmen von erfrorenen bzw. generell von abgestorbenen Trieben.
Wollen Sie eine zu groß gewordene Feige verkleinern, dann gelingt das so: Wählen Sie einen Haupttrieb aus und schneiden Sie ihn um die Länge zurück, um die sie die Feige einkürzen möchten. Schneiden Sie dabei so, dass Sie diesen Haupttrieb bis zu einer Stelle zurück führen, an der er sich mit einem möglichst jungen Trieb verzweigt. Jetzt haben Sie eine verbliebene Referenzlänge entlang derer sie rundum alle weiteren Feigenäste ebenfalls einkürzen. Schlussendlich ist dann die gesamte Feige rundum in etwa gleichmäßig eingekürzt. 

Feinschliff (können Sie gerne überlesen, wenn´s Ihnen zu tricky sein sollte): Je weiter Sie zurückschneiden, desto eher werden Sie im unteren Pflanzenbereich auf stärkere Äste als Verzweigung treffen und nicht mehr auf die eigentlich gewünschten jungen Verzweigungstriebe. Dann gilt: Kürzen Sie diese Seitentriebe jeweils auf etwa Handspannenlänge ein, sie treiben recht willig aus. Belassen Sie von den Austrieben später (etwa Ende Mai, Anfang Juni) einfach nur die stärksten und brechen Sie überzählige und zu dünne Jungtriebe einfach aus. 

Übrigens: Feigen vertragen notfalls die Radikalkur - Frühjahrsrückschnitt auf 30 bis 50 Zentimeter, mit anschließendem Auslichten und Neuaufbau der Feige.

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