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Was tun gegen Läuse an Apfelbäumen und Maulwürfe im Garten? Und was bei zurückgefrorenen Rosen und Hortensien? Was kann die Ursache dafür sein, dass der Phlox nicht blüht? Und wie ist das mit dem Umpflanzen von Buchsbaum? Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser: Der Frühling hat Einzug gehalten! Und die Frage, wie man sich als älterer Mensch mit Rückenproblemen das Unkrautzupfen im Beet erleichtern kann – diese Frage beantwortet Ihnen GARDENA Gartenexperte Engelbert Kötter gleich mit!

Frage von Gerlinde G.:

Sehr geehrter Herr Gartenexperte :),
ich habe nur eine Frage, wir haben im Garten je einen Apfel-, Birnen- und Kirschbaum. Wann und wie schneide ich diese richtig? Der Apfel ist eine Art Miniaturausgabe, knapp 2 m groß, aber in jedem Jahr habe ich das Problem, dass dieser über und über mit Blattläusen besetzt ist. Biologische Mittel helfen nichts, auch nicht der so genannte Brennnesselsud. Ich bekam die Empfehlung, zur Blütezeit mit Bi 58 zu sprühen. Kann das richtig sein und helfen? Wissen Sie einen Rat? Nun waren es doch zwei Fragen. Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße.

GARDENA Gartenexperte:

Die Beschreibung des Obstbaumschnittes, liebe Frau G., ist Enzyklopädien füllend und muss Ihnen anhand Ihrer Bäume ganz praktisch vor Ort vorgestellt werden. Ich habe unlängst erst wieder einen solchen Schnittkurs gehalten – allein eine solche Einführung hat schon einen Nachmittag lang gedauert. Insofern ist es bei Ihrem Anliegen tatsächlich ratsamer, selbst einmal einige Obstbaumschnittkurse zu belegen oder aber sich das ganze ein paar Mal vor Ort zeigen zu lassen. Obstbäume schneiden, das muss man tatsächlich erlernen, das kann man nicht erlesen.

Was die Blattläuse auf Ihrem Obstbaum angeht, so habe ich meine Zweifel, dass Bi 58 das passende Präparat ist. Es ist nämlich gegen Schädlinge auf Zierpflanzen zugelassen, nicht aber als Spritzmittel für Obstbäume im Hausgarten. Der Wirkstoff Dimethoat ist obendrein systemisch wirksam – wird also von der Pflanze aufgenommen und wirkt von innen. Ich denke, Sie möchten nicht, dass sich davon dann etwas in Ihrem geernteten Obst wieder findet. Mit gezielt gegen Blattläuse an Apfelbäumen (z.B. Mehlige Apfelblattlaus) wirksamen und für die Anwendung im Hausgarten zugelassenen Präparaten (wie Bio Schädlingsfrei Neem [Bayer] oder dergleichen) sind Sie sicher besser beraten. Dass biologisch wirksame Mittel nichts helfen, wundert mich – was haben Sie da probiert und wie haben Sie es angewendet? Dass dabei Brennnesselsud die Blattläuse nicht direkt bekämpft, das ist klar, dass kann der Sud per se gar nicht leisten. Aber wenn Sie sich beispielsweise mal die Rapsöl- oder Seifenprodukte aus dem Sortiment von z. B. Neudorff anschauen, dann werden Sie auch dort sicherlich stichhaltig fündig – und die wirken.


Frage von Brigitte G.:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe an mehreren Stellen in meinem Garten diverse Phlox-Pflanzen, die wachsen und gedeihen - nur leider blühen sie alle nicht. Was könnte die Ursache sein?

GARDENA Gartenexperte:

Das ist unbesehen schwierig zu beantworten, liebe Frau G.. Vordergründig fällt mir dazu ein, dass die Pflanzen möglicherweise zu dunkel / schattig stehen könnten oder aber, dass die Blütenstände von Käfern, Larven oder Raupen herausgefressen sein könnten, die es dann mit Insektiziden gg. fressende Insekten zu bekämpfen gälte. Was aber bei Phlox auch eine Rolle spielen kann ist, dass sie zu tiefes Pflanzen nicht vertragen. Sollten sie also zu tief gesetzt sein oder aber im Laufe der Zeit von ein, zwei Finger breit Erde bedeckt worden sein, dann kann auch das eine Ursache von Blühfaulheit sein. Lockerer Boden (also keine Staunässe und Bodenverdichtung) sowie passende Düngerversorgung immer vorausgesetzt.


Frage von Wolfgang K.:

Das Holz vieler meiner Rosen scheint tot zu sein, es war doch kein schlimmer Winter. Oder ist das überall so?

GARDENA Gartenexperte:

Das ist sicher regional unterschiedlich ausgeprägt. Aber trotz des lange milden Herbstes und späten Wintereinbruchs, hat es dann aber doch noch allenthalben Winterschäden an den Beetrosen gegeben. Speziell die starken Barfröste um -20 Grad im Februar haben den Rosen dann zu schaffen gemacht. Aber wer seine Rosen ordnungsgemäß tief genug gepflanzt hat (Veredelungsstelle 5 cm tief in den Boden) oder aber sie vor Wintereinbruch mit Erde angehäufelt hat kann guter Hoffnung sein, dass seine Rosen trotz möglicherweise Frostschaden wieder kräftig austreiben. Einfach jetzt das Totholz entfernen und die Pflanzen schön auslichten – und den April abwarten…


Frage von Karin L.:

Sehr geehrter Herr Kötter,
meine Hortensien hatten im Spätherbst dicke Knospen angesetzt, aber durch den langen, harten Winter sind anscheinend alle erfroren und hängen braun und matschig an ihren Stängeln. Was mache ich denn nun mit ihnen? Abschneiden oder abwarten? Über Ihre Antwort werde ich mich sehr freuen.

