Zur Verbesserung unseres Internetangebots setzen wir Cookies ein. Sofern Sie unser Internetangebot weiter nutzen, stimmen Sie einem Einsatz von Cookies und der Verwendung Ihrer mit Hilfe der Cookies erhobenen personenbezogenen Daten zu. Weitere Informationen zum Einsatz von Cookies können Sie der Datenschutzrichtlinie entnehmen. Cookies

Das pralle Leben prägt den Junigarten. Entsprechend breit gefächert sind die aktuell von Ihnen angefragten Problemlösungen zu Ihren individuellen Gartenthemen – querbeet eben!
Viele von Ihnen haben den GARDENA Gartenexperten Engelbert Kötter auch zu Rasenthemen befragt. Platzmäßig haben wir aber in diesem GARDENA Juni-Newsletter nicht alle eingegangenen Anfragen beantworten können, weswegen wir hier nun die Rasenthemen einmal außen vor gelassen haben, um Sie in der kommenden Ausgabe (4. Juli) gebündelt zu beantworten. All diejenigen Gartenfreundinnen und Gartenfreunde, die mit der Beantwortung ihrer Anfrage aktuell folglich noch nicht zum Zuge gekommen sind, bitten wir daher noch um etwas Geduld.

Frage von Martina Z.:

Hallo,
wir haben unseren Olivenbaum eigentlich ganz gut überwintert! Aber er hat sehr, sehr viele Blätter mit braunen Spitzen! Was kann das sein und sollen wir ihn zurückschneiden? Vielen Dank.

GARDENA Gartenexperte:

Die braunen Blattspitzen an Ihrem Olivenbaum deuten auf eine Schädigung der Wurzelspitzen hin, liebe Frau Z. Als Ursache kommt hier zumeist winterliches Übergießen während der Ruhephase in Frage. Einmal zu nass gehalten, kann das schon zu den beschriebenen Schäden führen. Auch eine Überdüngung kann ursächlich sein.
Daher macht es insgesamt Sinn, den Olivenbaum jetzt in frische Erde umzutopfen – am besten in eine mineralreiche, tonhaltige Kübelpflanzenerde. Wahlweise die Erde mit 30 % Blähton anreichern, pro Liter Erde zwei Gramm Langzeitdünger (3 Monats-Dünger) zugeben. Am besten pflanzen Sie den Baum in ein Pflanzgefäß mit Wasserspeicher.
Die von Ihnen beschriebenen braunen Blattspitzen sehen unschön aus. Deswegen allein, müssen Sie die Pflanze aber nicht zurückschneiden. Sie können Sie aber jetzt durch Rückschnitt formieren und auslichten. Das sollten Sie noch vor Mitte Juni tun, damit ein weiterer Austrieb (der so genannte Johannistrieb) Ihres Olivenbaums in diesem Jahr angeregt wird.


Frage von Holger L.:

Hallo,
ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, Ingwer einmal selbst anzubauen. Haben Sie dazu bitte Tipps für mich?

GARDENA Gartenexperte:

Eine Ingwerknolle wurzelt relativ leicht, lieber Herr L. Topfen Sie sie einfach sehr flach bis ein wenig heraus guckend in Qualitätsblumenerde, die Sie mit einem Drittel Gartenerde vermischt haben. Den Boden stets leicht feucht halten, nicht nass, das verträgt die Pflanze nicht und bekommt braune Blattspitzen. Entscheidend aber ist, dass die Pflanze so warm wie möglich steht (um 25 °C), am besten auch ohne große Nachtabsenkung der Temperaturen und ohne kühlende bzw. austrocknende Winde (also bevorzugt im Kleingewächshaus). Ingwer ist immerhin eine Tropenpflanze. Selbst dort benötigt sie ein Jahr lang, um erntereife Knollen hervorzubringen. Insofern: Eine interessante und exotische Erlebnispflanze, ja, aber nichts für die Massenernte hierzulande. Auf Seite 267 einer meiner Kräuterbücher (hier: Das große GU PraxisHandbuch Kräuter) habe ich auch den Ingwer-Garten praxisnah beschrieben, falls Sie´s dort nachlesen möchten.


Frage von Hans-Martin M.:

Welchen (Spezial)-Dünger verwende ich für meine vielen Christrosen? Danke für Ihre Antwort!

GARDENA Gartenexperte:

Ich weiß nicht, welche Helleborus im einzelnen Sie in Ihrer Sammlung haben, lieber Herr M., ich gehe daher jetzt mal von H. niger-Sorten aus. Diese düngen Sie geschickter Weise mit organischem Dünger, vom Kompost bis zur gekörnten Rinderdung oder dergleichen, plus 50 Gramm/m2 Düngekalk, und zwar im zeitigen Herbst, ab Ende September. Eine entsprechende Nachdüngung erfolgt dann mit dem Austrieb, im März / April.


