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Was tun gegen die lästigen Vogelflöhe? Sind die rötlichen Austriebe der Hainbuchenhecke eine Besorgnis erregende oder gar krankhafte Erscheinung? Was hat es mit abgefressenen Blättern der Gurkenpflanzen auf sich? Der GARDENA Gartenexperte Engelbert Kötter gibt zu Ihren Anfragen eine kompetente Auskunft und hilfreichen Rat.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Frage von Günter B.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
unsere Magnolie hat, obwohl sie sich von Jahr zu Jahr gut entwickelt, wenige Blüten. Nach dem Abblühen bleiben an den Triebspitzen eigenartige Knospen, die sich nicht öffnen. Ich kann nicht feststellen, ob es sich um Blätter oder Blüten handelt. Liegt eine Krankheit zu Grunde, oder fehlen Mineralstoffe?

GARDENA Gartenexperte:

Ein Bild der speziellen Sache wäre mir hilfreich, lieber Herr Günter. Aber generell kann ich Ihnen Folgendes sagen. Nach Triebabschluss der Magnolie, ist die Knospe an der unmittelbaren Triebspitze von einer wolligen Knospenschuppe umgeben. Darunter verbirgt sich die Blütenknospe des Folgejahres. Daneben seitlich sitzt üblicherweise eine kleinere Beiknospe. Darin liegt dann der noch zu einer Knospe gestauchte neue Austrieb verborgen. Triebknospen (zum Vergleichen) finden Sie stets auch oberhalb einer Blattstielnarbe an einem Trieb bzw. jetzt, zum Zeitpunkt mit Belaubung, in der Achsel zwischen Trieb und Blattstiel. Blütenknospen sind üblicherweise deutlich größer als die Triebknospen.
Es könnte also durchaus sein, dass, wenn die Magnolie nicht blüht, nicht geöffnete Blütenknospen die Ursache dafür sein könnten. Aber das wäre vergleichsweise ungewöhnlich, denn Frostschäden treten üblicherweise an der ganzen Triebspitze auf (wie auch Trockenschäden) und erfrorene Blüten haben sich üblicherweise zumindest bereits zum Teil geöffnet.
Nach meiner Erfahrung ist die Blühfreudigkeit der Magnolie auch deutlich von einem sonnigen Standort mit abhängig. Zu schattig stehende Magnolien blühen nicht recht.
Letztlich auch noch ein dazu passender Düngungshinweis: Magnolien ziehen den leicht sauren Boden vor. Wenn Sie also Ihre Magnolie mit Volldünger versehen, um von dieser Seite aus die Blütenbildung und Triebausreifung zu unterstützen, dann verwenden Sie dazu keine kalkhaltigen bzw. physiologisch alkalisch wirkende Dünger, sondern besser einen Dünger für Pflanzen auf bodensaureren Standorten, wie Rhododendrondünger.


Frage von Margret J.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ein Teil unserer 2m hohen Hainbuchenhecke bekommt immer mehr rotfarbige Blätter. Dasselbe beobachte ich an einer weiß blühenden Bauern-Hortensie. An Wassermangel dürfte es bei dieser Wetterlage wohl nicht liegen. Liegt es am Boden - kalkhaltig oder sauer?
Da wir einen sehr guten Boden haben, der auch nach Aussage der Nachbarn, die schon sehr lange hier wohnen, nicht gedüngt werden muss (alter Lössboden), haben wir dem Boden auch keine Nährstoffe zugeführt. Es wäre nett, wenn Sie uns einen Tipp geben könnten, danke.

