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Der Frost sorgt für Gartenprobleme – so etwa dann, wenn ein Ahorn zurück friert und selbst der Austrieb dann noch einen Spätfrost erwischt. Was macht man da? Na – lesen Sie selbst! Auch um das Veredeln geht es in dieser Ihrer neuen Ausgabe des GARDENA Newsletters, um Rhododendren und, und, und – Ihre zahlreichen Leseranfragen an unseren ausgewiesenen Gartenexperten Engelbert Kötter machen deutlich: Noch kribbeln die Fingerspitzen kältebedingt, bald aber schon in Vorfreude auf den Frühlingsgarten!

Frage von Günter F.:

Sehr geehrter Herr Kötter,

seit langem lese ich Ihre Gartentipps und habe schon viele Anregungen angenommen. Heute habe ich eine Frage. Meine Bougainvillea steht in meinem Wintergarten in einem Kübel und hat eine Höhe von ca. 3 m, wobei sie unter dem Glasdach weiterwächst. Sie blüht seit zwei Jahren stets in der Zeit von Oktober bis Februar. Dann verliert sie ihr Laub. Ich schneide sie stark zurück und sie treibt erst im späten Sommer neu aus. Im Urlaub in den südlichen Ländern blühen sie immer schon im Frühjahr.
Nun meine Frage: Ist dieses Wachs- und Blühverhalten richtig oder mache ich irgendeinen Fehler? Für eine Antwort von Ihnen wäre ich sehr dankbar.

Der GARDENA Gartenexperte:

Das ist eigenartig, lieber Herr F. und ungewöhnlich. Da scheint sich die Ruhe- und Blühphase jeweils um ein halbes Jahr verschoben zu haben. Das ist für Pflanzen zunächst nichts ungewöhnliches, das nutzt man im Gartenbau bei der einen oder anderen blühenden Topfpflanze mithilfe der Kulturtechnik sogar gezielt aus, um die Pflanze auf Termin blühen zu lassen.
Wenn die Pflanze nach Ihrem herbstlichen Rückschnitt nicht zur Ruhe kommt, deutet mir das darauf hin, dass sie dann möglicherweise bei Raumtemperatur und somit zu warm steht, weil ohne Kühlreiz für die Winterruhe. Hier wären etwa 15-12 °C passender.
Ein zweiter Punkt könnte in der Art der verwendeten Verglasung des Wintergartens liegen. Haben Sie möglicherweise Sonnenschutzverglasung oder eine sehr gute Wärmeschutzverglasung? Dann prüfen Sie bei dem doch bitte mal den lichttransmissionswert (so genannten g-Wert). Solcherlei Gläser reduzieren den Durchlass von pflanzenverfügbarem Licht (für die Photosynthese) mitunter sehr erheblich (um 30 bis 70 Prozent, je nach Glasart). Das würde dann bedeuten, dass die Pflanze vom verfügbaren Lichtangebot her betrachtet zu lange braucht, bis der Blühreiz greift. Sollten diese beiden Aspekte in Ihrem Fall nicht zielführend sein, mailen Sie mich bitte noch mal an – dann suchen wir weiter!


Frage von Peter P.:

Hallo zusammen,
ich habe einen Zitronen- und einen Olivenbaum. Meine Frage lautet: Wann, wie oft und mit was muss ich diese Bäume düngen? Im Voraus besten Dank.

Der GARDENA Gartenexperte:

Beide Arten, lieber Herr P., benötigen etwas unterschiedliche Dünger. Den Olivenbaum können Sie von März bis September mit gartenüblichem Volldünger versorgen. Entweder düngen Sie dann in Körnerform, dann am besten in zwei Gaben: eine im März und eine im Juni. Oder sie düngen flüssig: mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Grünpflanzen oder mit aufgelöstem Volldünger (20 Gramm Volldünger in wenig warmem Wasser auflösen und diese Düngerlösung in 10 Liter Gießwasser einrühren).
Für die Zitronenbäume gilt sinngemäß das gleiche. Nur verwenden Sie hier bitte kalkfreie Dünger, am besten Citrusdünger. Üblicherweise langt der Kalk im Gießwasser für die Calziumversorgung der Pflanzen mit diesem Nährstoff völlig aus, zu viel davon reduziert die Eisenaufnahme und führt dann zu den typischen gelben Blättern des Eisenmangels. Nur in Gegenden mit sehr weichem Trink- und damit Gießwasser macht es Sinn, den Zitruspflanzen auch ein klein wenig Kalk zu geben. Dazu reicht aber dann schon der im Volldünger enthaltene Kalk üblicherweise schon aus.