Frage von Christa S.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich habe im Garten eine Thuja und eine gelbe Gartenzypresse, die ich jetzt radikal kürzen musste. Die Thuja ist zum Nachbarn ca. 50 cm breit (ab Stamm). In meinen Garten ragt sie jedoch ca. 1,50 m breit rein, so dass ich gar keine Blumen mehr davor habe. Das rechtzeitige Schneiden wurde hier verpasst. Innen drin ist sie halt sehr kahl. Wenn ich sie jetzt auch auf 50 cm Breite ab Stamm zu meiner Seite zurückschneide, treibt sie dann noch mal aus oder bleibt sie dann kahl? Ebenso die gelbe Gartenzypresse. - Freue mich auf Ihren Ratschlag und vielen Dank im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Wenn Sie die Zweige bis in die Kahlstellen hinein zurückschneiden, liebe Frau S., dann treiben die Zweige möglicherweise nicht mehr alle aus. Sicherer ist der Rückschnitt nur soweit, als noch Nadeln am Zweig verbleiben, dann erfolgt der Neuaustrieb praktisch sicher. Wenn Sie die Zweige glatt am Stamm abschneiden und ausreichend Lichtreiz da ist, erfolgt oftmals ein Neuaustrieb direkt vom Stamm aus, bei der Thuja leichter als bei der Scheinzypresse. Sollte der Stamm kahl bleiben, pflanzen Sie zu seiner Begrünung einfach eine Kletterhortensie darunter, das sieht adrett aus und auch die Kletterhortensie ist sehr gut schnittverträglich. Kahler Stamm unten und Benadelung oben – das sieht ansonsten so pinselig und unnatürlich aus.
Ich weiß nun nicht, wie groß Ihre Thuja und Chamaecyparis jeweils sind. Aber wenn Sie Ihnen buchstäblich über den Kopf gewachsen sind: Schneiden Sie sie doch einfach im Frühjahr und vor Mitte Juni bis auf den Stamm und eine Höhe von zwei, zweieinhalb Meter zurück. Das sieht zunächst übel aus, wie ein Zaunpfahl. Mithilfe des Neuaustriebs bauen Sie dann aber die Pflanze im Laufe der nächsten Jahre wieder zu der von Ihnen gewünschten Höhe und Breite auf - durch Form gebenden Beschnitt, gleichsam wie eine Heckenpflanze.


Frage von Wolfgang S.:

Hallo Herr Kötter!
Ich möchte ein Beet anlegen, das überwiegend mit grünen Pflanzen, wie Hosta, bepflanzt ist. Was gibt es da noch für Arten? Wo kann ich mich da informieren? Bitte um Info. Danke und Gruß.

GARDENA Gartenexperte:

Hosta & Co., lieber Herr S., sind so genannte Blattschmuckpflanzen. Hosta selbst ist für wechselschattige bis schattige Gartenbeete gut geeignet. Insofern suchen Sie wohl nach weiteren Blattschmuckstauden für eben diesen Standort. Folglich passen Alchemilla, Arum italicum, Aruncus aethusifolius, Asarum europaeum, Bergenia, Cyclamen coum, Cyclamen hederifolium, Darmera peltata, Epimedium, Helleborus, Heuchera, Lamium und Pulmonaria. Das sind die Kleineren, so zwischen 5 und 50 Zentimeter Höhe und sie blühen obendrein. Bei den Großen 80 Zentimeter und weitaus größer, sind zu nennen Aruncus, Astilboides, Cimicifuga, Crambe cordifolia, Eupatorium, Gunnera, Ligularia, Macleaya, Rheum palmatum `Tanguticum´ und Rodgersia. Diese Arten können Sie leicht im Internet recherchieren und dabei prüfen, für welchen genauen Standort sie geeignet sind und inwieweit sie zu Ihnen passen – oder ob Sie Ihnen überhaupt gefallen. Eine klasse Staudenseite für Ihre Recherchen ist die von Dieter Gaissmayer Und noch ein Tipp von mir: Wenn Sie dem Beet über die Stauden (die ja im Winter meist einziehen) hinaus auch im Winter eine immergrüne Struktur geben möchten, dann pflanzen Sie doch auch Blattschmuckgehölze dazu, wie Pieris, Mini-Rhododendren, Japanische Azaleen, Ilex und dergleichen. Und bei saurem Boden durchaus eine Amerikanische Blaubeere, dann haben Sie etwas zum Naschen!


Frage von Manfred M.:

Guten Tag.
Mein Problem sind einmal die Moosbildung und eine schwarze schlierige "Schimmelbildung" im Herbst. Zum Moosproblem haben Sie schon sehr nachvollziehbare Empfehlungen gegeben. Die Behandlung der sehr unansehnlichen schwarzen Flecken im Rasen bleiben davon aber unberührt. Handelt es sich um Schimmelpilze? Beim Fachhandel blieben meine Fragen unbeantwortet. Herzlicher Gruß.

GARDENA Gartenexperte:

Ich kann mir auf Ihre Beschreibung hin kein konkretes Befallsbild darunter vorstellen, lieber Herr M.. Können Sie mir dazu bitte mal aussagekräftige Bilder schicken? Meinen Sie die Pilzkrankheit Schwarzbeinigkeit, verursacht durch den Pilz Gaeumannomyces graminis? Googeln Sie dazu bitte mal Bilder und vergleichen Sie die mit dem Schaden auf Ihrer Rasenfläche. Oder meinen Sie jene schwarzen Flecken, die z.B. nach Anwendung von Eisensulfat gegen Moos im Rasen auftreten – dann, wenn das Moos abgestorben ist und schwarz geworden ist. Diese toten Pflanzen können Sie herausvertikutieren.


