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Darf das Schnittgut von Buchsbäumen auf den Kompost ausgebracht werden? Warum nur kommt die Lilie nicht in Blüte, weil die Knospe verkümmert? Was tun, damit die Ausläufer von Himbeeren nicht quer durch den Garten wandern und wer beißt nur ständig die Triebe von Clematis viticella durch? Bei solchen Fragen lässt der Sommergarten grüßen, liebe Leserinnen und Leser dieses GARDENA-Newsletters. Und Ihr Gartenexperte Engelbert Kötter grüßt herzlich zurück – begleitet von seinen aktuellen Antworten auf Ihre Anfragen an ihn.

Frage von Mechthild M.:

Wir haben unseren Buchsbaum geschnitten und würden den Schnitt jetzt gerne mit auf unseren Komposthaufen werfen. Schwiegereltern sind dagegen, da Buchsbaum ja eigentlich giftig ist und daher nicht auf den Kompost gehöre. Bleiben die Giftstoffe denn auch dann noch erhalten, wenn der Buchsbaumschnitt verrottet ist?
Für eine schnelle kurze Antwort wären wir sehr dankbar, denn zurzeit rottet der Buchs in mehreren Kübeln vor sich hin. Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus.

GARDENA Gartenexperte:

Da müssen Sie keine Bedenken haben, liebe Frau M., denn wenn der Buchsbaum komplett verrottet ist, dann sind auch seine chemischen Verbindungen in ihre Bausteine zerlegt. Zur schnelleren und gründlichen Verrottung ist es hilfreich, wenn sie a) die Pflanzenreste klein schneiden oder durch den Häcksler schicken und diese Pflanzenreste dann, b), dünn und schichtenweise auf den Kompost auftragen.
Gerade diese Kombination von trockeneren, holzigeren Pflanzenresten (wie Cellulose aus Stauden-/Gehölzabfällen) einerseits und eher nassen, krautigen/weichen Gartenabfällen (wie Grasschnitt, Obstreste) andererseits bewirkt, dass der Kompost nicht fault und muffelt, sondern gut belüftet in Rotte geht. Alle paar Schichten mal drei, vier Schaufeln Gartenerde darüber streuen, das beimpft zusätzlich mit Bodenorganismen, die sich sogleich über das Rottegut hermachen.


Frage von Helga F.:

Sehr geehrter Herr Experte,
können Sie mit sagen, wer bei den Lilien die Knospen ansticht und sie verfaulen lässt? Für eine Antwort oder einen Tipp wäre ich Ihnen dankbar.

GARDENA Gartenexperte:

Da ist wohl die Lilienfliege (Liriomyza urophorina) die Verursacherin, liebe Frau F.. Sie sticht die noch grünen Lilienblüten an und legt ein Ei hinein. Die schlüpfende Larve frisst sich dann durch die Knospe und das wiederum führt zu deren Absterben.
Mit der Bekämpfung ist das so eine Sache. Gut wirksam gegen die Fliege ist z.B. Bi 58 (von Compo). Die Anwendung lohnt aber (wirtschaftlich) wohl nur in größeren Lilienbeständen. Andererseits kommt es demgegenüber ja gerade in Kleinbeständen auf jede einzelne Blüte an, die man erhalten möchte. Insofern müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie chemisch eingreifen möchten. Möglicherweise ist es eine Alternative für Sie, in der „gefährlichen Zeit“ von Ende Mai bis Mitte Juni, Ihre Lilienbestände mit einem Schutzvlies zu bedecken.


Frage von Ronald E.:

Ich möchte in meinem Garten Himbeeren pflanzen. Da diese sich im Wurzelbereich schnell ausbreiten wüsste ich gern, wie ich die Pflanze in einem bestimmten Raum begrenze. Die Pflanze soll sich nicht beliebig ausbreiten. Vielen Dank im Voraus!

