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Kann man blauen Flieder problemlos neben weißen pflanzen? Wie komme ich von der Rasenfläche zum Sträucherbeet? Was mache ich gegen diesen oder jenen Schädling im Garten? Lesen Sie hier die Antworten zu einigen querbeet und aktuell an den GARDENA-Gartenexperten gemailten Fragen. Auf Grund der Vielzahl der eingegangenen Fragen waren wir auch in dieser Ausgabe des GARDENA-Newsletters wieder bestrebt, möglichst viele Ihrer Anfragen zu beantworten.

Frage von Birgit J.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wir haben ein massives Rüsselkäfer-Problem, die Larven knuspern fröhlich sogar bei Tag, u. a. meine Rosen weg. Sind Nematoden die einzige Möglichkeit oder kann ich, ohne Nutzinsekten zu gefährden, Käfer und Larve auch chemisch beseitigen - z.B. mit Nikotin? Verzweifelte Grüsse!

GARDENA Gartenexperte:

Nematoden sind eine probate Methode der Bekämpfung, liebe Frau J., weil sie selektiv wirken und eben gezielt und ausschließlich diesen Schädling bekämpfen. Grundsätzlich kann man die Tiere auch mit Präparaten abtöten, die Pyrethroide als Wirkstoff enthalten. Aber die wirken eben gegen andere Insekten auch. Das gleiche beim Nikotin, den man – rein theoretisch als Kaltauszug aus Tabakwaren oder gar Zigarettenstummeln extrahieren, verdünnen und dann spritzen kann. Nikotin ist ja ein hoch giftiges Alkaloid, das direkt das zentrale Nervensystem angreift. Auch damit kann man gegen Insekten vorgehen. Aber eben nur theoretisch, denn die Anwendung von Nikotin als Insektizid im Hausgarten, das ist laut Pflanzenschutzmittelgesetz definitiv nicht zulässig.


Frage von Ursula L.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich möchte ein Rasenstück in Beete mit Sträuchern umwandeln, was muss ich dabei beachten? Muss der Rasen abgestochen werden? Muss ich Fräsen? Wie bereite ich den Boden auf?

GARDENA Gartenexperte:

Gehen Sie am besten so vor, liebe Frau L.: Stechen Sie mit einem Spaten die Konturen der Beetfläche im Rasen ab. Spannen Sie dann, vom Rand her beginnend, der Länge nach eine Pflanzschnur über die zu entfernende Rasenfläche und stechen Sie, entlang dieser Pflanzleine, ebenfalls den Rasen ab. Versetzen Sie die Pflanzschnur jeweils 30 Zentimeter zur Seite und stechen Sie den Rasen abermals ab, solange, bis die zu entfernende Grasnarbe auf der betreffenden Rasenfläche gleichsam in Streifen vorliegt. Diese Streifen zertrennen Sie nun in etwa 30 Zentimeter lange Teilstücke. Nun ist es ein Leichtes, jedes Teilstück flach mit der Schaufel zu unterstechen und auf eine Karre zu geben. Zur Entsorgung: Sofern Sie die Grasnarbe nicht ins Grüngut geben können, so können Sie sie auch kompostieren, indem Sie sie mit dem Grün nach unten aufstapeln, später noch ein, zweimal zerkleinern und umsetzen. Doch zurück zur jetzt grasfreien Beetfläche: Graben Sie die Fläche tiefgründig um. Tunlichst so, dass auch alle eventuellen Bodenverdichtungen aufgehoben sind. Sandige Böden verbessern Sie mit Humus (ca. 2 Liter Kompost/Quadratmeter) und einer (bzw. je nach Beetfläche auch mehreren) Karre Lehmboden. Liegt der nicht vor, können Sie Bentonit nehmen, ein den Boden verbesserndes Tonmineral, das Sie im Fachhandel erhalten. Stark lehmige Böden verbessern Sie hingegen adäquat mit Humus und Sand. Ist der Boden sehr trocken, so wässern Sie ihn am Tag vor der Pflanzung mit ca. zehn Litern Wasser pro Quadratmeter. Nun ist der Boden für Ihre Sträucherpflanzung aufbereitet.


