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Pellets im Garten

Frage von: S. M.

Sehr geehrter Herr Kötter, wir hatten vor kurzem einen Wasserschaden im Keller, dadurch kam es zu einer aufsteigenden Feuchtigkeit an unserem Pelletlager. Daraufhin mussten wir die unbrauchbar gewordenen Pellets komplett aus dem Lager entfernen, die durch die Feuchtigkeit aufgequollen, verklumpt oder ganz zerfallen waren. Meine Frage an Sie: Können wir die Pellets als Dünger auf Beeten (z.B. in einem Moorbeet), zum Besanden vom Rasen oder zum Auffüllen von Löchern im Garten verwenden? Bei der Herstellung der Pellets wurden, laut Hersteller, auch keine Klebstoffe verwendet. Oder sehen Sie eine andere Möglichkeit diese, ca. 200 kg, Pellets zu verwenden?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Pellets der Klassen A1 und A2 halte ich für ohne weiteres im Garten verwendbar. Selbst mit Kleber hergestellt wäre das kein Problem, weil bei der Herstellung von Pellets Stärke oder Melasse als Kleber eingesetzt wird. Pellets der Klassen A1 und A2 werden ja aus erntefrischem Holz hergestellt, wahlweise aus unbehandelten Holzresten. Pellets der Klasse B hingegen bestehen aus Holzabfällen der Industrie- und unbehandeltem Recycling-Holz. In dem Fall würde es sich lohnen, beim Hersteller nachzufragen, inwieweit die Pelletsreste gartentauglich sind. 

Zum Besanden von Rasen eignen sich die Pellets nicht, auch Löcher würde ich mit ihnen nicht auffüllen. Das wäre nicht viel anders, als würden Sie dafür jeweils Holzhäckselreste verwenden: In einem mit Pellets aufgefüllten Loch erzeugen Sie quasi einen verwitternden Holzklumpen. Im Moorbeet liegen die ausgestreuten Pellets eine Weile obenauf, bis sie zerfallen. Denn unter Rhodos & Co. mit ihren oberflächennahen Wurzeln, können Sie sie ja nicht in den Boden einarbeiten. Anders sieht das in freien Beetflächen aus. Dort können Sie das Material ausstreuen bis ca. 200 Gramm/Quadratmeter und in den Boden einarbeiten, z.B. mithilfe eines Grubbers. 

Durch die Pellets geben Sie eine 0,5- bis 1-prozentige Stickstoffdüngung. Berücksichtigen Sie das bei ihren geplanten Düngergaben. Da Holzdüngung Kalium zehrt, geben Sie pro Quadratmeter Pellets-Streufläche zugleich auch ca. 20 Gramm Kaliumdünger. Als Kaliumdünger nehmen Sie Kalimagnesia oder im Moorbeet, Kaliumsulfat. Geben Sie die Pellets wahlweise immer wieder einmal in dünnen Schichten auf den Kompost. Alternativ können sie von vornherein mit anderem Kompost gut vermengt werden. Speziell mit Rasen- oder Küchenabfällen zusammen, verrotten beide Komponenten dann gemeinsam besser durch ein besseres C:N – Verhältnis.

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