Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Nicht jeder verbringt in diesen Wochen den Sommerurlaub in der Ferne. Diejenigen, die an ihren freien Sommertagen zu Hause verweilen, suchen häufig Entspannung und Erholung im eigenen Wohlfühlambiente – dem Garten. So haben uns aktuell nur Gartenfragen von denjenigen erreicht, die sich derzeit in ihren „Grünen Wohnzimmern“ aufhalten. Die Fragen, die sich dort aufgetan haben, beantwortet der GARDENA Gartenexperten gerne für Sie.

Frage von Carmen C.:

Hallo,
ich habe zwei Blumenbeete bepflanzt. Nun ist es schon das zweite Jahr, dass die Blumen nicht oder nur spärlich blühen. Es sind unterschiedliche Stauden gepflanzt worden, z.B.: Sonnenhut, Nachtkerze, Rhododendron, Lavendel, Hortensien und Clematis!
Wir wohnen in einem Neubaugebiet mit Feldnähe. Bevor die Fläche zu einem Neubaugebiet wurde, war dort ein Parkplatz. Der Boden ist immer sehr hart und man kommt bei Trockenheit nur mit Spitzhacke rein. Was kann ich zur Verbesserung tun? Was ist mit Urgesteinsmehl oder Hornspänen?
Liebe Grüße!

GARDENA Gartenexperte:

Was Sie beschreiben, liebe Frau C., ist mit Hornspänen und Urgesteinsmehl vermutlich nicht auf die Schnelle zu lösen.
Auf Grund Ihrer Beschreibung scheint es mir vielmehr so zu sein, dass es vor dem Anlegen des Gartens versäumt worden ist, den Boden gartentauglich aufzubereiten. Offenbar haben Sie es mit einem festen lehmigen Boden zu tun, der, zurückzuführen auf den Parkplatz, zusätzlich verdichtet ist. In diesem Fall wäre es erforderlich gewesen, den Boden vor der Bepflanzung tiefgründig umzugraben und den Lehmboden mit reichlich Sand und Humus aufzulockern.
Eine weitere Ursachen für die mäßige Blüte Ihrer Sträucher können die unterschiedlichen Bodenansprüche der Pflanzen sein. Rhododendron und Clematis benötigen einen säurehaltigen, humosreichen und feuchten Untergrund. Lavendel hingegen beansprucht einen lehmigen, kiesigen und locker Boden. Ähnlich dem Lavendel ist die Nachtkerze, bei welcher der Boden jedoch noch tiefgründiger sein sollte. Der Sonnenhut steht gerne in sandigen, lehmigen und nährstoffreichen Böden.
Was also können Sie nun tun? Vermutlich können Sie nicht mehr zurück, den Garten ausräumen und den Boden von Grund auf in den Griff bekommen. Deswegen der wohl eher praxistaugliche Rat: Richten Sie beetweise die Böden her und zwar so, dass der Untergrund so tiefgründig wie möglich gelockert wird (etwa zwei Spatenstiche tief). Beachten Sie bitte, auf ca. 5m² Beetfläche eine Karre Sand (ca. 80-100 Liter) unterzumengen. Das Umgraben des harten schweren Bodens ist beschwerlich, wird aber durch etwas bewässern im Voraus deutlich erleichtert. Zu viel Wässern macht den Boden hingegen schmierig und er klebt dann am Spaten. Tipp: Mit einem Spork gelingt das Graben in schweren Böden leichter, weil dieses Gartenwerkzeug mit einer Zahnung ausgestattet ist. Im Anschluss an das Umgraben des Oberbodens, dieselbe Menge Humus (Komposterde oder Rindenkompost) in den Boden einarbeiten. Alle Pflanzen, die Kalk vertragen (nicht bei Rhododendren!), können Sie im Frühjahr mit 50g/m² Düngekalk oder wahlweise Urgesteinsmehl pflegen. Erst nach der Auflockerung des Bodens und dem ersten Anwurzeln der Pflanzen ist es sinnvoll mit Hornspänen zu düngen. Auf diese Weise können Sie sich durch alle Gartenbeete durcharbeiten und so den Boden passgenau für alle Pflanzen herrichten, die Sie dort wachsen lassen möchten.