Frage von Josef W.:

Hallo!
Ich habe auf meinem Kirschbaum Blattläuse. Was kann ich dagegen tun?

GARDENA Gartenexperte:

Die können Sie mit umweltverträglichen Spritzmitteln bekämpfen, wie zum Beispiel Spruzit Schädlingsfrei oder Neudosan Neu Blattlausfrei, lieber Herr W.


Frage von Familie P.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
im vergangenen Herbst pflanzten wir eine längere Hecke von blaugrünen Scheinzypressen. Sie stehen halbschattig, werden gut gedüngt und gegossen. Außerdem haben wir Rindenmulch ausgelegt. Seit einiger Zeit beobachten wir, dass immer mehr Heckenpflanzen braune, sehr trockene Stellen bekommen und scheinbar eingehen. Es sind immer mal wieder einzelne Pflanzen wischen sehr gesund aussehenden, allerdings haben wir den Eindruck, dass immer wieder neue Pflanzen "erkranken" und wir mit dem Gedanken spielen, die entsprechenden Heckenabschnitte im kommenden Herbst zu ersetzen.
Nun wüssten wir gern, welche Ursache dieses Absterben haben kann. Kann es passieren, dass die neuen Pflanzen dann die gleichen Probleme bekommen? Müssen wir damit rechnen, dass über das Jahr alle Pflanzen absterben? Wir freuen uns auf Ihre kompetente Antwort.

GARDENA Gartenexperte:

Unbesehen ist das schwierig zu beurteilen, liebe Familie P., Die Bandbreit der Möglichkeiten erstreckt sich von mechanischen Schäden (z. B. Folge von Schneeauflage/Schneebruch) über Insektenfraß (z.B. Ringelfraß durch Dickmaulrüssler, Schildlausbefall mit Zypressenrindenlaus [Cinara cupressi] oder auch Carulaspis-Arten [das sind die mit dem weißen Schild]) und Pilzerkrankungen der Benadelung (z.B. Botrytis oder sogar Phomopsis juniperovora) bis hin zu Bodenpilzen (Welkepilz, Phytophtora cinnamomi), Streusalzschaden oder zu hoher Mulchauflage (nicht dicker als drei, allerhöchstens fünf Zentimeter).

Sie sehen: ihre Frage profunde zu beantworten stiftet eher Verwirrung in Vielfalt. Ohne aber die Ursache gefunden zu haben, bleibt die Beantwortung der Frage nach den Auswirkungen beim Nachpflanzen eine offene.
Daher meine Hilfestellung konkret so: Gucken Sie mal, ob Sie etwas in Richtung Fraßschäden oder Schädlingsbefall erkennen können. Dann können sie konkret gegen (oberirdischen) Pilzbefall, Dickmaulrüssler oder Schildläuse vorgehen. Schauen Sie dabei am besten auch mal durch die Lupe, denn Pilzbefall und Schildläuse erkennen Sie dann besser. Und checken Sie mal, ob durch die anderen genannten Möglichkeiten die Schädigung hervorgerufen sein könnte (Schnee, Salz, Mulch). Ich hoffe, dass Sie das dann auf die korrekte Fährte führt. Ansonsten macht es Sinn, dass sich Ihre nächstgelegene Baumschule das einmal vor Ort anschaut und mit Ihnen bespricht, wie Sie in Sachen Bekämpfung / Nachpflanzung am besten vorgehen sollten.


Frage von Bernhard O.:

Sehr geehrter H. Kötter,
Meine Frage, Ich habe in Garten einen weißen Flieder stehen, kann ich einen neuen Flieder mit dunkel violetten Blüten direkt daneben pflanzen? Oder muss ich einen größeren Abstand einhalten? Ein Bekannter sagte, wenn ich daneben pflanzte, würden die Blüten vom violetten Baum immer heller. Vielen Dank in Voraus!

