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Infektion an Rosen wegen Neupflanzung

Frage von: Herbert S.

Sehr geehrter Herr Kötter! Ich habe ihren Artikel über "Unbekannte Rosenkrankheit" mit Interesse gelesen und möchte bestätigen, dass ich in diesem Jahr zum ersten Mal die beschriebene Rosenkrankheit in meinem Garten festgestellt habe. Über viele Jahre haben drei ältere Rosenstöcke toll geblüht. In diesem Jahr habe ich neu eine "David Austin " dazu gestellt und alle Rosen haben diese rätselhafte Krankheit, gegen die ich alle Spritzmöglichkeiten angewendet habe. Frage: "Kann es sein, dass ich mit der Neupflanzung mir diese Krankheit eingeschleppt habe?"

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Infizierte Rosen



Sie beziehen sich bei dem erwähnten Artikel offenbar auf meine Antwort für Michael H., aus November 2014, lieber Herr S.. Hier hatte ich Mehltau oder Thripse diagnostiziert, wahrscheinlich Mehltau.
Haben Sie die neu hinzugekommene Rose unlängst gepflanzt? In Ihrem Fall können Sie Thripse zurzeit saison- und wetterbedingt wohl ausschließen. Mehltau zunächst auch, aber wenn Sie eine belaubte Containerpflanze gepflanzt haben, stammt die ja aus der Vorkultur im Gewächshaus und wäre insofern ein potenzieller Kandidat. 

Sollte die neu gepflanzte Rose nun Mehltau gehabt haben und sollte der nun die Nachbarpflanzen befallen haben, dann läge möglicherweise eine eingeschleppte Infektion vor. Hier gälte es zu prüfen, ob die Infektion quasi beetwärts oder vom Beet auf die neue Rose erfolgt ist. 

Wenn Sie mit einer Mehltaubekämpfung nicht erfolgreich waren so prüfen Sie bitte, bei welchem Wetter und welchen Temperaturen das jeweilige Präparat angewendet werden kann. Momentan (Redaktionsschluss: Ende April / Anfang Mai) haben wir ja noch niedrige Temperaturen. 

Sicherheitshalber habe ich Ihre Bilder übrigens auch noch einmal meinem Kollegin bei David Austin Roses in England vorgelegt, der mir für Sie folgendes geantwortet hat: 

Anhand der Bilder kann ich keine Anzeichen von Mehltau erkennen, der diese Blattdeformationen verursacht haben könnte. Für Mehltau typisch ist ja eher der weiße Pilzüberzug auf Blättern und an Triebspitzen. Die auf den Fotos erkennbaren Deformationen sind sehr wahrscheinlich eine hormonell bedingte Schädigung nach Herbizideinsatz. Speziell gegenüber dem Wirkstoff Glyphosat sind Rosen sehr empfindlich, aber ich denke nicht, dass in diesem Fall Glyphosat angewendet wurde. War es stattdessen möglicherweise ein selektives Herbizid gegen Rasenunkräuter? 

Sie sehen, lieber Herr S.: Einerseits der Hinweis auf selten vorkommende, spezielle Deformationen durch Mehltau, andererseits der sich verdichtende Verdacht auf Spätfolgen eines Herbizideinsatzes. Um die Nachbarrosen zu schädigen, müssten Herbizidreste dann über den Pflanzcontainer des Neulings eingeschleppt worden sein, oder aber bei Einsatz in Ihrem Garten zu den Rosen herüber geweht sein.
Bitte behalten Sie die Sache im Auge und lassen Sie mich gelegentlich wissen, wie sich das weiterentwickelt hat. 

Foto © Digitalpress - Fotolia.com

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