Frage von Theresia M.:

Sehr geehrter Herr Kötter!
Ich mag sehr gerne Rhododendren und habe davon ein paar Pflanzen unterschiedlicher Sorten. Leider bekommen gerade die etwas Selteneren davon (gelbrot und orange blühend) immer wieder braune Blätter – davon immer mehr, bis fast nichts grünes mehr übrig ist. Man sieht der Pflanze förmlich das Leiden an. Zum Blühen kommen sie auf diese Weise auch nicht mehr…
Das Blatt trocknet vom Rand weg, in Richtung Blattmitte, oder von der Blattspitze in Richtung Blattstiel regelrecht ab, sozusagen in einfarbigem Dunkelbraun. Ob es sich wirklich um „abtrocknen“ handelt, ist andererseits gar nicht so sicher, denn diese Stellen greifen sich anfangs eher ledern an. Schädlinge kann ich nicht wirklich erkennen, möchte diese aber auch nicht ausschließen.
Anmerkung: Die Pflanzen werden als Kübelpflanzen gehalten, im Winter vor Kälte geschützt, mit entkalktem Wasser gegossen. Die robusten Pflanzen der „gängigen“ Sorte gedeihen bei mir sehr gut, weshalb ich nicht annehme, dass es an der Pflege liegt. Das Braunwerden der Blätter spielt sich im Sommer ab, wobei auch immer wieder kleine neue Blätter versuchen, aufzukommen. Leider aber überwiegen die Hässlichen …
Können Sie mir dazu bitte einen Tipp geben? Besten Dank im Voraus!

Der GARDENA Gartenexperte:

Ich habe wegen der Sache für Sie noch mal Rücksprache mit einem Rhododendron-Experten gehalten, der die Pflanzen zu tausenden produziert. Hintergrund meiner Frage an ihn war es zu erfahren, ob es da ihm bekannte Sortenunterschiede in der Bodenverträglichkeit der Rhododendren im Kübel gibt. Nachdem er sie ja auch im Container produziert sagte er mir, dass bei ihm alle Sorten gleich behandelt würden und sich in seiner Kultur da keine wie von Ihnen beschriebenen Probleme zeigen.
Bei ausgepflanzten Sorten ist es aber durchaus so, dass es robustere (wie `Cunninghams White´ oder `Catawbiense Grandiflorum´) gibt und eben empfindlichere Sorten. Erstere ist beispielsweise relativ robuster, was die Bodenverhältnisse angeht, gelbe Sorten galten länger als etwas kälteempfindlicher. Das nur vom Rahmenverständnis her, liebe Frau M..
Speziell in Ihrem Fall halte ich es, um konkret zu werden, für sinnvoll, die Pflanzen aus dem Kübel zu nehmen und in neue Rhododendronerde zu setzen, sowie sie konsequent mit Rhodo-Dünger zu düngen.
Gute Erfahrungen in der Revitalisierung von Rhodos habe ich grundsätzlich mit dem Produkt Rhodo-Vital von Substral gemacht. Das, regelmäßig angewendet, hilft im Laufe von ein, zwei, drei Jahren den Rhodos wieder so richtig, in Schwung zu kommen.
Schlussendlich auch noch dies: Die von Ihnen beschriebenen Schäden deuten darauf hin, dass irgendetwas im Bereich der Wurzelspitzen nicht in Ordnung ist. Das können Trockenschäden ebenso sein wie falscher pH-Wert (also Behinderung der Nährstoffaufnahme) oder kann (ggf. auch nur zeitweise) eine Überdüngung sein. Selbst ein zugiger Standort kann bedeuten, dass die der Pflanze zur Verfügung stehende Wassermenge vom Blatt schneller verdunstet wird, als es das Zellgewebe des Blattrandes erreicht – das trocknet dann ein.
Sofern Sie später noch einmal Rhodos für Ihre Kübel zukaufen, dann achten Sie am besten darauf, dass die Sorten auf eine spezielle Veredelungsunterlage veredelt sind, die heißt INKARHO und stellt sicher, dass der Rhodo nicht so empfindlich bzgl. der Bodenverhältnisse ist und vor allem auch höhere pH-Werte verträgt. Gilt natürlich nicht allein im Kübel, sondern überall im Garten.


Frage von Claudia J.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
bitte sagen sie mir: Welcher Zeitpunkt ist günstig zum Aufpfropfen von Reisern (alte Sorte) auf ca. 30-jährigen Apfelbaum? Vielen Dank.

Der GARDENA Gartenexperte:

Optimal, liebe Frau J., ist die Zeit ab Ende Januar und bis Ende Februar, Anfang März – je nach Witterung. Entscheidend ist, dass sowohl Reis als auch Unterlage dann noch weitestgehend in der Ruhephase sind, also noch weit jenseits des Knospenschwellens und möglichst noch nicht im Saftstrom. Veredelt wird dann an einem trockenen, frostfreien Tag, üblicherweise per Geißfuß-Pfropfen.