GARDENA Gartenexperte:

Sie können die Pflanzen problemlos nebeneinander setzen, lieber Herr O.. Die Blütenfarbe ist genetisch bedingt und lässt sich nicht durch eine benachbarte andersartige Blütenfarbe mischen, wie beim Farbenmischen auf einer Malerpalette. Indirekt kann es bestenfalls dann eine Auswirkung geben, wenn die Pflanzen in Nahrungskonkurrenz treten, dass dann bei Nährstoffknappheit die Blütenstände beider Pflanzen kleiner bleiben und farblich möglicherweise nicht so brillant ausgeprägt sind wie bei optimaler Futterversorgung. Es macht daher also Sinn, den Pflanzabstand so zu wählen, dass die ausgewachsenen Sträucher sich nicht gegenseitig ins Gehege kommen. Pflanzabstand ist idealer Weise immer gleich dem Durchmesser der erwachsenen Pflanze, beim Flieder also leicht einmal zwei, drei Meter. Und zudem können Sie den Pflanzen ca. 2 l/m2 Kompost pro Jahr geben bzw. 50-60 Gramm Volldünger/m2, um Nährstoffmangel entgegen zu wirken. Solange die Flieder noch nicht so hoch sind und die abgeblühten Blütenstände halbwegs gut erreichbar sind, sollten Sie sie ausbrechen. Das verhindert die Kraftvergeudung der Pflanze in die Samenbildung, die Sie ja nicht brauchen.


Frage von Rainer W.:

Sehr geehrte Gartenexperten, sehr geehrter Herr Kötter,
ein im vergangenen Herbst gepflanztes Pfirsichbäumchen ist bereits völlig mit krausen Blättern übersäht. Was kann ich dagegen unternehmen? Gibt es Rettung? Ich kenne es von früheren Bäumen, (aus meiner Kindheit) dass nichts wirklich dagegen half und die Bäume dann letztendlich eingingen und der Säge zum Opfer fielen.

GARDENA Gartenexperte:

Das ist die gefürchtete Kräuselkrankheit des Pfirsichs, eine Blattpilz-Erkrankung. Die lässt sich aber mit einem Fungizid recht gut bekämpfen. Die Bekämpfung erfolgt jedoch schon vor und mit dem Austrieb, eventuell durch weitere Folgespritzungen. Wenn der Standort des Pfirsichs so gewählt ist, das er optimal steht (also auch gut belüftet, damit tau- und regennasse Blätter rasch abtrocknen), dann ist die Kräuselkrankheit durch konsequentes Spritzen inzwischen recht gut beherrschbar. Auch der richtige Schnitt, das heißt das konsequente Auslichten der Krone, trägt zur rascheren Abtrocknung der nassen Blätter bei – der Pilz braucht das nasse Blatt für seine Entwicklung und Verbreitung. Ein gut umweltverträgliches Präparat gegen die Kräuselkrankheit des Pfirsichs ist z. B. Neudo-Vital Obst-Pilzschutz, das ist sogar im Öko-Anbau zugelassen und es bestehen nach Anwendung keine Wartezeiten. Im kommenden Spätwinter/Vorfrühling also frühzeitig die Bekämpfung in Angriff nehmen.


Frage von Claudia S.:

Lieber Herr Kötter,
wie kann ich im Gemüsegarten Maulwurfsgrillen loswerden? Vielen Dank im Voraus für Ihre geschätzte Antwort und liebe Grüße.

GARDENA Gartenexperte:

Den Maulwurfsgrillen oder Werren, wie sie auch heißen, können Sie mit Nützlingen zuleibe rücken, lieb Frau S.. Konkret mit so genannten SC-Nematoden, wie sie z. B. die Fa. Neudorff im Fachhandel anbietet. Fragen Sie danach in der Pflanzenschutzabteilung Ihres Gartencenters oder Ihrer Baumschule.


Frage von Margot K.:

Ich habe einige Jungpflanzen wie Gurken, Zucchini und Tomaten gekauft und ins Tomatenzelt und draußen eingepflanzt. Einige Zucchini und Gurken sind schlapp geworden trotz sofortigem angießen. An was liegt denn das? Ich musste leider Ersatz kaufen, denn nach etwa zwei Tagen waren sie hinüber. Ich freue mich über ihre Antwort!