GARDENA Gartenexperte:

Alles was definitiv Totholz ist, entfernen sie jetzt am besten beizeiten und haben so am schnellsten den Überblick, wo noch lebendes Gewebe erhalten ist. Ich hatte an meinen im Vorjahr bereits gepflanzten Hortensien im vergangenen Frühjahr auch Frostschäden. Alles über dem Boden war erfroren. Aber da ich die Hortensien wohlweißlich zwei Finger breit tiefer gepflanzt hatte, sind dann Anfang Mai doch noch ein paar bodenbürtige Triebe durchgetrieben. Mit denen konnte ich dann die Pflanze neu aufbauen. In frostigen Lage kann es durchaus Sinn machen, seine Hortensien – wie Rosen auch – vor Winteranbruch mit Erde (nicht mit Torf!) als Frostschutz anzuhäufeln. Ende März dann wieder abhäufeln.


Frage von Brigitte U.:

Hallo Herr Engelbert Kötter,
ich habe ein Problem mit meinem Rücken, liebe aber meinen schönen Blumengarten über alles. Das Unkrautzupfen zwischen den Stauden werde ich aber kaum noch bewältigen können. Was raten Sie mir - gibt es wirksame Hilfsmittel, die auch alten Menschen die Arbeit ermöglichen? Mit Pflanzengift kann ich ja in der Rabatte nicht arbeiten. In Erwartung einer hilfreichen Antwort grüße ich Sie.

GARDENA Gartenexperte:

Haben Sie es schon mal mit einer Garten-Disk versucht, Frau U.? Das ist quasi eine Hacke in Rund. Mit der bearbeiten Sie den Boden zwischen den Pflanzen im Beet und lockern so gleichzeitig den Boden, während Sie den Unkräutern mit den scharfen Kanten des Gerätes die Wurzeln abschneiden. Die Disk ist relativ schmal im Durchmesser, so dass man mit dem Ding gut zwischen Pflanzen arbeiten kann. Man muss nur aufpassen, dass man Stämme und Stängel derjenigen Pflanzen nicht verletzt, die man erhalten will. Wenn Sie sich das Teil mal anschauen wollen: www.Krumpholz-Werkzeuge.de, da den Katalog für Garten & Forst runterladen, in dem finden Sie auf Seite 19 oben den Disk. Das Gerät gibt´s als kleines Handgerät, aber für Sie wäre das mit 130/140 cm Stiellänge am besten geeignet, um sich – das ist ja Ihr Kernanliegen – bei der Beetpflege nicht bücken zu müssen.


Frage von Dagmar R.:

Kann ich jetzt noch größeren Buchs (ca. 60 cm) umsetzen? Mir sind letztes Jahr einige Buchs in meiner Hecke kaputt gegangen und ich möchte sie mit neuen Sträuchern auffüllen. Muss ich sie viel gießen? Und womit düngen? Vielen Dank!

GARDENA Gartenexperte:

Wenn Sie die Buchsbäume mit großem Erdballen umsetzen, dann sollte das jetzt noch gut gehen. Üblicherweise ist das ganze risikoreicher, je länger die Pflanzen bereits am Standort stehen, von dem sie umgepflanzt werden sollen. Wenn Sie also in Verlegenheit kommen, immer wieder mal aus einem anderweitigen Bestand Buchse in die Hecke umsetzen zu müssen rate ich dazu, die „Reservebuchse“ alle zwei, drei Jahre einmal komplett auf Ballenabstand mit dem scharfen Spaten zu umstechen. Dann bilden sie umso wirkungsvoller kleine Faserwurzeln auf engem Raum und können somit vergleichsweise unproblematischer umgesetzt werden.


Frage von Marlis M.:

Hallo,
wir haben im Garten viele Wühlmaushügel und noch viel mehr große Löcher. Unsere Gartennachbarn haben alle einen Solar-Wühlmausschreck. Danach wurden bei allen die Wühlmaushügel mehr. Was kann man jetzt oder auch noch später dagegen tun? Vor allem in der Wiese sieht dies unschön aus. Über eine Antwort würden wir uns freuen und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Der GARDENA Gartenexperte:

Sie müssten zunächst einmal unterscheiden, liebe Frau M., ob es tatsächlich Wühlmäuse oder aber Maulwürfe sind.

Wühlmäuse haben einen eher hochovalen Gangquerschnitt, Maulwürfe eher einen breitovalen.

Wenn es tatsächlich Wühlmäuse sind, dann habe ich recht gute Erfahrungen mit den Wühlmausfallen von Neudorff gemacht. Deren Fallen und Köder sind offenbar gut fängig. Mein Nachbar hat letztes Jahr in seinem Gemüsegarten 18 Stück erwischt.
Sollten es Maulwürfe sein: Die vergällen Sie mit dem Duft von Zitronenöl recht zuverlässig. Klappt aber auch mit Produkten wie „Maulwurf-Schreck (Neudorff), das auf Lavendelölbasis funktioniert.

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