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In diesem Bereich finden Sie zahlreiche Antworten auf die unterschiedlichsten Gartenfragen. Auch Sie haben eine Frage und finden keine passende Antwort? Unser Gartenexperte Engelbert Kötter beantwortet diese gerne im Rahmen des GARDENA E-Mail-Newsletters.

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  • Beantwortete Frage von Georg I.

    Zu lehmhaltiger Boden für schönen Rasen?

    Das sehen Sie schon ganz richtig, lieber Herr L.. Wenn der Boden grundsätzlich nicht passt (siehe Gartenexperte Juni 2016), dann wird der Rettungsversuch eine größere Sache. Ja, grundsätzlich lockert und belüftet das Beimengen von viel Sand einen schweren Boden. Wenn das bei der Erstellung des Planums nicht berücksichtigt und gleich mitgemacht worden ist, muss man die Rasenfläche entweder neu herrichten, oder aber sie von einem Landschaftgärtner aerifizieren lassen. Dabei werden schmale Löcher in den Boden gedrückt und mit grobem Sand befüllt. Das bewirkt bessere Wasserführung in den Untergrund hinein und vor allem aber eine bessere Belüftung der Gräserwurzeln, die dadurch deutlich vitaler werden. Das Aerifizieren wirkt, wenn die Verdichtungsprobleme eher im oberen Bodenbereich liegen. Liegen sie tiefer, muss auch tief gelockert werden, also z.B. die Fläche umbrochen werden.

    Auch ist die Frage, welches Rasensaatgut damals verwendet worden ist. Wenn der Rasen nicht dicht genug wächst, sind in der Rasenmischung womöglich sehr viele nur Horste bildende Grasarten enthalten gewesen, das deutet auf die Aussaat eines Sport- und Spielrasens hin. Ein hochwertiger Zierraten demgegenüber, hat einen hohen Anteil an Ausläufer bildenden Grasarten, das erst erzeugt die Dichte der Grasnarbe.

    Hochwertiger Zierraten verlangt aber nach einem tiefgründig lockeren, gut Wasser führenden, wurzelluftigen Boden, um optimal zu gedeihen - und ausreichend Licht. Es gibt nämlich keinen Rasen für den wirklichen Schatten - das ist Humbug, was da auf mancher Verpackung steht.

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  • Beantwortete Frage von Manfred M.

    Braune Blattspitzen bei Bananenstaude

    Bananenpflanzen zeigen dieses Schadbild sehr häufig, lieber Herr M.. Und Sie haben dabei sogar gar nicht wesentlich etwas falsch gemacht. Hintergrund ist folgender: Bananen sind Regenwaldpflanzen und als solche auf eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Die haben sie hierzulande im Freien nur an geschützten, hellwarmen Plätzen im Wechselschatten. Im Haus (z.B. Wintergarten) üblicherweise auch nicht, denn hier kommt die relative Raumluftfeuchte üblicherweise nicht über 20 bis 40 Prozent hinaus.

    Die Pflanze holt sich das benötigte Wasser über die Wurzeln aus dem Boden und ist es von Heimat aus gewohnt, damit verschwenderisch umgehen zu können. Auf dem Transport des Wassers durch die Blätter verdunstet sie reichlich Wasserdampf. Und das natürlich bei trockener Luft stärker, als bei feuchter Luft. So reicht das Wasser bei trockener Luft oft nicht mehr dazu aus, auch noch die Blattränder zu erreichen - und schon sterben die ab und werden braun.

    Sie sehen: Auch durch noch mehr gießen wird das Problem nicht gelöst - eher saufen die Pflanzen dann komplett ab (oft zu erleben an solchen in Töpfen ohne Wasserabzug, nach z.B. Regenwetter oder unachtsamem Gießen). Dass Sie Ihre Bananen ansonsten offenbar passend aufgestellt haben und pflegen zeigt die Tatsache, dass sie eifrig wächst und Kindeln bildet. Die können Sie übrigens mit Wurzeln abtrennen und separat topfen. Die Bananenblätter ab und zu mal umdrehen und auf Befall mit Thripsen oder Schildläusen kontrollieren!

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  • Beantwortete Frage von Erwin B.

    Braune Flecken an Zypresse

    Den ersten Teil Ihrer Fragen kann ich Ihnen unbesehen leider nicht beantworten, lieber Herr B.. Haben Sie die Möglichkeit, mir Bilder davon zu mailen? Dann schaue ich mir das gerne nochmal an. Von vornherein hätte ich noch ein paar Rückfragen an Sie, um gedanklich besser auf die Fährte kommen zu können:
    Sind es tatsächlich Zypressen? Ist ein Pilz- oder Schädlingsbefall erkennbar? Liegt ein mechanischer Schaden vor (angebrochene Äste) oder ein Schaden im Wurzelbereich (abgestochene Wurzeln, Streusalzschaden)?

    Was den zweiten Part Ihrer Fragen angeht, so müssen die Mittelmeerzypressen (ich gehe hier mal von x Cupressocyparis leylandii aus) nicht wirklich geschnitten werden. Wenn solche Säulenformen in der Höhe gekappt werden, dann reagieren sie bald mit Besenwuchs. Außerdem geht dabei schnell die anmutige Proportion von Höhe zu Breite verloren. Wenn Sie sie Beischneiden wollen, so geschieht das, Sie haben Recht, rundherum gleichmäßig und unter Wahrung der natürlichen Wuchsform.

