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Moosbefall und Mücken im Blumenbeet

Frage von: N.

Guten Tag, wir haben nur Blumenbeete, keinen Rasen. Sie sind leider etwas schattig gelegen, aber Frühjahr/Sommer gibt es eine sehr gute Einstrahlung, so dass der Boden sehr trocken wird. Nachbarn sagten mir, dass dieses Grundstück am Ausläufer der Düssel liegt bzw. wohl auch angeschüttet worden sein kann, jedenfalls gibt es im letzten Drittel des Gartens im Sommer starkes Mückenaufkommen. Der Boden ist im Herbst, Winter und Anfang des Frühjahrs immer sehr feucht, so dass sich ein Art Moosbefall über die Erde verbreitet. In der Regel entferne ich dies vorsichtig beim Jäten und zupfe es auch aus den Pflanzen heraus. Was kann ich tun, damit dieser Zustand sich dauerhaft verbessert? Welche Pflanzen kann ich im hinteren Drittel anpflanzen, die Mücken abhalten? Danke für Ihre Hilfe!

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

In diesem Falle rate ich dazu, einmal mithilfe einer Bodenprobe den pH-Wert Ihres Gartenbodens zu bestimmen oder im Gartencenter bestimmen zu lassen. Ihre Angaben deuten darauf hin, dass der Boden zu sauer sein könnte, was aber nur im Zusammenhang mit den bei ihnen wachsenden Pflanzen zu beurteilen ist - Rhododendren, Heidelbeeren & Co. brauchen ja den sauren Boden. Soweit vom Bewuchs her machbar, können Sie dann den pH-Wert auf etwa 7,5 anheben, indem Sie pro 1 pH Anhebung 100 g/m2 Düngekalk streuen und in den Boden einarbeiten. 
Auch könnte es sein, dass der Boden in Ihrem Gartengrundstück relativ stark verdichtet ist. Auch das leistet Moosbewuchs im Beet Vorschub. Lockerer bekommen Sie den Boden durch häufigere Bodenbearbeitung, Aufkalkung und Eintrag von Humus, Kompost, Mist und Laub.
Was Ihre Frage nach Mückenabwehr betrifft, so gibt es durchaus Pflanzen, in deren Umgebung diese Plagegeister ungern leben. Der Mottenkönig (Plectranthus coleoides) etwa, ist da ein gutes Beispiel.
Allerdings sagt man den Pflanzen eine gewisse Wirkung eher dort nach, wo sie z.B. an Balkon und Terrasse in größerer Stückzahl gepflanzt werden. Ich bin skeptisch, dass man sie á la Großeinsatz generell zur Mückenabwehr im gesamten Garten einsetzen kann, wie eine Schutzhecke - das funktioniert so sicher nicht, sondern nur im unmittelbaren Umfeld ihres Duftverströmens.
Allerdings wussten schon die alten Gärtner, dass Walnussbäume Mücken fern halten. Durch ihre starke Verdunstung erzeugen sie hohe Luftfeuchtigkeit und kühlen so die Luft - beides mögen die Wärme liebenden Mücken gar nicht. Deswegen pflanzt man Walnussbäume seit jeher gerne in die Nähe des Hauses z.B. unters Schlafzimmerfenster oder an Sitzplätzen. Ähnlich wie bei den Schatten spendenden Kastanienbäumen in Biergärten.

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