Frage von Dieter H.:

Hallo,
auf Ihren Rat hin habe ich seit zwei Jahren Nematoden auf die betroffenen Flächen gegossen. Die Rhododendren haben wir inzwischen ausgerodet, weil sie unansehnlich geworden waren. Leider werden die Blätter der Blondies noch immer angeknabbert und wir finden noch viele Dickmaulrüssler im Garten. Gibt es weiter Möglichkeit oder sollte man die Blondies gegen unempfindliche Pflanzen austauschen? Die Nachbarn führen keine Bekämpfung des Dickmaulrüsslers durch!

GARDENA Gartenexperte:

Die genannten Nematoden sind gegen Dickmaulrüssler tatsächlich probat, lieber Herr H., allerdings müssen Sie bei solch starkem wie von Ihnen beschriebenen Befallsdruck die Applikation wohl wiederholt durchführen – zumal aus Ihrem Umfeld offenbar immer wieder Käfer nachrücken und sich bei Ihnen vermehren. Auch ist es wichtig darauf zu achten, dass die Bodentemperatur bei Anwendung mindestens 12 °C aufweist und dass der Boden danach mindestens 14 Tage lang gut feucht ist, damit sich die Nematoden in den Bodenzwischenräumen entsprechend agil fortbewegen können.
Was Sie mit „Blondies“ meinen, darauf kann ich mir keinen Reim machen. Bitte kontaktieren Sie mich daher zur Beantwortung des zweiten Teils Ihrer Frage noch einmal separat.


Frage von Dagmar R.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
in unserem Vorgarten – nahe an der Terrasse – wächst eine Nordmanntanne, an der ich vor einigen Tagen ganz viele kleine weiße „Pünktchen“ entdeckt habe, kleiner als 1 mm. Sie sehen nicht wie Tiere aus sondern eher wie ein Minigespinst. Ich habe sofort dem Gießwasser Tannalgin zugefügt, habe aber bis heute keine Veränderung festgestellt. Können Sie mir helfen? - Auf diesem Wege danke ich Ihnen auch für die tollen Tipps und hilfreichen Ratschläge, die ich immer wieder im Internet finde. Herzliche Grüße

GARDENA Gartenexperte:

Unbesehen ist da eine Diagnose schwierig, liebe Frau R. – was Sie beschreiben, deutet für mich Richtung Wollläuse oder Richtung Nadelholzspinnmilben. Diese bekämpfen Sie erfolgreich mit z. B. Neudosan Neu Blattlausfrei, Wolläuse mit z. B. Spruzit Schädlingsfrei (beide von Neudorf). Das von Ihnen erwähnte Tannalgin (von Oscorna) ist lediglich ein Pflanzenstärkungsmittel, kein Schädlingsbekämpfungsmittel.
An Nordmanntannen tritt um dieses Zeit auch die Gefährliche Weißtannenlaus auf (Adelges [bzw. Dreyfusia] nordmannianae). Bei deren Befall sterben die neuesten Austriebe im Mai / Juni ab. Diese langrüsseligen Larven von Adelges (Lupe!) machen aber keine Gespinste, weswegen ich wohl annehmen darf, dass die es – auf der Basis Ihrer Beschreibung – in Ihrem Fall nicht sind.


Frage von Elfie B.:

Guten Tag,
ich habe eine große Bitte an Sie: Können Sie mir verraten, wie man Giersch und jede Menge Brennnesseln aus dem Garten entfernen kann, ohne den Boden zu verseuchen?
Wir sind im Frühjahr (es lag noch Schnee) in ein anderes Haus gezogen – leider ist der Garten ziemlich verwildert (obwohl Gärtner darin gewohnt haben) und ich muss jetzt sehen, wie ich – es sind wohl gut 200 m2 Land auf dem nur Brennnesseln und Giersch wachsen – das wieder heraus bekomme. Vielleicht können Sie mir ja helfen, es wäre einfach wunderbar. Ich sage schon mal Danke und hoffe, von Ihnen eine positive Antwort zu erhalten.

GARDENA Gartenexperte:

Gegen die beiden Wildkräuter hilft recht gut Finalsan GierschFrei von Neudorff. Das Präparat gibt es auch anwendungsfertig (AF) und im 3 Liter-Kanister. Den Boden verseuchen Sie damit nicht, es ist ein Produkt auf Pflanzenbasis. Sie können quasi dabei zusehen, wie binnen weniger Stunden der Giersch eingeht. Gegen Brennnesseln sollte es auch wirken. Anschließend die Fläche ein-, zweimal fräsen und kalken (100 Gramm / m2) und Sie haben eine pflanzfähige Fläche!


Holen Sie sich inspirierende Gartentipps. Newsletter bestellen