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Asche als Dünger? Kletterhortensie blüht spärlich?

Frage von: E. J.

In meinem Kaminofen fällt jetzt beim Heizen viel Asche an. Was tut man damit? Entsorgen in der Mülltonne oder im Garten verstreuen? Meine Fragen: Nutzt Holzasche im Garten verteilt als Düngung? Düngt sie besser als Asche von Briketts? Meine Kletterhortensie hat in den Jahren seit ihrer Pflanzung nur spärlich geblüht, 2-3 Blüten pro Jahr, obwohl sie schon drei Meter hoch rankt. Sie sitzt in einem größeren Fass. Was können Ursachen für das Nichtblühen sein?

GARDENA Gartenexperte:

Engelbert Kötter

Engelbert Kötter

GARDENA Gartenexperte

Der GARDENA Gartenexperte

Asche aus dem Kaminofen, in dem nur Holz und Briketts verbrannt wurden - als Abfallprodukt der Verbrennung - da müsste ja mit der entstehenden Asche wiederum ein Naturprodukt angefallen sein. Dieser Gedankengang ist zunächst einmal richtig, hat aber seine Tücke: Diese liegt genau dort, wo mit der Asche ein Abfallkonzentrat entstanden ist. So enthält das beispielsweise all die Schwermetalle, die ein Baum im Laufe seines Lebens aufgenommen hat, welche in den von ihm verbrannten Teilen enthalten waren und wie sie nun in der Asche zurückbleiben. Sie enthält also, konzentriert, all die Schwermetalle des verbrannten Holzes. Das gilt im Prinzip auch für Kohlenasche.
Beiderlei Asche ist zunächst einmal als ein Kali-Dünger interessant, den die Pflanzen für die Zellausreifung benötigen, was sich z. B. in frostfesteren Pflanzen und schmackhafterem Obst wiederfindet. Dieser Vorteil wiegt aber nicht den Nachteil von Schwermetallkonzentration auf, weswegen ich dazu rate, Holz- und Kohlenasche vor allem nicht auf den Kompost zu geben und sie auch nicht im Nutzgarten auszustreuen.
In geringem Maße bzw. größtflächiger Verteilung können Sie sie im reinen Ziergarten allerdings durchaus ausbringen. Aber eben so, dass keine nennenswerte Anreicherung von Schwermetallen im Boden entsteht. Denn wer weiß schon, wie der in der Zukunft mal genutzt werden wird?
Was Ihre Kletterhortensie betrifft: nach meiner Erfahrung verlieren sie deutlich an Blühwilligkeit, wenn sie zu dunkel stehen. Zwar sind Kletterhortensien für Schattenlagen ausgewiesen und gedeihen auch nur in schattigeren Lagen, blühen aber eben im Halb- und Wechselschatten besser, als im Kernschatten. Als Boden brauchen Kletterhortensien einen nährstoffreichen frischen bis feuchten, lockeren und durchlässigen Boden. Kalk meidet sie ebenso, wie Oberflächenverdichtungen (wenn also, beispielsweise, ihr Wurzelbereich als Gehweg benutzt wird). Auch hier bitte Ihre Ist-Situation mit den Wünschen der Kletterhortensie vergleichen und anpassen.

Foto: © Phobeke - Fotolia.com

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