Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Wie kann ich die Pfirsichkräuselkrankheit bekämpfen?

Frage von: Josef M.

Lieber Herr Kötter! Vielleicht könnten Sie sich ehestens des Themas "Pfirsichkräuselkrankheit" annehmen. Nach meiner Erfahrung nützen die derzeit empfohlenen "Stärkungsmittel" (NeudoVital, EM, ...) nur den Produzenten und den Verkäufern! Man kann möglicherweise mit dem richtigen Schnitt - allerdings zum richtigen Zeitpunkt! - mehr erreichen als durch teure Spritzmittel. Sie werden uns hoffentlich Genaueres darüber zu erzählen wissen.

GARDENA Gartenexperte:

Engeltbert Kötter

GARDENA Gartebexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Die Kräuselkrankheit ist eine Pilzkrankheit, lieber Herr M., bei der die Sporen auf den Zweigen des Pfirsichbaums überwintern. Bereits mit dem Aufbrechen der Knospen kommt es auf den nun sich auszurollend beginnenden Blättern zur Infektion, endend in den später am vollen Blatt bekannten Schadsymptomen. Sie haben Recht, dass Pflanzenstärkungsmittel – solche also, die lediglich die eigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte der Pflanze unterstützen – bestenfalls vorbeugend wirken. Pflanzenschutzmittel aber müssen, bevor sie als solche in den Markt gebracht werden dürfen, zuvor in umfangreichen Tests unter Beweis gestellt haben, dass sie gegen den ausgelobten Schadorganismus tatsächlich wirken. Insofern ist bei Pflanzenschutzmitteln gegen die Kräuselkrankheit grundsätzlich davon auszugehen, dass sie den Pilz bekämpfen. Wirkstoffe im Präparat können der Kupfer sein (meist in umweltverträglichen Präparaten enthalten), aber auch fungizide chemische Verbindungen. Was nun die tatsächliche Wirksamkeit des Präparates in der Praxis angeht ist es entscheidend zu beachten, dass es zum rechten Zeitpunkt und in richtiger Konzentration (also erforderlichenfalls wiederholt) angewendet wird. Hinzu kommt: Damit sich der Pilz nicht an das Präparat gewöhnt ist es erforderlich, von Behandlung zu Behandlung den Wirkstoff zu wechseln (also nicht allein das Präparat; dessen Wirkstoff siehe Produktdeklaration).
Weil der die Kräuselkrankheit verursachende Pilz (Taphrina deformans) so tickt wie er es tut (siehe oben), können Sie durch den Schnitt des Pfirsichbaums zwar befallene Zweige entfernen und somit den Befallsdruck mindern. Aber von den Sporen auf den verbliebenen Zweigen aus wird der Rest des Baumes sicher infiziert werden, sofern Sie nicht Fungizide (sachgemäß) einsetzen.

Kommentare

Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen