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Rhododendron blüht nicht

Frage von: Helmut T.

Hallo, zusammen, ich habe dieses Jahr etwas Pech mit einigen meiner Rhododendronsträucher. Beide sind etwa 4-5 Jahre alt und haben bis letztes Jahr eigentlich immer eine schöne Blütenpracht gehabt. Einer steht zwar immer noch im saftigem Grün, hat aber dieses Jahr keine einzige Blüte, sondern nur Wachstumsknospen. Der zweite Strauch stand bis Anfang März in tollem Grün, hat aber dann innerhalb von 3-4 Wochen die meisten Blätter verloren (Bild 1 und Bild 2 im Anhang). Eingepflanzt wurden beide Rhododendren in ein Pflanzloch mit viel Torf (Specialtorf für Rhododendron) und werden auch gelegentlich gewässert (nicht geschwemmt!). Standort des ersten Strauches ist zwischen einer Tanne und einem Ilexbaum. Der Rhododendron mit (bzw. nun ohne) Blätter steht unter einem Walnussbaum. Können Sie mit ihrem Wissen mir einen Tipp geben, ob der Strauch noch zu retten ist und ob es normal ist, das keine Blüte gekommen ist? Vielen Dank.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenepxerte

Ich habe mir beide Bilder intensiv angeschaut, lieber Herr T.. Der belaubte Rhodo steht kräftig im Wuchs und sollte auch Blütenknospen bilden. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit chloridfreiem Mineraldünger, am einfachsten ist das Rhododendrondünger. Die Pflanze steht ansonsten ausreichend hell, um zahlreiche Blüten anzulegen. Was den Spezialtorf und das gelegentliche Wässern angeht, haben Sie alles richtig gemacht.

Probleme bereitet ganz offensichtlich der zweite Rhodo. Die Ursachen sind schwierig auszumachen. Die Blattränder verraten aber einen Wurzelspitzenschaden, mit nachfolgendem Blattabwurf. Ursache kann z.B. eine Versalzung sein, z.B. durch Überdüngung, falschen Dünger oder Streusalz, das vom weg ins Beet gelangt sein könnte. Auch an die Pflanze urinierende Tiere können den Schaden verursachen.

Zu all diesen meinen Überlegungen passt, dass der Schaden schwerpunktmäßig an einer Pflanzenseite passiert ist. Ich rate dazu, die Pflanze auszugraben, den Wurzelballen zwei Stunden zu Wässern um ggf. Salzfrachten auszuwaschen und die Pflanze erneut zu setzen. Falls am Standort, dort den Boden mit ein paar Schaufeln Erde auszutauschen. Generell ist der Standort unter der Walnuss langfristig kein passender Rhodo-Platz. Dort wird es mehr und mehr zu Wasserkonkurrenz kommen und es wird immer wieder davon berichtet, dass das stark gerbstoffhaltige Walnusslaub Pflanzenwuchs im Traufenbereich deutlich behindert.

Generell ist die Frage, ob Sie derart an der kranken Pflanze hängen, dass Sie den Aufwand mit ihr betreiben möchten. Jung genug ist sie noch, um sie an passenderer Stelle im Garten in zwei, drei Jahren möglicherweise wieder top aussehen zu lassen.

Foto © Aleksey Stemmer - Fotolia

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