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Motten in Topfpflanzen

Frage von: Berta M.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich möchte mit einer dringenden Frage an Sie herantreten: Meine Frage: Ich habe im Frühjahr meine Topfpflanzen umgetopft. Seit ca. 3 Wochen entschlüpfen der Erde täglich an die 10 Motten!!! Habe schon Mottenfallen aufgestellt, diese nützen jedoch nichts. Wie kann ich diesen Tieren Herr werden? Sind diese nur in der Erde zu finden oder muss ich befürchten, dass sie sich auch über andere Sachen hermachen (Kleider eher nicht, Lebensmittel?). Sie sind von dunkelbrauner Farbe und so flink, dass sie nicht zu erwischen sind. Wie kann ich verhindern, dass sie sich wieder in der Erde niederlassen? Bin schon recht verzweifelt! Bitte um Antwort!

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte:

Eine spannende Anfrage, liebe Frau M., die Sie da an mich richten. Denn ein solcher Mottenbefall passiert nicht alle Tage. Insofern taucht da auch gleich eine Reihe von Fragen auf, um Ihnen profunde weiterhelfen zu können. So etwa diese: Konkret welche Erde haben Sie zum Topfen verwendet?
In klassischer Blumenerde taucht das Mottenproblem üblicherweise nicht auf, da es sich hier meist um Torfprodukte handelt, die nicht mottenaffin sind. Ist in der Erde hingegen Kompost enthalten, kann das Problem grundsätzlich auftreten, aber sehr selten, weil die Kompostwerke die Erden heiß verrotten und dabei z.B. Eier oder auch Larven von Insekten abgetötet werden. War es aber kein Qualitätskompost oder steht ein angefangener Erdensack offen und sind dann im Kompost noch motteninteressante Abfallstoffe, können Motten die Erde freilich besiedeln.
Aber Ihre Anfrage lässt mich auch an Erdeulen denken (googeln Sie mal Bilder davon). Das sind kleine Falter, die als Raupe in der Erde leben und dort vor allem Pflanzenwurzeln befressen. Sie können in die Pflanzerde gelangen, wenn man sie selbst mischt und dabei nicht sterilisierte Gartenerde bzw. eigenen Kompost verwendet. 

Da es unzählig viele Kleinschmetterlinge gibt, wäre ein Bild der Ihre Erden befallenden Tiere hilfreich, um möglicherweise ihre Art und damit Lebensweise und Bekämpfungsmöglichkeit näher zu bestimmen. Unbesehen geht das natürlich nicht.
Eine pauschale Möglichkeit mit bodenbürtigen Schädlingen - wie eben Raupen oder auch Ameisen - in Pflanztöpfen umzugehen ist es, die Töpfe etwa eine halbe Stunde lang in Wasser untergetaucht zu stellen, um die Tiere zu ertränken. Variante zwei ist es, die befallenen Töpfe vorübergehend in eine Plastiktüte zu packen, die Sie über der Erde verschließen. Damit fangen Sie die Falter weg und sie können sich nicht ausbreiten. Drittens schlussendlich, können Sie verdächtige Pflanzen in frische Qualitätsblumenerde umtopfen, wobei die den bestehenden Erdballen möglichst stark verkleinern - in der Hoffnung, das sich in der verbleibenden Resterde tunlichst keine Eier, Larven oder Puppen mehr befinden. Zumindest auf Larven und Puppen, können Sie sie ja per Inaugenscheinnahme kontrollieren.

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