GARDENA Gartenexperte:

Umgeben Sie Ihr Himbeerbeet einfach mit einer Wurzelsperre, lieber Herr E.. Himbeeren wurzeln nicht so arg tief, da langt eine Sperre, die etwa 20-30 Zentimeter tief eingelassen ist. Es gibt Menschen, die setzen dazu gleich einen Randstein, andere nehmen Rasenkanten aus Kunststoff oder, wo sie optisch höhere Ansprüche stellen, aus Metall (Edelstahl oder verzinktes Blech). Eine vergleichsweise preiswerte Lösung kann es sein, sich Reststücke von Gartenteichfolie zu besorgen, diese zuzuschneiden und für die Einfassung zu verwenden. Alle Einfassungsvarianten sollten etwa fünf Zentimeter aus dem Boden herausragen. Dann bleibt auch das Rindenkompostmaterial besser an Ort und Stelle, das Sie ja ab und zu in dünner Schicht aufbringen, um den Wurzelbereich der Himbeeren humos und bei ca. pH 5,5 leicht sauer zu halten. Mit dem Rindenmaterial, bei Frühjahrs- und zeitiger Sommerausbringung, übrigens auch gleich kalkarm düngen, speziell Stickstoff und Kali.


Frage von Heike L.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
seit geraumer Zeit wurden viele von den Haupttrieben (oft auch die bereits verholzten) von diversen meiner Clematispflanzen (meist viticellas) ca. 10 cm oberhalb des Bodens oder teilweise noch höher innerhalb des Rankgerüsts regelrecht durchgebissen. Ich bemerke dieses meist erst, wenn der ganze Trieb innerhalb der anderen welkt. Komischerweise sind nicht alle Clematis betroffen. Jedoch wurden zwei junge Clematispflanzen so regelrecht „abgetötet“. Ich habe sehr viele Weinbergschnecken im Garten, konnte jedoch kaum Schleimspuren an den Stängeln finden, auch wurden kaum Blätter angefressen. Mit Schneckenkorn habe ich hier auch keinen Erfolg! Außerdem haben wir Mäuse beobachtet, wir wohnen direkt am Waldrand eines Naturschutzgebiets oberhalb der Isar. Könnten Sie sich eine Ursache vorstellen? Herzlichen Dank für Ihre Rückinfo.

GARDENA Gartenexperte:

Das ist unbesehen schwierig zu beurteilen, liebe Frau L.. Als Fraßfeinde an Clematis sind vor allem Schnecken und Ohrwürmer im Rennen, gelegentlich auch Raupen/Käfer. Im Falle von Schnecken sollten Schleimspuren erkennbar sein. Raupen halten sich länger auf der Pflanze auf und sollten deswegen beim Absuchen zu finden sein und die Ohrwürmer fressen praktisch nur die Blütenblätter an. Käfiger sind schwieriger zu diagnostizieren, wenn sie die Pflanze zwischen den Fraßgängen wieder verlassen.
Darüber hinaus hätte auch ich durchaus auch an Mäuse gedacht. Mir haben sie zwar noch keine Clematis abgenagt, aber Weinreben/Tafeltrauben, in derselben von Ihnen beschriebenen Höhe. Darüber hinaus klettern die Kerlchen ja auch, wenn die entsprechenden Triebe stabil genug dazu sind.
Kurzum: Sie müssten noch mal genauer draufschauen. Schnecken/Raupen/Käfer gehen eher an die krautigen Stängel und beißen sie dann auch nicht zwingend ganz durch, sondern häufiger nur der Länge nach mehr oder weniger an. Mäuse hingegen fressen eher nicht an, sondern beißen durch. Wenn Sie das ganze mal buchstäblich unter die Lupe nehmen, sind dabei möglicherweise genauere Hinweise auf Grund von Raspel- (von Schnecken), Fraß- (von Raupen/Käfern) oder Zahnspuren (von Mäusen) zu erkennen. Wenn Sie mit diesen Infos nicht weiterkommen, dann können Sie gerne nachfassen und mir brauchbares Bildmaterial zumailen, dann gucke ich da noch mal drüber und antworte Ihnen auf dem „Kleinen Dienstweg“.

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