EM-Herbst-001

Behandlung von Pflanzen und Rasen im Herbst

Gartenexperte
Sehr geehrter Herr Kötter, ich habe ein paar Fragen, können Sie diese beantworten? 1. Wie lange in den Herbst hinein sollten Pflanzen (Blumen und Gemüse) gedüngt werden? 2. Wie behandelt man im Herbst den Rasen am besten? 3. Wie bekämpft man Unkraut (Klee, Spitzwegerich, ...) im Rasen am besten? Ich habe ein kleines Kind und möchte nicht unbedingt mit der Chemiekeule ran, auch möchte ich die Umwelt nicht damit schaden.

Der GARDENA Gartenexperte

Beantworte ich Ihnen gerne, liebe Frau B. 

1. Düngen Sie Ihre Gartenpflanzen im Herbst nur bis etwa Ende August / Anfang September. Die Gehölze müssen rechtzeitig ihr Wachstum einstellen und ihre Triebe ausreifen lassen, damit sie ausreichend frostfest sind. Für alles nicht holzige ist nach diesem Zeitpunkt noch genügend Restnahrung im Boden enthalten, um sich bis zur Winterruhe hinlänglich zu ernähren. 

2. Anfang / Mitte September können Sie einen verfilzten Rasen noch einmal vertikutieren und Fehlstellen anschließend nachsäen. Mitte / Ende September geben Sie dem Rasen seine Herbstdüngung, aber ausschließlich mit speziellem Herbst-Winter-Dünger für Rasen. Nach der letzten Schnitt um Mitte Oktober, lassen Sie den Rasen mit etwa drei bis fünf Zentimeter Halmlänge in den Winter gehen. Um Frostschäden zu vermeiden, den Rasen bei Eis und Schnee nicht betreten. Anfang / Mitte April wecken Sie Ihren Rasen dann mit der Frühjahrsdüngung nach dem ersten Mähen aus dem Winterschlaf. 

3. Rasenunkräuter können Sie auch mechanisch bekämpfen: Rosettenartig wachsende, wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Breitwegerich, Gänseblümchen, stechen Sie mit einem Unkrautstecher bzw. Gartenmesser aus. Rankendes, wie Klee, Gundermann, Ehrenpreis, erwischen Sie weitgehend mit dem Vertikutieren. Generell können natürlich alle Wildkräuter wieder nachwachsen, sei es per Aussaat oder auch per Sproß- oder Wurzelreste. Generell gilt: Sind die Wachstumsverhältnisse so, dass der Rasen (genauer: seine Gräser) optimal wachsen kann, dann ist er im Wachstumsvorteil - andernfalls sind es die konkurrierenden Pflanzen (z.B. in verdichtetem Boden Breitwegerich, in saurem verdichteten Boden Moos).