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Schwarze Flecken auf Rosenblättern

Frage von: Volkhardt B.

Hallo Gartenexperte, im Oktober/November bekamen meine Rosenblätter schwarze Flecken, obwohl ich diese im September gespritzt hatte. Durch private Umstände kam ich nicht mehr dazu, nochmals zu spritzen. Da die Blätter alle abgefallen sind, habe ich die Frage, was ich jetzt im Frühjahr tun soll -abwarten was geschieht, oder vorsorglich die ersten Blätter spritzen? Außerdem habe ich als Frostschutz Rindenmulch besonders um die Stämme aufgetragen. Soll ich diesen im Frühjahr abtragen?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Bei den schwarzen Flecken handelt es sich um Sternrußtau, eine Blattpilzerkrankung der Rosen. Grundsätzlich reduziert man den Befall heutzutage am ehesten, indem man bevorzugt gesundbleibende Rosensorten pflanzt. 

Da Ihre Rosen, lieber Herr B., aber nun schon stehen rate ich zu folgender Vorgehensweise: Entfernen Sie, den noch vorhandenen Rosenlaub vom Vorjahr, aus dem gesamten Rosenbeet. Spritzen Sie turnusmäßig gegen Sternrußtau. Wechseln Sie dabei von Spritzung zu Spritzung den Wirkstoff des Spritzmittels um zu verhindern, dass der Parasit Resistenzen bildet. Schauen Sie dabei auf die Deklaration dieses Wirkstoffs auf der Produktverpackung, denn ein Wirkstoff kann unter verschiedenen Präparatenamen im Handel sein. Benetzen Sie beim Spritzen jeweils auch den Boden gründlich, vor allem dort, wo Sporen lagern. 

Das mit dem Rindenmulch im Rosenbeet ist eine weniger gute Idee, lieber Herr B.. Die starke Gabe dieses Humus senkt den pH-Wert des Bodens, macht ihn also saurer. Rosen aber sind kalkholde Pflanzen. Nehmen Sie den Humus besser wieder weg und kalken Sie Ihre Rosen mit Gartenkalk (Sandböden stärker kalken, Lehmböden mäßiger; jährliche Erhaltungskalkung ca.50-80 Gramm /Quadratmeter; Gesundungskalkung: um den pH-Wert um einen Zähler nach oben zu bringen [z.B. von pH 5,5 auf pH 6,5] benötigen Sie 100 Gramm/Quadratmeter).
Mit zu starker Humusversorgung im Oberboden erreichen Sie übrigens genau das Gegenteil als Frostschutz. Die Rosen neigen bei starker Humusversorgung im Oberboden dazu, stärker oberflächig zu wurzeln und weniger in die Bodentiefe einzudringen. Genau hier, im Oberboden, verursacht starker Frost aber dann die Wurzelschäden an der Pflanze. Bessere Frostschutzmaßnahmen: Rosen mit Gartenerde anhäufeln (also auch nicht mit Torf!) und mit Fichtenreisig / Vlies abdecken.

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