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Noch immer ist Ihnen offenbar der Rasen ein wichtiges Thema in dieser herbstlichen Hoch-Zeit des Laubfalls, liebe Leserinnen und Leser des GARDENA-Newsletters, denn ihn betrafen die aktuell häufigsten Fragen dazu. Auch haben die derzeit ausgebliebenen Früchte am Goji-Beerenstrauch bei Leser Harry F. die Frage nach dem Warum aufgeworfen. Viel Lesefreude und erneuten Erkenntnisgewinn für Ihre eigene Gartensituation wünschen wir Ihnen beim Studieren der Antworten zu all diesen Fragen. Und wenn Sie selber welche haben – na, Sie wissen schon …

Frage von Anette H.:

In unserem Rasen vermehren sich kleine hellbraune Pilze - das ist ein richtiges Geflecht-, was ist das und was kann man tun? Danke schon mal!

Der GARDENA Gartenexperte:

Es gibt eine Reihe kleiner hellbrauner Pilze, die Ihre Beschreibung betreffen könnten – ich tippe nun aber mal auf den Befall mit Hexenringen, weil der vergleichsweise häufig im Rasen auftritt. Dahinter verbirgt sich der Hutpilz Nelkenschwindling.
Zunächst erkennen Sie bei Befall damit eine dunkelgrüne Stelle im Rasen, darauf wächst dann der Pilz und dieser wächst von der betroffenen punktuellen Stelle aus ringförmig weiter. So können sich Befallsstellen von gut und gerne einem Meter Durchmesser ergeben. Der braune Ring der dabei entsteht hat zur Ursache, dass der Pilz das Gras durch Wasserentzug zum Absterben bringt. Nelkenschwindlinge treten auf tendenziell staunassen, verdichteten Böden häufiger als auf lockeren Böden auf.

Und so gehen Sie mit dem Rasenproblem um:
Entfernen Sie die Pilze noch vor dem Aussporen, sonst vermehren sie sich und treten dann auch auf anderen Rasenstellen auf. Bereits befallene Stellen können Sie nicht mit einem Fungizid gegen Hexenringe bekämpfen, da momentan kein zugelassenes Präparat im Handel ist.
Durch reichliches Wässern können Sie an befallenen Stellen das Absterben des Grases verhindern. Lockern Sie die Befallsstellen zuvor mit einer Grabegabel tiefgründig und wässern Sie dann mit etwa 20 Liter Wasser/m2 derart, dass die Fläche etwa acht bis zehn Tage lang relativ staunass ist. Die Methode funktioniert jetzt im Herbst recht zuverlässig.
Wenn aber alles nichts hilft, entfernen Sie die Befallsstellen etwa einen Spatenstich tief und breit, füllen Sie frische Gartenerde in die Fehlstellen ein und säen Sie an den Kahlstellen den Rasen neu an.


Frage von Peter W.:

Ich musste im Juli drei große Nadelbäume aus meinem Garten entfernen lassen. Die Wurzelstöcke wurden ausgefräst und mit dem Fräsmaterial und Erde wieder zugeschüttet. Obwohl ich bereits mehrmals Grassamen ausgebracht habe, wächst dort leider kein Gras an. Können Sie mir einen Rat geben, was ich machen soll, um auch auf diesen Baumscheiben einen schönen Rasen zu bekommen?

Der GARDENA Gartenexperte:

Das ist eigenartig, lieber Herr W., und es wäre im Gespräch sicherlich einfacher zu erörtern, was Sie wie wann gemacht haben und was im Einzelnen da möglicherweise nicht recht funktioniert hat. Da die Antwort an Sie aber nun einmal via Newsletter erfolgt, hier ein paar Hinweise, die ich Sie zu überprüfen bitte, ob sich für Sie eine Lösung dahinter verbirgt: Der Rasen ist nicht mit Kettensägenöl oder so etwas durchsetzt – da ist also nichts ausgelaufen bei den Sägearbeiten? Das Saatgut war nicht überaltert und war noch voll keimfähig? Der Boden war in der Keimphase hinlänglich feucht?

Wenn es ein „normaler“ wieder hergerichteter Gartenboden ist, dann sollte mit gesundem Saatgut, bei ausreichender Bodenfeuchte und hinlänglichen Temperaturen (um 14 °C und mehr) das Saatgut eigentlich keimen und die Fläche sich damit binnen vier bis sechs Wochen mit Rasen zuziehen. Ein paar Holzschnitzel im Boden machen dabei nichts aus.

Was also bleibt jetzt konkret zu tun?

Als erstes bietet es sich an, mit frischem Saatgut erneut einzusäen und dabei auf Gartenland auf kleiner Fläche eine vergleichende Kontrollaussaat zu machen. Wenn das mit der Aussaat dann beiderseits nicht klappt, wissen Sie, dass es nicht am Boden liegt.
Liegt es aber am Boden, dann bietet sich ein Bodenaustausch zumindest der oberen zehn bis fünfzehn Zentimeter Erde an, gefolgt von abermals einer Aussaat.
Und schlussendlich besteht die Möglichkeit, die Fläche mit Rollrasen zu belegen. Wie bei der Saatgutauswahl aber auch hierbei beachten, welchen Rasentypus Sie bereits vorliegen haben: Zierrasen oder Spiel- und Sportrasen. Beide haben ja ein unterschiedliches Halmbild (Zierrasen zierlicher, Spiel- und Sportrasen breiter, gröber), und da sollte tunlichst das Neue zum Alten passen.


Frage von Harry F.:

habe vor drei Jahren bei ihnen einen Goji-Beerenstrauch gekauft. wächst fantastisch und blüht auch, aber warum trägt der Busch keine Früchte.

Der GARDENA Gartenexperte:

Bei uns haben Sie sie sicher nicht gekauft, lieber Herr F., weil wir Pflanzen gar nicht im Sortiment haben. Aber wir geben Ihnen trotzdem gerne eine fachliche Auskunft zu Ihrem Anliegen. Lycium blüht von Juni bis August mit zwittrigen Blüten. Die Befruchtung erfolgt teils mithilfe der Bienen und teils als Selbstbestäubung, also in einem gewissen Rahmen als Windbestäubung bzw. Zufallsbestäubung. Je nach Wetter – also auch Bienenflug –, kann folglich das Befruchtungsergebnis mehr oder minder ausgeprägt sein. Bei starkem Regenwetter zum Blühzeitpunkt, so wie wir es in diesem Sommer zeitweilig hatten, kann es demnach schlechter ausfallen.
Ein weiterer Punkt: Lycium ist grundsätzlich selbstfruchtbar. Das Befruchtungsergebnis ist aber trotzdem üblicherweise besser, wenn eine Goji-Pflanze von der Genetik einer anderen befruchtet wird. Insofern wäre eine zweite Pflanze in „Befruchtungsreichweite“ Ihrer Goji-Beere erfolgsverbessernd.
Schlussendlich kommt hinzu, dass Sie mit ausgewiesenen Goji-Sorten besseren Fruchtansatz und bessere Fruchtqualitäten als mit der Wildform erwarten dürfen. Aber auch hier sinnvoller Weise zwei Sorten zusammen pflanzen. Die Sorte `Big-Lifeberry´ z. B. hat größere Früchte, `Sweet-Lifeberry´, eine andere Sorte, hat süßere.

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