    Ich persönlich bin kein großer Freund vom Beschneiden der Säulenformen, denn die Arbeitsersparnis liegt viel eher in der von vornherein richtigen Auswahl der Pflanze. Es gibt zahlreiche schmal und langsam wachsende Säulenkoniferen die in Höhe und Breite mitunter besser in die Gartensituation passen, ohne dass man ihren natürlichen Wuchs dann noch aufwändig beschneiden müsste. Beispiele dazu sind Säuleneiben oder auch Säulenwacholder `Hibernica´, bis hin zu Säulenwacholder `Skyrocket´. 

    Foto © monropic - Fotolia

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  • Beantwortete Frage von Helmut T.

    Rhododendron blüht nicht

    Ich habe mir beide Bilder intensiv angeschaut, lieber Herr T.. Der belaubte Rhodo steht kräftig im Wuchs und sollte auch Blütenknospen bilden. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit chloridfreiem Mineraldünger, am einfachsten ist das Rhododendrondünger. Die Pflanze steht ansonsten ausreichend hell, um zahlreiche Blüten anzulegen. Was den Spezialtorf und das gelegentliche Wässern angeht, haben Sie alles richtig gemacht.

    Probleme bereitet ganz offensichtlich der zweite Rhodo. Die Ursachen sind schwierig auszumachen. Die Blattränder verraten aber einen Wurzelspitzenschaden, mit nachfolgendem Blattabwurf. Ursache kann z.B. eine Versalzung sein, z.B. durch Überdüngung, falschen Dünger oder Streusalz, das vom weg ins Beet gelangt sein könnte. Auch an die Pflanze urinierende Tiere können den Schaden verursachen.

    Zu all diesen meinen Überlegungen passt, dass der Schaden schwerpunktmäßig an einer Pflanzenseite passiert ist. Ich rate dazu, die Pflanze auszugraben, den Wurzelballen zwei Stunden zu Wässern um ggf. Salzfrachten auszuwaschen und die Pflanze erneut zu setzen. Falls am Standort, dort den Boden mit ein paar Schaufeln Erde auszutauschen. Generell ist der Standort unter der Walnuss langfristig kein passender Rhodo-Platz. Dort wird es mehr und mehr zu Wasserkonkurrenz kommen und es wird immer wieder davon berichtet, dass das stark gerbstoffhaltige Walnusslaub Pflanzenwuchs im Traufenbereich deutlich behindert.

    Generell ist die Frage, ob Sie derart an der kranken Pflanze hängen, dass Sie den Aufwand mit ihr betreiben möchten. Jung genug ist sie noch, um sie an passenderer Stelle im Garten in zwei, drei Jahren möglicherweise wieder top aussehen zu lassen.

    Foto © Aleksey Stemmer - Fotolia

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  • Beantwortete Frage von Herbert S.

    Infektion an Rosen wegen Neupflanzung



    Sie beziehen sich bei dem erwähnten Artikel offenbar auf meine Antwort für Michael H., aus November 2014, lieber Herr S.. Hier hatte ich Mehltau oder Thripse diagnostiziert, wahrscheinlich Mehltau.
    Haben Sie die neu hinzugekommene Rose unlängst gepflanzt? In Ihrem Fall können Sie Thripse zurzeit saison- und wetterbedingt wohl ausschließen. Mehltau zunächst auch, aber wenn Sie eine belaubte Containerpflanze gepflanzt haben, stammt die ja aus der Vorkultur im Gewächshaus und wäre insofern ein potenzieller Kandidat. 

    Sollte die neu gepflanzte Rose nun Mehltau gehabt haben und sollte der nun die Nachbarpflanzen befallen haben, dann läge möglicherweise eine eingeschleppte Infektion vor. Hier gälte es zu prüfen, ob die Infektion quasi beetwärts oder vom Beet auf die neue Rose erfolgt ist. 

    Wenn Sie mit einer Mehltaubekämpfung nicht erfolgreich waren so prüfen Sie bitte, bei welchem Wetter und welchen Temperaturen das jeweilige Präparat angewendet werden kann. Momentan (Redaktionsschluss: Ende April / Anfang Mai) haben wir ja noch niedrige Temperaturen. 

    Sicherheitshalber habe ich Ihre Bilder übrigens auch noch einmal meinem Kollegin bei David Austin Roses in England vorgelegt, der mir für Sie folgendes geantwortet hat: 

    Anhand der Bilder kann ich keine Anzeichen von Mehltau erkennen, der diese Blattdeformationen verursacht haben könnte. Für Mehltau typisch ist ja eher der weiße Pilzüberzug auf Blättern und an Triebspitzen. Die auf den Fotos erkennbaren Deformationen sind sehr wahrscheinlich eine hormonell bedingte Schädigung nach Herbizideinsatz. Speziell gegenüber dem Wirkstoff Glyphosat sind Rosen sehr empfindlich, aber ich denke nicht, dass in diesem Fall Glyphosat angewendet wurde. War es stattdessen möglicherweise ein selektives Herbizid gegen Rasenunkräuter? 

    Sie sehen, lieber Herr S.: Einerseits der Hinweis auf selten vorkommende, spezielle Deformationen durch Mehltau, andererseits der sich verdichtende Verdacht auf Spätfolgen eines Herbizideinsatzes. Um die Nachbarrosen zu schädigen, müssten Herbizidreste dann über den Pflanzcontainer des Neulings eingeschleppt worden sein, oder aber bei Einsatz in Ihrem Garten zu den Rosen herüber geweht sein.
    Bitte behalten Sie die Sache im Auge und lassen Sie mich gelegentlich wissen, wie sich das weiterentwickelt hat. 

    Foto © Digitalpress - Fotolia.com

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