Frage von Sabine K.:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihren Newsletter vom 02.02.2012. Darin ist eine wunderschöne rosa blühende Pflanze abgebildet. Ich würde sehr gerne wissen, um welche Pflanze es sich handelt, um sie dann zu kaufen und mit Hilfe Ihrer Gartengeräte in meinen Garten einzubuddeln.

Der GARDENA Gartenexperte:

Das Bild zeigt die Blüte einer Japanischen Zierkirsche, liebe Frau K.. Davon gibt es verschiedene Wuchsformen, von säulenförmig (`Amonogawa´) über trichterförmig (`Kanzan´) bis hängend (`Kiku-Shidare-Sakura´) oder klein bleibend (Prunus kurilensis `Brilliant´) – stöbern Sie einfach mal in Ihrer Baumschule, die haben die Sorten üblicherweise standardmäßig vorrätig.


Frage von Gaby B.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
Hallo, guten Morgen,
an unserer Scheinbuche haben wir 2010 eine Steineinfassung (Beeteinfassung) gemacht. Im darauf folgenden Jahr hat der Baum keine Blätter ausgetrieben und jetzt wachsen Pilze am Baumstamm. Der Baum ist ca. 10 m hoch. Gibt es noch eine Chance den Baum zu erhalten?

Der GARDENA Gartenexperte:

Den Fall hatte ich unlängst im Garten eines Freundes auch, liebe Frau B.. Wenn die Pflanze nicht austreibt und wenn zudem ein Pilz in das Gewebe eingedrungen ist, dann ist da nichts mehr zu machen. Die Lösung lautet leider wohl: Kettensäge!


Frage von Heinrich N.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
mein Ahorn (ausgewachsene Größe) hat im Frühjahr durch Fröste arg gelitten. Das Blattgrün war soeben ausgetrieben, da wurde es durch Minusgrade zu ca. 80 Prozent zerstört. Wird der Strauch sich erholen und im nächsten Frühling wieder Blätter entwickeln oder muss ich mich endgültig von ihm verabschieden?

Der GARDENA Gartenexperte:

Wenn er noch immer rund 20 Prozent Austrieb hatte, dann ist auch noch Leben drin, lieber Herr N.. Nun hatten wir zwar bislang wiederum einen knackig frostigen Winterverlauf, möglicherweise haben Sie das angeschlagene Gehölz ja auch mit einem Vlies geschützt, aber es besteht insofern durchaus Hoffnung, dass der Ahorn wieder austreibt. Im Austrieb schneiden Sie dann einfach das erkennbare Totholz ab und formieren Sie den Ahorn mit den verbleibenden Austrieben neu. Um ihn buschiger zu bekommen, kneifen Sie an den Neutrieben nach jedem etwa fünften Blatt die Triebspitze heraus, das regt zu besseren Verzweigung an!


Frage von Barbara W.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
ich habe jedes Jahr einen extremen Befall von Schildläusen an meinem Oleander. Im Sommer versuche ich die abzulesen bzw. wasche die ab. Im Winterquartier klebt der ganze Fußboden um die Pflanzen herum. Was kann ich tun?

Der GARDENA Gartenexperte:

Das Ablesen ist schon einmal eine sinnvolle Teilmaßnahme, liebe Frau W., um die Schädlinge anzugehen, speziell bei nur geringem Befall. Aber dabei erwischt man eben nicht alle Tiere, geschweige denn, deren Eier. Insofern rate ich zum Einsatz eines speziellen Öles gegen Schildläuse, mit der Sie die Pflanze in Abständen von etwa vierzehn Tagen bis drei Wochen etwa drei, vier Mal tropfnass spritzen. Beispiele für Präparate aus dem Fachhandel sind etwa Spruzit oder Promanal. Damit erreichen Sie auch das Gros von in Ritzen versteckten Jungtieren. Vor dem Einräumen ins Winterquartier rate ich dazu, die Prozedur mindestens zweimal durchzuführen, damit die Schildläuse mit Beginn der Überwinterung möglichst komplett entfernt sind, bevor sie im warmen Winterquartier mit Temperaturen verwöhnt werden, die sie zu spätwinterlicher Vermehrung anreizen. Bei Winterbefall können Sie den Oleander ebenfalls mit einem solchen Produkt behandeln. Wenn sie seinen Standumplatz mit Folie abdecken, können Sie das im Haus vornehmen. Wenn das bei Ihnen kein gangbarer Weg ist, so führen Sie die Pflanzenschutzbehandlung einfach an frostfreien Tagen im Freien durch – aber nicht in praller Wintersonne.

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