GARDENA Gartenexperte:

Was Sie da beobachten, liebe Frau J., ist eine ganz natürliche Sache. Der Austrieb der Hainbuche ist häufig mehr oder minder rötlich. Die Blätter färben sich dann mit dem Ausreifen des Neutriebes grün. Das liegt ganz einfach daran, dass im jungen Blatt das Blattgrün (Chlorophyll) anfangs noch nicht in ausreichender Menge ausgebildet ist, weswegen es folglich noch nicht die rötlich aussehenden Blattpigmente (Anthocyane) überlagern kann. In ein und derselben Hainbuchenhecke, die ja aus mehreren genetisch eigenständigen Individuen besteht, finden sich öfters einmal vergleichbar stärker als ihre Nachbarn rötlich austreibende Einzelpflanzen. Ich habe sogar schon einmal überlegt, eine Sorte mit besonders hübsch rotem Austrieb zu selektieren. Solch roten Austrieb finden Sie übrigens nicht nur bei Hainbuchen, sondern auch an Kirschen, Pflaumen/Zwetschgen, bei der Lavendelheide und anderen Gartenpflanzen.
Was die Nährstoffe im Lößboden angeht so ist das, was Sie anmerken, bedingt richtig. Aber auch hier gilt: Selbst der nährstoffreichste Boden ist einmal „leer gefressen“. Insofern bitte sich nicht grundsätzlich auf die im Boden vermuteten Nährstoffe verlassen, sondern die Pflanzen im Hinblick auf eventuelle Nährstoffmängel wachsam im Auge behalten und rechtzeitig nachdüngen bzw. mit Hilfe einer Bodenprobe prüfen, wie die Nährstoffversorgung der Pflanzen am Standort tatsächlich aussieht.


Frage von Konrad und Rosmarie B.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
wir haben, wie alle Jahre, Rankgurken gepflanzt. Sie sind auch schön angewachsen. Jetzt haben wir ein Problem. Seit zwei Wochen werden die Blätter der Gurken radikal abgefressen, was bleibt ist nur das Blattgerüst, also die Blattadern. Wenn das letzte Blatt abgefressen ist geht die Pflanze ein und die nächste Pflanze kommt dran. So sind uns schon zwei Pflanzen eingegangen, die Dritte wird gerade bearbeitet. Wir haben aber nichts gefunden, was den Schaden verursachen könnte. Keine Raupen und keine Schnecken. Können Sie mir vielleicht einen Tipp geben? Herzlichen Dank!

GARDENA Gartenexperte:

Offenbar ein Fraßschädling, liebe Familie B. – aber welcher? Nachdem Sie keine Schleimspuren entdeckt haben und zudem die Blattadern nicht abgefressen werden (Raupen würden das vermutlich tun), denke ich in Richtung Käferfraß. Das wäre schlüssig zusammen betrachtet mit der Tatsache, dass Sie keinen Verursacher finden – weil die Käfer die Pflanze zwischenzeitlich wieder verlassen haben. Verdichten Sie doch mal Ihr Beobachtungsnetz, dann müssten Sie doch zu einem passenden Zeitpunkt die „Übeltäter“ auftun!?
Wenn also, wie ich vermute, Käfer den Schaden verursachen, dann können Sie die schädlingsfreie Pflanze dicht mit Gemüseschutzvlies abdecken und darunter die Gurken weiter kultivieren. Wenn sich allerdings Raupen als Verursacher ergeben sollten, können Sie z. B. ein Mittel gegen Raupen einsetzen, wie Ultima Käfer- und Raupenfrei (von Neudorff).


Frage von Monika W.-J.:

Wir haben Vogelflöhe im Garten, die dadurch natürlich auch ins Haus geschleppt werden. Kaum auszuhalten. Wie bekommen wir diese im Garten los? Wir finden kein Vogelnest, keinen Igel, nur Flöhe, die an den Hosenbeinen oder Socken krabbeln. Sie sind vom Kammerjäger identifiziert, aber draußen kann er nichts unternehmen. Danke vielmals für Ihren Rat!

GARDENA Gartenexperte:

Liebe Frau W.-J., damit haben sie sich einen argen Lästling eingefangen. Mit den Wirkstoffen Dichlorphos und Propoxur, schlussendlich im konkreten Präparat Neudorff-Antifloh (laut Zulassung nur für Innenräume), bestehen aber durchaus Bekämpfungsmöglichkeit. Erst im Mai hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg diese Bekämpfungsmöglichkeiten ausgewiesen. Damit darf man die wohl als aktuell bezeichnen. Hier der Link für Sie, zum entsprechenden Merkblatt: http://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/30_Gesundheitsth_Hygiene/Vogelfloh_Information.pdf .


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