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Gurkenpflanzen blühen fast gar nicht und haben Befall von Weißer Fliege

Frage von: Edgar S.

Hallo, Herr Kötter, in meinem Gewächshaus habe ich kräftige Gurkenpflanzen gesetzt, aber sie blühen so gut wie gar nicht und haben außerdem Befall mit Weißer Fliege. Ich habe sie behandelt mit Neudosan Neu Blattlausfrei, von Neudorff. Auch habe ich die gelben Tafeln ins Gewächshaus gehängt. Die Blätter besprühte ich auf der Ober- und der Unterseite, aber die Tiere sind immer wieder da. Haben Sie einen Vorschlag, wie ich diese Tiere wegbekomme? Ich freue mich auf Ihren Rat, denn in den vergangenen Jahren hatte ich sehr viel Erfolg mit der Gurkenernte.

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Es muss nicht zwingend am Präparat gelegen haben, lieber Herr S., dass die Weiße Fliege noch immer auf den Gurkenpflanzen ist. Sie haben das korrekte Mittel angewendet und mit den Gelbtafeln obendrein noch Fangtafeln aufgehängt, alles bestens. Allerdings haben die Weißen fliegen einen Trick drauf: Sie legen ihre Eier in die Blätter, dort erreicht sie das Präparat nicht und zum anderen schlüpfen die Jungtiere nach und nach. Daher gibt es immer dann ein paar Individuen, wenn draußen die Luft wieder „rein“ ist. Insofern ist es für einen Behandlungserfolg gegen Weiße Fliegen - egal auf welcher Pflanze - immer von entscheidender Bedeutung, die Behandlung wiederholt durchzuführen. Dabei ist es hilfreich, abwechselnd zwei Präparate mit unterschiedlichem Wirkstoff zu verwenden, das erhöht den Bekämpfungsdruck. In Ihrem konkreten Fall: Weiterhin den Wirkstoff Kaliseife, aus Neudosan, plus die Wirkstoffe Natur-Pyrethrum und Rapsöl, aus Spruzit SchädlingsSpray (auch von Neudorff) verwenden.

Dann noch zum mangelnden Blühen Ihrer Gurken: Das erfolgreiche Kultivieren von Gurken im Gewächshaus hängt wesentlich von ihrer Erziehung und damit von ihrem Schnitt ab.
Und so funktioniert´s: Ziehen Sie den Haupttrieb senkrecht an einem Draht, bis zum Dach hoch, unter dem ja der obere Spanndraht verläuft. Leiten Sie den Trieb daran noch etwa 50 Zentimeter waagerecht und entspitzen Sie ihn dann.
Am Haupttrieb entwickeln sich bis dahin erste Früchte. Entfernen Sie diese im Bereich des unteren halben Meters bis auf vier oder fünf am Haupttrieb verbleibender Gurken. Das ist zugunsten des nachfolgenden, dann besseren Fruchtansatzes zwingend erforderlich.
Kappen Sie bereits während dieser Stammerziehungsphase alle entstehenden Seitentriebe. Belassen Sie dabei das erste Blatt und die erste Blüte. Aus den jeweils verbleibenden Knospen entwickeln sich später Neuaustriebe, das sind die eigentlichen Ertragsruten. Diese kürzen Sie nach der dritten Blüte ein.
So bekommen Sie, insgesamt, einen Haupttrieb mit wenigen ersten Gurkenfrüchten und später reichlich Seitentriebe, mit jeweils drei Gurken daran.

Bildquelle Gurke: © ursule - Fotolia.com

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