GARDENA Gartenexperte:

Vor dem Pflanzen ist es am Geschicktesten, liebe Frau K., wenn Sie den Wurzelballen der Pflanze ganz unter Wasser tauchen, solange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann ist der Wurzelballen mit Wasser gesättigt und optimal auf das Pflanzen vorbereitet. Angießen ist zwar auch korrekt, aber es kann, wenn es dumm läuft, eben zu wenig sein, weil z. B. ein einmal trocken gewordener Wurzelballen sich durch Begießen grundsätzlich nur schwer wieder benetzt und befeuchtet, besser eben durch Tauchen.
Auch kann es vorkommen, dass vor dem Pflanzen eine Grunddüngung mit Mineraldünger ausgebracht wurde und durch örtliche Überkonzentration des Düngers an der Wurzel Vertrocknung hervorgerufen wird. Und letztlich gibt es immer auch die Möglichkeit des Befalls mit bodenbürtigen so genannten Welkepilzen (wie Phytophtora cinnamomi). Das aber eher in zu nass gehaltenen Böden und das Eingehen dauert dann auch länger als bloß zwei Tage.


Frage von Harald F.:

Sehr geehrte Damen und Herren,
in meinem Garten habe ich eine (Wühl)Maus, die lange Gänge unter der Erdoberfläche anlegt und die Wurzeln von Blumen und einer jungen Kirsche frisst und diese stark schädigt. Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich das „Ungeheuer“ erwische?

GARDENA Gartenexperte:

Dem „Ungeheuer“ am besten mit Wühlmausköder und Wühlmausfalle zuleibe rücken, lieber Herr F., z. B. mit Sagan Wühlmausfalle und Quiritox Neu Wühlmausköder.


Frage von Natascha S.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
in unserem Garten wuchert der Schachtelhalm (Acker-Schachtelhalm). Trotz ständigem ausreißen und auch Anwendung von "Round-Up" kommt dieser immer wieder. Haben Sie hier einen Rat, wie ich diesen loswerden kann? Besten Dank!

Desgleichen Frage von Renate F.:

Hallo Herr Kötter,
ich würde gerne wissen, was ich gegen Ackerschachtelhalm im Gemüsegarten tun kann? Vielen Dank!

Desgleichen Frage von Daniela R.:

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider wurde mit einer Pflanze das tolle Unkraut Giersch in den Garten übertragen. Nun wuchert es fast in jedem Beet und trotz ausstechen, Wurzel aussortieren und Unkrautvernichter auf Blätter einwirken lassen, kommt es wieder. Was kann man gegen Giersch sonst noch tun? Ist dagegen ein Kraut gewachsen? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

GARDENA Gartenexperte:

Nur mit Ausreißen, liebe Frau S. und liebe Frau F, werden Sie dem Schachtelhalm nicht beikommen können. Der Wurzelt gut zwei Meter tief. Dem werden Sie so also nicht Herr. Eigentlich sollte, nach meinem Kenntnisstand, "Round-Up" auch den Schachtelhalm mit erfassen. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass eben der Schachtelhalm durch Herbizide grundsätzlich schwer zu packen ist. Mit ein Grund: Weil der Schachtelhalm eben die tief reichende Wurzelmasse hat, muss die Giftaufnahme über das Laub so ausreichend sein, dass hinreichend viel Wurzelmasse erfasst wird. Lassen Sie den Schachtelhalm deswegen – sofern möglich vor der Bekämpfung einmal halbwegs groß werden, damit er viel Adaptionsfähige Blattmasse hat. Und wenden Sie dann einmal Finalsan GierschFrei von Neudorff an. Das geht vornehmlich gegen eben Giersch vor, liebe Frau R., es soll damit aber auch der Schachtelhalm wirkungsvoll bekämpft erden können. Aber Vorsicht bei der Methode! Sie müssen den Schachtelhalm dann jeweils so benetzen, dass andere Pflanzen nix abbekommen (diese also abschirmen!), sonst zerlegt´s die gleich mit!


Frage von M. S.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
unsere Rotbuche vor dem Haus hat einen starken Befall durch weiße klebrige Läuse. Können Sie uns bitte sagen was man dagegen tun kann?

GARDENA Gartenexperte:

Das sind Blutläuse, auch Wollläuse genannt. Dagegen helfen Präparate wie z. B. Promonal Austriebsspritzmittel und, vorbeugend Raupen- und Ameisenleimringe. Denn Ameisen tragen die Läuse üblicherweise im zeitigen Frühjahr auf die Pflanze.

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