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Serbische Fichte an der Spitze auf Abwegen.

Frage von: Sigrid B.

Als ich kürzlich aus dem Krankenhaus kam, musste ich feststellen, dass meine Serbische Fichte an der Spitze "auf Abwegen ist". Da sie mir durch den letzten Trieb nun auch etwas zu schnell in die Höhe geschossen ist würde ich von Ihnen gern erfragen, ob ich die Spitze beschneiden kann und wie, wenn sie dann wieder wächst, ich eine einigermaßen ansehnliche Spitze erzeugen kann. Ich weiß dass mein Vater, Gott hab ihn selig, das früher mal gemacht hat, aber ich erinnere micht nicht mehr wie. Ich weiß nur noch, dass es dann gut aussah und das Wachstum etwas gebremst wurde.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Die einfachste Lösung um die Triebspitze wieder gerade zu bekommen ist, den Neutrieb samt der letzten beiden Jahrestriebe zu stäben.
Dass die Triebspitze sich überhaupt verbiegt, mag an Schneelast oder an zu weichem Gewebe liegen. Falls letzteres zutrifft empfehle ich Ende Juni bis Anfang Juli speziell Kali zu düngen, dann härtet, zur Zeit des Dickenwachstums der Fichte, das Gewebe besser aus.
Was das Schneiden angeht so kann ich Ihnen das durchaus erklären, aber wenn Ihnen diese noch junge Pflanze schon jetzt ohnehin zu groß ist wird es nach dem Schnitt eher so sein, dass Sie da alljährlich dranbleiben müssen - eine Omorikafichte macht jährlich rund 30-50 Zentimeter Zuwachs. Deswegen ein Gegenvorschlag, der Ihnen in dieser Sache viele Jahre lang Ruhe bringt:
Ersetzen Sie die jetzige Omorikafichte durch eine Picea omorica ´Nana´. Das ist eine Zwerg-Omorikafichte, gleiches Aussehen, nur schön kompakt und vor allem langsamer wachsend. Sie macht im Jahr nur 15 bis 20 Zentimeter, d.h. kein Schneiden, Stäben, Leiternsteigen und Schnittgut entsorgen mehr!

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