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Blauregen verliert Blätter

Frage von: Claudia B.

Lieber Gartenexperte, da ich große Probleme mit meinem Blauregen habe, wende ich mich heute an Sie. Lese immer Ihre Tipps und hoffe nun auf Hilfe. Wir haben unseren Blauregen im letzten Jahr kräftig zurück geschnitten (August/September) und im März dieses Jahr nur wenig. Er blühte auch kräftig, bekam aber keine langen Triebe, sondern extrem viele Früchte, hatten wir noch nie, immer mal am ganzen Strauch, so 1o Stück. Die Blätter waren auch ziemlich klein, und als die Blüten abfielen, tat sich nichts mehr, außer den vielen Früchten. Jetzt sind durch die heißen Tage alle Blätter eingetrocknet und innerhalb 2 Tagen alle abgefallen. Die Pflanze wird regelmäßig gegossen, bekam neue Erde, treibt auch im Pflanzloch dauernd mit neuen Ausläufern aus. Was kann ich jetzt noch tun? Muss ich alles zurückschneiden? Noch zu sagen wäre, dass wir sehr viele Ameisen im Garten haben, die sich natürlich auch am Blauregen aufhalten. Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören. Bin ein großer Gartenfreund und leide mit meinem Blauregen. - Viele Grüße aus dem Saarland!

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte:

Unbesehen ist das schwer zu beantworten, liebe Frau B.. Ihrer gründlichen Problembeschreibung allerdings folgend, kann man bodenbürtige Probleme, wie z.B. Welkepilze, aber wohl ausschließen. Meine Einschätzung geht in diese beiden Richtungen: Wenn es eine veredelte Blauregensorte ist, dann kann es sein, dass die Veredelungsunterlage sich "frei gemacht" hat. Dann treibt sie nun jede Menge bodenbürtige Neutriebe und lässt den aufgepfropften Trieb unterversorgt verhungern. Dazu würde das von Ihnen beschriebene Bild passen: Notblüte und entsprechend viel Fruchtbehang, der obendrein abfällt. In diesem Fall würde man entweder die absterbende Veredelung komplett abschneiden und von den Wildlingen neue Triebe hoch ziehen oder die Pflanze entfernen und nach zwei Jahren (Karenzzeit, wegen Bodenmüdigkeit; währenddessen Boden mit viel organischer Masse reichlich düngen und Tagetes an die Stelle pflanzen) eine wiederum veredelte Sorte nachpflanzen. 

Zweite Denkrichtung: Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Blauregen selbst stranguliert - auch dazu würde das von Ihnen beschriebene Bild passen. Das passiert, wenn er anfangs mehrtriebig hoch geleitet wurde und sich mit zunehmender Triebdicke die Stränge gegenseitig "abdrücken". Dann wäre es eine sinnvolle Lösung, die Pflanze abzuschneiden und mit einem bodenbürtigen Jungtrieb neu aufzubauen. 

Noch kurz zum Unterschied zwischen veredeltem und nicht veredeltem Blauregen: 
Veredelte sind deutlich teurer, haben aber auch garantierte, definierte Blüteneigenschaften, z.B. bestimmte Blautöne oder Längen der Blütenstände. Sie sind allemal die empfehlenswerteren Blauregen, indem sie obendrein zuverlässig beizeiten blühen. Nicht veredelte Blauregen schießen stärker ins Kraut und blühen üblicherweise auch erst in späteren Jahren, mit nicht so beeindruckenden Blütentrauben, wie sie die veredelten Sorten zeigen.

Foto: © odjectif - fotolia

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