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Kellerasseln im Apfelbaum

Frage von: Heike T.

Sehr geehrter Herr Kötter, jedes Jahr habe ich das Problem, dass sich an meinem Apfelbaum (Pilot) Kellerasseln tummeln und sich dann in die Äpfel hineinfressen, entweder am Blütenrest oder am Stiel. Bei der Ernte bemerke ich nicht alle Tiere und über die Lagerzeit fressen sie sich immer tiefer hinein. Ich würde mich freuen, wenn Sie für mich einen Tipp hätten, was ich dagegen tun kann.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Das ist ein außergewöhnliches Phänomen, liebe Frau T.! Kellerasseln tauchen zwar unter abgestorbener Baumborke auf, ansonsten ziehen sie es eher bodennah vor, an bedeckten, feuchten Stellen zu leben und dort moderige Pflanzenreste zu verzehren. Lebendes Pflanzenmaterial nehmen sie dabei seltener an, z.B. junge Sämlinge, unter deren Anzuchtschalen sie durchaus einwandern. Aber Äpfel? Interessant! Was also tun?
Entsprechend ihrer Biologie, sind Kellerasseln definitiv an feuchte Umgebung gebunden. Hier liegt meines Erachtens ein Lösungsansatz: Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Apfelbaum an seiner Borke Schäden hat, wie Totstellen oder Risse. Weil Kellerasseln hier gerne Station machen, entfernen Sie diese Stellen (Abbürsten mit der Drahtbürste, Wundverschluss und Wundpflege erforderlichenfalls mit Kunstrinde). Das muss davon begleitet sein, im unmittelbaren Umfeld des Baumes nach weiteren Unterschlupfmöglichkeiten für die Asseln zu fahnden und sie zu beseitigen - denn von denen aus könnten sie zuwandern und so den Befallsdruck erhöhen.
Tragen Sie durch eine aufgelockerte, luftig gehaltene Baumkrone dazu bei, dass sie kein feuchtes Kleinklima erzeugt - Asseln meiden trockene Stellen. Ein fachkundig durchgeführter Baumschnitt kann hier also helfen. Auch diese Betrachtung muss die Umgebung mit einbeziehen: Die muss so weit ausgelichtet sein, dass die Gartensituation zugluftfrei durchlüftet ist, um zu hohe Luftfeuchtigkeit (z.B. nach Tau oder Regen) beizeiten abzulüften.
Sofern der Baum von Asseln befreit ist, haben sie schlussendlich noch die Möglichkeit, mit einem Blechstreifen einen Kragen zu formen und diesen am Stamm des Apfelbaums eine Handbreit über dem Boden und rundum lückenlos anzubringen (jährlich nachjustieren, damit nichts einschnürt!). Ist der Kragen so wie der eines Schneckenzaunes geformt, sollte es den Krebstieren schwer fallen bis gar nicht mehr gelingen, den Baum dennoch zu erobern.

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