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Richtiger Umgang mit dem Kürbis

Frage von: Gerhard G.

Hallo lieber GARDENA-Gartenexperte, ich habe folgende Frage zu meiner Kürbispflanze: Ich habe in meinem Garten einen Kürbis gepflanzt. Da ich den Gemüsegarten altershalber stark reduzierten musste, habe ich den Kürbis auf unseren Kompost gepflanzt. Dort wuchert er durch die gute Komposterde so stark, dass er eine Vielzahl von Trieben und Verzweigungen hervorgebracht hat. Er hat auch einige Kürbisfrüchte angesetzt, die aber noch sehr klein sind. Ich habe nun Zweifel, ob die eine Pflanze diese vielen Blätter versorgen und zusätzlich noch Kürbisfrüchte tragen kenn. Was soll ich tun? Soll ich die Pflanze einfach weiter wachsen und treiben lassen oder kann ich einige Zweige, die bisher keine Früchte haben, herausnehmen oder wenigstens kürzen? Sie haben sicherlich einen fachmännischen Rat und können mir dazu einen Tipp geben.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

Der GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Habe ich, lieber Herr G.: 
Die zahlreichen Blätter kann die Pflanze ganz sicher versorgen und sie sind - als "Solarzellen" - geradezu erforderlich, um die ganze Pflanze mit zu ernähren. Die Wurzeln hingegen bedienen sich in der Komposterde reichlich mit Nährstoffen und wohl auch ausreichend mit Wasser.
 Insofern besteht vordergründig keine Notwendigkeit, dass Sie in das üppige Wachstum Ihres Kürbisses eingreifen.
Sollte Ihnen die Pflanze allerdings zu üppig werden, dann können Sie die Triebe jeweils nach etwa acht bis zehn Blättern einkürzen.
Für eine qualitativ höherwertige Ernte belassen Sie einfach so viele Früchte an der Pflanze, 
wie Sie im Oktober ernten möchten und entfernen die Überzähligen, dabei vor allem
 zu kleine oder schon jetzt erkennbar schadhafte.
Generell gilt: Sollten Sie den Kürbis künftig kontrollierter anbauen wollen, so erziehen Sie ihn einfach folgendermaßen:
Den Haupttrieb nach acht bis zehn Blättern entspitzen. Dann die Seitentriebe abwarten und daran etwa drei Früchte zulassen. Diese Seitentriebe später wiederum nach etwa acht bis zehn Blättern einkürzen.
In Ihrem Fall ist es übrigens völlig korrekt, den Kürbis auf dem Kompost anzubauen. 
Da aber viele weitere an Kürbissen Interessierte diese Antwort mitlesen, noch ein ergänzender Hinweis in die Runde. Zeitgenossen die das mit der Absicht tun, den Kompost schattieren zu 
wollen, müssen wissen, dass Kürbis und Zucchini dazu nicht geeignet sind. Zwar schattieren die mit ihrem Laub den Kompost und halten ihn für die Verrottung ausreichend feucht, aber sie 
entziehen ihm zugleich viele Nährstoffe. Andere Maßnahmen (z.B. feuchte Wellpappe, Folien- oder Vliesabdeckung, auch eine Umpflanzung mit Schattenspendern) sind dazu geeigneter, den Kompost nicht austrocknen zu lassen.

Foto Kürbis: © Konstiantyn - Fotolia.com

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