Frage von Mathilde H. aus G.:

Lieber Gartenexperte,
in unserem Garten an einem Ebereschenbaum haben wir in diesem Jahr so viele Früchte wie lange nicht. Jetzt muss ich aber doch mal fragen: Sind die nun giftig oder sind sie es nicht?

GARDENA Gartenexperte:

Nein, liebe Frau H., die Früchte der Eberesche, auch bekannt unter dem Namen Vogelbeere, sind im eigentlichen Sinne nicht giftig. Sie enthalten lediglich eine Säure, die die Früchte bitter schmecken lässt und bei übermäßigem Genuss kann diese Säure unbekömmlich sein. Aber wer verzehrt schon große Mengen einer Sache, die ohnehinn zu bitter ist?
Vogelbeeren hingegen können sogar ein sehr interessantes Wildobst sein. Es gibt spezielle Sorten der Eberesche, dann oft „Edeleberesche“ genannt, die wesentlich weniger dieser Bitterstoffe enthalten. Diese eignen sich sehr gut für die Verwendung in der Küche. Man kann aus ihnen Marmeladen machen, sie einkochen wie Preiselbeeren und im Anschluss zu Wildgerichten oder Rindfleisch reichen. Man kann die Früchte aber auch in der Pfanne kandieren und an Stelle von Rosinen weiterverarbeiten. „Rosina“ ist auch der Name einer solchen Edel-Ebereschensorte, andere Sorten sind „Rossica“ und „Rossica Major“. Die meist verbreitete Sorte ist jedoch die „Sorbus aucuparia var edulis“. Dieser Name aus dem lateinischen bedeutet: „Die Eberesche, die eigentlich dem Vogelfang dient und dennoch essbar ist“


Frage von Walter W. aus H.:

Hallo, Gartenexperte
Wie ist das eigentlich - Wir haben einen Rasen, den wir nicht oft mähen. Jetzt haben meine Enkelkinder Kaninchen bekommen oder Stallhasen, wie Ihr in Süddeutschland sagt. Kann ich an die Kaninchen den Rasenschnitt verfüttern und macht es was, wenn dieser nass ist? Ich habe mal gehört, dass das Futter nicht nass sein darf.

GARDENA Gartenexperte:

Im Grunde genommen können Sie auch Rasenschnittgut an die Tiere verfüttern, lieber Herr H.. Meine Erfahrung ist es aber, dass die Kaninchen es nicht bevorzugt fressen und schon gar nicht gern, wenn es mit dem Motormäher gemäht wurde. Wenn es mit dem Spindelmäher oder, noch besser, mit dem Mähbalken gemäht wurde, dann schon eher. Und oftmals picken sie sich dann bevorzugt die Kräuter heraus, wie Gänseblümchen, Löwenzahn oder auch Ehrenpreis.
Was die Nässe angeht, so macht es nichts, wenn die Tiere Grünfutter zu fressen gewöhnt sind und dann regenfeuchtes Gras verfüttert wird. Das Problem besteht dann vielmehr darin, dass dieses nasse Gras zu dicht gepackt gelagert wird und sich dabei durch bakterielle Aktivitäten erwärmt beziehungsweise, dass sich die Bakterien im Grashaufen so stark vermehren. Wird dieses bakterienreiche, feuchte und warme Gras verfüttert, vermehren sich die Bakterien im Magen-Darm-Trakt der Tiere weiter. Deren Bauchbereich kann sich deshalb derart aufblähen, dass sie im schlimmsten Fall daran verenden können. Deswegen gehe ich vorsichtshalber immer dazu über, nasses Gras vor dem verfüttern ausgebreitet zu lagern, damit es rasch abtrocknet und sich durch keinerlei Wärmestau eine Art Silage mit „Bakterienkulturen“ entwickelt.


Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen