Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Raupen im Gewächshaus

Frage von: Frau O.

Hallo, Herr Kötter! Wir haben uns dieses Jahr ein Gewächshaus gegönnt. Habe meine Tomaten heute alle rausgeschmissen. Erst sind sie dermaßen gewachsen das man mit dem Ausgeizen nicht nachkam. Dann entdeckte ich Raupen. Grüne und braune. Dann bekamen sie auf den Stängeln braune Stellen. Es wurde alles angefressen. Sogar die Paprika. Man sieht überall Kot auf den Blättern oder Rändern des Treibhauses. Muss ich die Erde komplett auswechseln? Was kann man alles miteinander im Treibhaus anpflanzen? Ich habe Tomaten, Paprika, Gurke, Okra und Eierbaum drin. Danke im Voraus für die Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Ein Kleingewächshaus ist eine tolle Sache, liebe Frau O., weil es das im Garten mögliche Pflanzenspektrum erweitert, ebenso, wie den Anbauzeitraum.
Was Ihre Tomaten angeht, so rate ich zum Anbau "an der Schnur", so wie im Erwerbsgartenbau. Spannen Sie in etwa zwei Metern Höhe längs über die Tomatenreihe(n) einen Draht. Binden Sie mit lockerer Schlinge eine stabile, drei Meter lange Schnur am Fuß der Tomatenpflanze an. Binden Sie diese Schnur auf leichte Spannung am Spanndraht an - es bleibt Ihnen über das Anbinden hinaus ein Meter noch ungenutzte Schnurreserve. Winden Sie im Laufe des Tomatenwachstums den Haupttrieb alle paar Tage um die Schnur und entfernen Sie dabei zugleich die Seitentriebe. Entfernen Sie im Laufe des Wachstums von unten her die reifen Trauben und bis dorthin jeweils auch die Blätter. Mit jeder Traubenernte wird die Pflanze also von unten her kahler. Etwa zeitgleich erreicht die Tomatenpflanze mit ihrem Wachstum die Spanndrahthöhe. Jetzt kommt die Schurreserve zum Einsatz: Lösen Sie den bisher tragenden Schnurknoten am Spanndraht und hängen Sie die Schnur samt der Pflanze daran etwa einen halben Meter tiefer. Nach erneutem Anknoten am Spanndraht, haben Sie jetzt noch einen weiteren halben Meter Schurreserve, für späteres, erforderlichenfalls nochmaliges Abhängen. Schnur samt unterem kahlem Tomatentrieb liegen jetzt der Erde auf, das ist okay so.
Ziel des ganzen ist es also, die unteren abgetragenen Partien zu entfernen und die Möglichkeit zu schaffen, an der Triebspitze weitere Ernten zu ermöglichen. Statt üblicherweise fünf Trauben pro Pflanze, ernten Sie auf diese Weise leicht sieben oder acht. Aussaat der Tomaten ist bei dieser Kulturmethode schon Ende Januar, Pflanztermin ins beheizte Gewächshaus Anfang/Mitte März.
Was die Raupen betrifft, so haben sich Schmetterlinge Zutritt zu Ihrem Gewächshaus geschaffen und dort ihre Eier abgelegt. Weil das Kleingewächshaus eine nur begrenzte Größe hat, ist es rentabler die raupen abzusammeln, als sie chemisch zu bekämpfen. Um generell Schadinsekten, inklusive Blattläuse, im Kleingewächshaus zu vermeiden, müssen Sie alle seine Öffnungen (Tür, Lüftungen) mit einem Insektenschutznetz verschließen. Das hält die Tiere draußen, lässt aber Luftwechsel zu. Erde müssen Sie also keine austauschen.
Was die Auswahl der Kulturpflanzen für das Kleingewächshaus angeht, liebe Frau O., so haben Sie schon die richtige Wahl getroffen, indem Sie vor allem Wärme liebende Arten ausgewählt haben. Auch z.B. Physalis, Wassermelone und Schlangengurke wären in diesem Zusammenhang noch empfehlenswert, möglicherweise auch Zuckermais. Grundsätzlich aber, können Sie alle Beetkulturen des Gartens auch im Kleingewächshaus anbauen. Speziell im Winterhalbjahr spielen Sie dabei noch einmal die Vorteile des Kleingewächshauses voll aus, wenn Sie Endivien, Feldsalat und Winterportulak in ihm anbauen, ab Januar auch Kohlrabi, Rettich und Radieschen sowie, ab Februar, erste Blattsalate.

Kommentare

Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen